Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - VfB Stuttgart

VfB haderte mit dem Referee

Umsichtiger Abwehrchef und Schütze des Siegtores: Daniel van BuytenUmsichtiger Abwehrchef und Schütze des Siegtores: Daniel van Buyten

Das Spielerische kam in dem intensiv geführten Nord-Süd-Derby häufig zu kurz. Über mangelnde Unterhaltung oder Spannung beschwerte sich am Ende aber niemand. Nur für die Schwaben nahm das Spiel einen sehr unglücklichen Verlauf.

Schon in den ersten Minuten dominierte der Kampf in der AOL-Arena. Die Stuttgarter waren dabei ohne ihren etatmäßigen Sturm Kuranyi (verletzt) und Cacau (5. Gelbe) etwas defensiver eingestellt. So erarbeitete sich der HSV ein optisches Übergewicht. Chancen blieben bei den sehr konzentriert agierenden Abwehrreihen jedoch Mangelware. Dies änderte sich nach einer Viertelstunde kurzzeitig. Zunächst wuchtete Szabics ein Zuspiel von Tiffert aus spitzem Winkel zum 1:0 in die kurze Ecke (15.). Doch die Antwort der Doll-Truppe ließ keine zwei Minuten auf sich warten. Eine Beinlich-Ecke vollendete Barbarez mit etwas Glück zum prompten Ausgleich. Damit hatten beiden Seiten ihr Pulver im ersten Durchgang verschossen. Eine bis zum Halbzeitpfiff sehr bissig geführte Partie wurde von zwei stabilen Defensivreihen dominiert.

Den etwas besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Stuttgarter. In Führung gingen aber die Gastgeber. Eine Freistoß-Flanke von Mahdavikia durfte Kapitän van Buyten aus fünf Metern unbedrängt einköpfen (54.). Als fünf Minuten später Pieckenhagen Szabics im Strafraum legte, wähnten sich die Sammer-Schützlinge ganz dicht vor dem Ausgleich. Der Schiedsrichter zeigte jedoch nicht auf den Punkt. Das Spiel blieb in der Folgezeit weiterhin sehr umkämpft. Wie schon über weite Strecken der ersten Halbzeit fehlte es aber leider an prickelnden Szenen im Strafraum. Dafür ging es in den Zweikämpfen voll zur Sache. Die einsetzende Schlussoffensive der Stuttgarter begann zunächst mit der Gelb-Roten Karte für Zivkovic, der nach einem Luftkampf mit Takahara im Mittelfeld vorzeitig zum Duschen musste (73.). Trotz Unterzahl hatten die Schwaben in den letzten Minuten ein Übergewicht, das Abwehrbollwerk der Hanseaten geriet dabei jedoch nicht mehr in Gefahr. Während die Hamburger durch den Sieg in die unmittelbare Nähe der internationalen Plätze aufrücken, war für den VfB der Zug in Richtung Tabellenspitze nach drei sieglosen Spielen hintereinander vorerst abgefahren.

Kai Endres

Spielstatistik Hamburger SV - VfB Stuttgart

Hamburger SV

-

VfB Stuttgart

2:1 (1:1)

Bundesliga 2004/2005, 21. Spieltag
12.02.2005, 15:30 Uhr
AOL Arena (Hamburg), 48.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Uwe Kemmling (Kleinburgwedel)
Tore
0:1 Imre Szabics 15. (Rechtsschuss, Tiffert)
1:1 Sergej Barbarez 17. (Linksschuss, Beinlich)
2:1 Daniel van Buyten 54. (Kopfball, Mahdavikia)
Wechsel Hamburg
Emile Mpenza
für René Klingbeil
(4,0)
(46.)
Benjamin Lauth
für Naohiro Takahara
(―)
(77.)
Miso Brecko
für Mehdi Mahdavikia
(―)
(79.)
Wechsel VfB Stuttgart
Mario Gomez
für Heiko Gerber
(―)
(83.)
Karten Hamburg
Gelb für Sergej Barbarez
Gelb für Emile Mpenza
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Christian Tiffert
Gelb für Silvio Meißner
Gelb für Zvonimir Soldo
Gelb-Rot für Boris Zivkovic (73.)