Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Arminia Bielefeld - 1. FC Kaiserslautern

Moser war Motivationsspritze

Überzeugte erneut als Torschütze und Vorbereiter: Halil AltintopÜberzeugte erneut als Torschütze und Vorbereiter: Halil Altintop

Der neue Trainer setzte bei Kaiserslautern die nötigen Kräfte frei, um souverän in Bielefeld zu gewinnen. Die Ost-Westfalen machten ihrem Platz im Niemandsland der Liga über weite Strecken alle Ehre.

Ein enorm selbstbewusst aufspielender FCK war maßgeblich an der schwungvollen Anfangsphase in Bielefeld beteiligt. Bereits nach zwei Minuten scheiterte Altintop aus drei Metern per Kopf am gut postierten Hain. Nur vier Minuten später machte es der Türke als Vorbereiter deutlich besser. Auf der rechten Seite eroberte er sich den Ball von Schuler und drang im Laufduell gegen Gabriel in den Strafraum ein. Der Klärungsversuch des Innenverteidigers mit dem langen Bein wurde zur perfekten Vorarbeit für Jancker, der nur noch zum 1:0 ins leere Tor einschieben musste (6.). Danach vertrauten die Lauterer auf ihre kompakte Defensive und lauerten auf Konter. Die Arminen antworteten auf den Gegentreffer mit mehr Zug nach vorne, fanden jedoch mit limitierten spielerischen Mitteln kaum ein Durchkommen. Dazu verteilten sie in der Abwehr weiter Geschenke. Einen weiten Einwurf von Blank verlängerte Borges unglücklich mit dem Hinterkopf zu Altintop, der mit seiner zweiten Kopfballchance auch erfolgreich war (24.). Mit der komfortablen Führung im Rücken hielt bei den Pfälzern ein unnötige Passivität Einzug. So entwickelten die Bielefelder in den letzten Minuten der ersten Halbzeit eine kleine Drangperiode, ohne dabei jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Den perfekten Start der Arminen in die zweite Halbzeit verhinderte Torhüter Ernst, als er gegen einen Kopfball von Borges aus kurzer Distanz bravourös reagierte (48.). Es folgte allerdings nicht die erwartende Drangphase des DSC, sondern einige überharte Zweikämpfe im Mittelfeld, durch die ein wenig Hektik aufkam. Aber insgesamt konnten sich die Pfälzer auch in dieser Phase auf ihre Hintermannschaft verlassen. Mit viel Disziplin und hohem Engagement gestatteten sie den Gastgebern kaum Freiräume in der Offensive. Mit zunehmender Spielzeit verflachte das Niveau der Partie erheblich. Die Bielefelder schienen mit ihrem Latein bereits frühzeitig am Ende. Somit sahen sich auch die Lauterer nicht genötigt, mit letzter Vehemenz auf die endgültige Entscheidung zu drängen. Glück benötigten sie lediglich, als Gabriel einen Porcello-Freistoß freistehend mit dem Kopf nicht voll traf (70.). Darüber hinaus sorgten auch die Einwechslungen auf Seiten der Rapolder-Elf nicht für eine ausreichende Belebung im Sturmspiel. Erst Boakye hatte zehn Minuten vor dem Ende die letzte zwingende Möglichkeit, scheiterte aber mit seinem Flachschuss am erneut glänzend reagierenden Ernst. Letztlich brachten die Pfälzer den Erfolg mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung mühelos über die Zeit und hielten ihren Tagtraum von einem Platz in der oberen Tabellenhälfte wach.

Kai Endres

Spielstatistik Arminia Bielefeld - 1. FC Kaiserslautern

Arminia Bielefeld

-

1. FC Kaiserslautern

0:2 (0:2)

Bundesliga 2004/2005, 28. Spieltag
10.04.2005, 17:30 Uhr
21.400 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore
0:1 Carsten Jancker 6. (Rechtsschuss)
0:2 Halil Altintop 24. (Kopfball)
Wechsel Bielefeld
Klodian Duro
für Roberto Pinto
(4,0)
(56.)
Isaac Boakye
für Radomir Djalovic
(3,5)
(63.)
Diego Leon
für Bernd Rauw
(―)
(67.)
Karten Bielefeld
Gelb für Mathias Hain
Gelb für Ervin Skela
Karten K´lautern
Gelb für Marco Engelhardt
Gelb für Ciriaco Sforza