Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hansa Rostock - VfL Bochum

Konsequent den letzten Strohhalm ergriffen

Zahlte seine Berücksichtigung mit zwei Toren zurück: Antonio di SalvoZahlte seine Berücksichtigung mit zwei Toren zurück: Antonio di Salvo

Nicht einen einzigen Heimsieg hatten die Mecklenburger bis zu der Begegnung gegen Bochum auf dem Konto. Gegen die eine Stunde lang wie ein Absteiger auftretende Neururer-Elf wurde die Negativserie jedoch recht imposant durchbrochen.

Furios die Startphase der Jörg-Berger-Kicker. Kurz hintereinander tauchte Allbäck-Ersatz di Salvo zweimal vor VfL-Keeper van Duijnhoven auf, verfehlte per Kopf knapp sein Ziel und versenkte eine Minute später die Kugel nach einer Litmanen-Flanke im Tor (5.). Fälschlicherweise wurde der Treffer jedoch wegen Abseits aberkannt. Bochum machte sich zwar nach elf Minuten durch einen Misimovic-Freistoß bemerkbar, doch Schober brauchte nicht einzugreifen. Ansonsten dominierte der Hansa-Vorwärtsgang, weitere Torchancen stellten sich jedoch erst nach einer knappen halben Stunde Spielzeit ein. Zwei Freistöße verlangten dabei Aufmerksamkeit: Zunächst scheiterte Prica an van Duijnhoven (26.), doch zehn ereignislose Minuten später ließ der Holländer einen weiteren Freistoß von Maul nach vorne abprallen und di Salvo rammte das frei gewordene Runde ins Eckige. Das vor der Pause mögliche 2:0 für die hoch überlegenen Gastgeber verpasste Litmanen in der 40. Minute, denn sein Kopfball traf nur die Querlatte.

Auch nach dem Wechsel dominierte Hansa. In der 49. Minute sicherte sich Prica den Ball im VfL-Strafraum gegen zwei Bochumer, überließ ihn di Salvo, dessen abgefälschter Schuss unhaltbar für van Duijnhoven einschlug. Die mutmaßliche Vorentscheidung ließ nur drei Minuten auf sich warten. Zdebels Fehlpass im Mittelfeld landete bei Prica. Der Schwede lief mit dem Ball am Fuß in Richtung VfL-Tor und hielt aus 20 Metern drauf. Wie ein Strich zischte das Spielgerät ins rechte obere Toreck. Hansa ließ gegen die nach diesem Tor sichtbar konsternierten Gäste die Zügel jedoch immer mehr schleifen. Somit meldete sich der VfL in der 62. Minute durch Coldings Alu-Treffer auch endlich im Spiel an. Plötzlich drängte das Ruhrpott-Team konsequent nach vorne und kam zu weiteren Chancen. Misimovic scheiterte noch an Schober (65.), doch Edu köpfte fünf Minuten später eine Bechmann-Flanke unbedrängt zum 1:3 ein. Die Möglichkeit, das Spiel vielleicht doch noch zu kippen vergab Bechmann in der 72. Minute, indem er aussichtsreich an Schobers toller Fußabwehr scheiterte. Auch Meichelbeck hatte das 2:3 noch auf dem Fuß, traf aber nur den linken Pfosten (80.). Damit hatte der VfL sein Pulver jedoch verschossen und eine Minute nach der letzten Torchance für Hansa durch Prica beendete Referee Gagelmann das Abstiegsduell. Hansa bot eine Stunde lang überzeugenden Bundesligafußball und ergriff tatkräftig den letzten Strohhalm des Klassenerhalts, während der VfL viel zu spät aufwachte und in dieser Form der 2. Liga näher kam.

Spielstatistik Hansa Rostock - VfL Bochum

Hansa Rostock

-

VfL Bochum

3:1 (1:0)

Bundesliga 2004/2005, 25. Spieltag
12.03.2005, 15:30 Uhr
18.600 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore
1:0 Antonio di Salvo 36. (Rechtsschuss, Maul)
2:0 Antonio di Salvo 49. (Linksschuss, Prica)
3:0 Rade Prica 52. (Rechtsschuss)
3:1 Edu 70. (Linksschuss, Bechmann)
Wechsel Rostock
Thomas Rasmussen
für Marco Vorbeck
(―)
(73.)
Delano Hill
für Michael Hartmann
(―)
(76.)
René Rydlewicz
für Antonio di Salvo
(―)
(90.)
Wechsel Bochum
Tommy Bechmann
für Filip Tapalovic
(3,5)
(51.)
Christoph Preuß
für Tomasz Zdebel
(―)
(79.)
Karten Rostock
Gelb für Rade Prica
Karten Bochum
Gelb für Aleksander Knavs
Gelb für Sören Colding