Schlug die Flanke vors Tor, die zum Eigentor führte: Christoph Preuß"Wir haben die Unsicherheit der Bochumer nicht ausgenutzt, haben sie am Leben gelassen", diktierte ein enttäuschter Ewald Lienen den Medien in die Notizzettel. Der 96-Trainer sprach die Versäumnisse seines Teams aus der ersten Halbzeit an, denn die "Lebenden" drehten die Partie nach dem Seitenwechsel durch ein glückliches Eigentor.
Dabei begann Bochum gar nicht so schlecht, hatte eine Direktabnahme von Madsen nach vier Spielminuten zu bieten, die ihr Ziel nur knapp verfehlte und schien auch in den Folgeminuten auf dem besten Wege zu sein, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Entgegen dieser Vermutung kam 96 aber immer besser in die Vorwärtsbewegung, tauchte zweimal gefährlich vor dem Kasten von van Duijnhoven auf, doch Stajner (14., der VfL-Keeper parierte) und Vinicius (16., ans Außennetz) hatten etwas Pech im Abschluss. Damit waren die Torchancen vor der Pause aber auch bereits abgehakt. Die zweifelsohne vorhandenen Bemühungen wurden spätestens an den Strafräumen ausgebremst, wobei Hannover allerdings die flüssigeren Mittelfeld-Kombinationen darbot und ein leichtes Übergewicht bewahrte. Der VfL wirkte arg verunsichert und blieb selbst bei interessanten Standards ohne Biss.
Die Sachlage veränderte sich auch in den ersten zehn Minuten nach dem Wechsel so gut wie gar nicht. Dann flog eine Freistoßflanke von Preuß vor den Torraum der Gäste und der von Maltritz irritierte Cherundolo köpfte die Kugel unglücklich und unhaltbar für Enke ins eigene Tor (56.). Zwar ließen sich die Niedersachsen von dem Missgeschick nicht lange schocken, suchten erneut mit Engagement nach Lücken im personalstarken VfL-Deckungsverbund, erspielten bis zum Abpfiff aber nicht eine einzige echte Torchance. Gefährlicher waren im Schlussdrittel die Gastgeber, deren punktuell aufflammende Gegenzüge mehr Raum vorfanden. Letztlich verpassten aber Misimovic (66., knapp vorbei) und Edu (85., Innenpfosten) das gut mögliche 2:0. Aufregend blieb der Kick zwar bis zum Ende, was jedoch nur an dem engen Spielstand lag. Guter Bundesligafußball wurde von keinem der beiden Kontrahenten geboten und der Sieg für Bochum war eher glücklich als verdient.
VfL Bochum
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Steven Cherundolo | 56. | (Eigentor, Maltritz) |
Aufstellung Bochum![]() |
|
|---|---|
| Rein van Duijnhoven | (3,5) |
| Sören Colding | (3,5) |
| Aleksander Knavs | (4,0) |
| Martin Meichelbeck | (3,0) |
| Philipp Bönig | (4,0) |
| Christoph Preuß | (4,0) |
| Marcel Maltritz | (4,0) |
| Dariusz Wosz | (3,5) |
| Edu | (3,5) |
| Peter Madsen | (4,0) |
| Vratislav Lokvenc | (3,5) |
Aufstellung Hannover |
|
|---|---|
| Robert Enke | (3,0) |
| Steven Cherundolo | (5,0) |
| Dariusz Zuraw | (3,5) |
| Per Mertesacker | (3,5) |
| Vinicius Bergantin | (4,0) |
| Silvio Schröter | (4,0) |
| Altin Lala | (4,0) |
| Julian de Guzman | (4,0) |
| Nebojsa Krupnikovic | (3,5) |
| Jirí Stajner | (5,0) |
| Jiri Kaufman | (5,0) |
Wechsel Bochum![]() |
|
|---|---|
| Filip Tapalovic für Philipp Bönig |
(3,5) (46.) |
| Zvjezdan Misimovic für Peter Madsen |
(4,0) (65.) |
| Tommy Bechmann für Dariusz Wosz |
(―) (83.) |
Wechsel Hannover |
|
|---|---|
| Daniel Stendel für Jirí Stajner |
(―) (69.) |
| Leandro Fonseca für Jiri Kaufman |
(―) (69.) |
| Roman Wallner für Steven Cherundolo |
(―) (76.) |
Karten Bochum![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Sören Colding |
Karten Hannover |
|
|---|---|
| Gelb für | Altin Lala |
Trainer Bochum![]() |
|---|
| Peter Neururer |
Trainer Hannover |
|---|
| Ewald Lienen |