Schalke blieb nach dem hart erkämpften Erfolg weiter punktgleich mit den Bayern an der Spitze. Bremen fiel dagegen durch die Niederlage mit neun Punkten Rückstand zum Führungsduo vorerst aus dem Meisterrennen.
Den Start in die Rückrunde verschliefen sowohl die Königsblauen als auch die Gäste von der Weser. Nach gut zwanzig Minuten des konzentrierten Abtastens suchten zunächst die Schalker entschlossener den Weg in Richtung Tor. Den wenigen gelungenen Spielzügen fehlte jedoch der gefährliche Abschluss. Die Bremer ließen den Ball aber Mitte des ersten Durchgangs immer besser durch die eigenen Reihen laufen machten alsbald nachdrücklich auf sich aufmerksam. Ismael schickte Klasnic in der 38. Minute mit einem langen Ball aus der Abwehr auf die Reise. Der Kroate behauptete sich im Laufduell gegen Poulsen, scheiterte aber allein vor Rost aus 14 Metern am Pfosten. Beflügelt von dieser Aktion hatte Borowski nur drei Minuten später erneut die Gäste-Führung auf dem Fuß. Von der Strafraumgrenze flog die Kugel nur knapp am Gehäuse vorbei. Und noch vor der Pause musste Rost bei einem weiteren Versuch von Klasnic sein ganzes Können unter Beweis stellen.
Angestachelt vom schmeichelhaften 0:0 zur Pause kam die Rangnick-Truppe mit viel Dampf aus der Kabine. Bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn wurde eine schlecht getretene Ecke von Pander unglücklich von Micoud vor die Füße Asamoahs abgewehrt. Der Nationalstürmer zögerte keine Sekunde und wuchtete den Ball aus 14 Metern fulminant in die Maschen. Doch die Schaaf-Truppe zeigte sich von dem Rückstand keineswegs geschockt und antwortete bereits kurze Zeit später. Poulsen hatte Klose mit einem Textilvergehen im Strafraum am konzentrierten Abschluss gehindert. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ismael mit Unterstützung des Innenpfostens zum 1:1 (51.). In einer immer prickelnder werdenden Partie rückte nun der Schiedsrichter verstärkt in den Mittelpunkt. Kurz nach dem Ausgleich versagte der Unparteiische den Gastgebern einen Strafstoß nach Foul an Kobiashvili. Die kniffligste Entscheidung musste schließlich in der 67. Minute gefällt werden: Abseits oder nicht? Kobiashvili passte den Ball in den Lauf von Ailton, der im Abseits stehend die Kugel erst im letzten Moment Asamoah überließ. Die auf den Abseitspfiff wartenden Bremer waren kurzzeitig düpiert. In aller Ruhe zog Asamoah alleine auf das Tor von Reinke und legte die Kugel im richtigen Moment quer zu Ailton, der die neue Spielsituation zum 2:1 nutzte. Eine umstrittene Entscheidung, zumal es der entscheidende Treffer der Partie war. Die Norddeutschen versuchten in der Schlussphase mit frischen Kräften noch zum Ausgleich zu kommen. Einem weiteren Treffer waren aber die Schalker bei ihren Konterchancen deutlich näher.
Kai Endres