Stabilisierte die BVB-Abwehr in der Schlussphase: Christoph MetzelderMit dem ersten Heimpunkt dieser Spielzeit konnte Hansa Rostock zwar den alleinigen Negativrekord hintereinander verlorener Spiele auf eigenem Platz vermeiden, doch gegen die weiterhin schwächelnden Dortmunder war mehr drin.
Verständlicherweise versuchten die beiden in der Hinserie so arg gebeutelten Mannschaften zu Beginn erst einmal, ihre Abwehrreihen zu organisieren und dem Offensivspiel weniger Augenmerk zu widmen. Dennoch hatte Prica nach fünf Minuten per Kopfstoß die erste Möglichkeit, doch BVB-Stürmer Ewerthon (!) rettete auf der Torlinie. Ehe Dortmund erstmals vor dem Hansa-Tor auftauchte, war bereits mehr als eine Viertelstunde verstrichen. Halbchancen für Kringe und Koller waren kurz vor und nach der 20. Minute die Folge, doch dann verflachte die Partie wieder. Unangekündigt dann das 1:0 in der 33. Minute. Ein Freistoß von Thomas Rasmussen wurde von dessen Landsmann Allbäck, der sich höher als Freund und Feind schraubte, per Kopf ins lange Toreck bugsiert. Nun schienen auch die Borussen verstanden zu haben, setzten Rostock immer stärker unter Druck und kamen zu einer Reihe von Möglichkeiten. Mit Hilfe der Hausherren gelang dem BVB noch vor der Pause der Ausgleich. Maul hatte genau vor die Füße von Kehl geköpft und Hill den Schuss aus über zwanzig Metern unglücklich ins eigene Netz abgefälscht (41.). Weitere Chancen, die sich für die Gäste noch vor der Pause gegen die plötzlich kopflose Hansa-Abwehr ergaben, konnte Dortmund jedoch nicht nutzen.
In der ersten Viertelstunde nach der Pause zeigten beide Teams, warum sie sich in der Abstiegszone festgesetzt hatten, denn es lief erschreckend wenig zusammen. Nach einer Torchance für di Salvo (60., knapp vorbei) kam zumindest Rostock wieder besser ins Spiel. Die BVB-Abwehr schwamm nun bedenklich und fand erst wieder Halt, als Christoph Metzelder nach 630 Tagen verletzungsbedingter Bundesligaabstinenz eingewechselt wurde und die Dortmunder Defensive stabilisierte. Das Manko der Mecklenburger lag in der Restzeit der Partie wieder eindeutig im Sturm, der sich trotz drückender Überlegenheit nicht entscheidend durchsetzte. Somit verbrachten die Akteure zwar das letzte Viertel der Spielzeit zumeist in der Hälfte der Gäste, doch zu einem Tor reichte es Hansa nicht mehr. Da Dortmund offensiv überhaupt nicht mehr stattfand, blieb es beim dürftigen Remis, mit dem keinem Team ein wirklicher Schritt vorwärts gelang.
Hansa Rostock
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Marcus Allbäck | 33. | (Kopfball, Rasmussen) |
| 1:1 | Sebastian Kehl | 41. | (Linksschuss) |
Aufstellung Rostock![]() |
|
|---|---|
| Mathias Schober | (3,0) |
| Razundara Tjikuzu | (3,5) |
| Uwe Möhrle | (4,0) |
| Delano Hill | (4,5) |
| Ronald Maul | (5,0) |
| René Rydlewicz | (4,0) |
| Joakim Persson | (4,0) |
| Thomas Rasmussen | (3,0) |
| Marcus Allbäck | (3,0) |
| Rade Prica | (4,0) |
| Antonio di Salvo | (4,0) |
Aufstellung Dortmund |
|
|---|---|
| Roman Weidenfeller | (3,0) |
| Guy Demel | (4,0) |
| Markus Brzenska | (4,0) |
| Ahmed Reda Madouni | (5,0) |
| Dédé | (5,0) |
| Florian Kringe | (4,5) |
| Sebastian Kehl | (3,5) |
| Marc-André Kruska | (4,5) |
| Tomas Rosicky | (5,0) |
| Ewerthon | (5,0) |
| Jan Koller | (4,5) |
Wechsel Rostock![]() |
|
|---|---|
| Thomas Meggle für René Rydlewicz |
(―) (75.) |
| Magnus Arvidsson für Rade Prica |
(―) (83.) |
| David Rasmussen für Marcus Allbäck |
(―) (90.) |
Wechsel Dortmund |
|
|---|---|
| Christoph Metzelder für Ahmed Reda Madouni |
(―) (69.) |
| Sunday Oliseh für Marc-André Kruska |
(―) (74.) |
| Sahr Senesie für Ewerthon |
(―) (86.) |
Karten Rostock![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Rade Prica |
Karten Dortmund |
|
|---|---|
| Gelb für | Guy Demel |
| Gelb für | Ewerthon |
| Gelb für | Roman Weidenfeller |
Trainer Rostock![]() |
|---|
| Jörg Berger |
Trainer Dortmund |
|---|
| Bert van Marwijk |