Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - SC Freiburg

Marcelinhos Gala

Vor allem sein Führungstreffer entzückte die Fußballfreunde: MarcelinhoVor allem sein Führungstreffer entzückte die Fußballfreunde: Marcelinho

Nach dem mannschaftsinternen Schlagabtausch während und nach dem letzten Match der Berliner trat Herthas Alleinunterhalter Marcelinho gegen die Breisgauer spektakulär aufs Gas und meldete sich als spielentscheidender Akteur zurück.

Freiburg sah sich bereits in den ersten Minuten der Partie im Olympiastadion überfallartigen Angriffen der Hausherren ausgesetzt und hatte nach nicht einmal einer Minute Spielzeit die erste BSC-Chance durch einen Bobic-Kopfball zu überstehen, den Schlussmann Golz ins Toraus abwehrte. Fünf Minuten später luchste Marcelinho Ibertsberger den Ball am Mittelkreis ab, trieb die Kugel einige Meter in die SC-Hälfte und lupfte sie aus knapp 50 Meter Entfernung über den etwas zu weit vor dem Tor postierten Golz hinweg in die Maschen. Erholungspausen für die SC-Abwehr fielen auch nach diesem Aufsehen erregenden Treffer flach, denn Bobic und Bastürk boten sich weitere Einschussmöglichkeiten. Doch erst als Friedrich in der 21. Minute halbrechts im Strafraum zu Fall gebracht wurde, lag die Resultatsverbesserung für Hertha an. Marcelinho schob den Strafstoß souverän ins linke Toreck. Die Berliner gönnten sich danach eine etwas ausufernde Ruhephase, überließen den Gästen das Mittelfeld und taten nicht so, als wollten sie weitere Treffer nachlegen. Mit dem zugewiesenen Spielraum wussten die Schwarzwälder allerdings wenig anzufangen, denn ihre Fehlerquote im Aufbauspiel blieb recht konstant. Gefahr drohte den Hauptstädtern bestenfalls durch die Distanzschüsse Coulibalys, die jedoch abgeblockt oder von Fiedler gemeistert wurden, bzw. ihr Ziel verfehlten.

Auch nach dem Wiederanpfiff fand Hertha nach vorne kaum mehr statt. Dafür liefen Freiburgs Offensivbemühungen mit der Hereinnahme von Tskitishvili sichtbar sortierter und präziser ab. Erste Ansätze von Torchancen des SC durch Koejoe und Bajramovic verpufften zwar, doch die Vorteile blieben auch weiterhin den Gästen vorbehalten. Die Zurückhaltung der Götz-Truppe rächte sich in der 73. Spielminute. Über Bajramovic und einem missglückten Rettungsversuch Gilbertos landete das Spielgerät bei Koejoe, der aus ca. zehn Metern halblinker Distanz die Nerven behielt und einlochte. Plötzlich lag ein Punktgewinn für den SC auf dem Tablett und Koejoes Kopfball drei Minuten nach dem Anschlusstor hätte auch fast den Gleichstand gebracht, doch der Niederländer bekam den Ball nicht nach unten gedrückt. Diese Möglichkeit sollte aber auch die letzte für den überlegenen Sport-Club bleiben, denn die Berliner Abwehr war zu dicht gestaffelt. Kurz vor Schluss leitete Marcelinho den Endstand über den linken Flügel ein. Seine Flanke auf den kurzen Pfosten rammte Niko Kovac unhaltbar ins linke Eck der SC-Hütte und bestätigte Herthas Ambitionen auf einen UEFA-Cup-Platz nachdrücklich.

Spielstatistik Hertha BSC - SC Freiburg

Hertha BSC

-

SC Freiburg

3:1 (2:0)

Bundesliga 2004/2005, 28. Spieltag
09.04.2005, 15:30 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 33.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Hermann Albrecht (Kaufbeuren)
Tore
1:0 Marcelinho 6. (Linksschuss)
2:0 Marcelinho 21. (Foulelfmeter, Diarra an Friedrich)
2:1 Samuel Koejoe 73. (Rechtsschuss)
3:1 Niko Kovac 89. (Kopfball, Marcelinho)
Wechsel Hertha BSC
Malik Fathi
für Sejad Salihovic
(4,5)
(60.)
Nando Rafael
für Fredi Bobic
(―)
(78.)
Oliver Schröder
für Yildiray Bastürk
(―)
(79.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Dick van Burik
Karten Freiburg
Gelb für Zlatan Bajramovic