Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SV Werder Bremen - Arminia Bielefeld

Werder meldete sich zurück

Neben Klose spielstärkster Werderaner: Ludovic MagninNeben Klose spielstärkster Werderaner: Ludovic Magnin

Nach zuletzt wenig erbaulichen Auftritten waren die Bremer schwer unter Druck, nicht auch noch von den UEFA-Cup-Rängen gepflückt zu werden. Die ersatzgeschwächten Bielefelder machten es der Schaaf-Truppe letztlich aber nicht sonderlich schwer, endlich wieder einen Heim-Dreier einzufahren.

So vertrauten die Ostwestfalen auf eine dicht gestaffelte Deckung, die sich kaum auf etwaige Gegenattacken zu konzentrieren schien, sondern einzig dem Werder-Angriffsspiel in die Parade fallen wollte. Den Bremern behagte dieses Vorgehen wenig. Zwar gehörte ihnen nahezu ausschließlich das Mittelfeld, doch für die Spitzen und nachstoßenden Mittelfeldkräfte wurde es zwanzig Meter vor dem Arminen-Kasten sehr sehr eng. Überraschend war demzufolge auch die plötzliche Großchance für Boakye, dessen Schuss nach vier Minuten gegen die SVW-Latte krachte. Auch Werder hatte kurz darauf einen Alu-Treffer von Borowski im Programm, doch dann versank die Partie lange Zeit im ereignislosen Geplänkel zwischen den Strafräumen mit überwiegendem Ballbesitz der Hanseaten. Nach ca. 30 Minuten brach dann aber Klose durch, wurde vom herauslaufenden Hain attackiert und Fandel zeigte auf den berühmten Punkt. Nach Rücksprache bei seinem Assistenten und der fairen Beteuerung Kloses, dass kein Foul vorlag, zog der Schiri seine Entscheidung jedoch wieder zurück. Bremen griff nun wuchtiger an, doch zunächst sorgte wieder ein Arminen-Konter für Aufregung, den Borges per Kopf abschloss. Jensen klärte allerdings auf der Torlinie. Gegenüber dann das 1:0 für die Gastgeber: Hain faustete eine Ecke zu kurz weg, Borowski gab auf Magnin, der aus der Drehung traf (43.).

Dynamisch kamen die Bremer wieder aus der Kabine, erhöhten den Druck kontinuierlich und nach 53 Minuten auf 2:0: Micoud war am rechten Strafraumeck an den Ball gelangt, flankte in die linke 16er-Hälfte auf den freien Klasnic, der den heranstürmenden Borowski per Kopf bediente, dessen Abschluss Hain ohne Chance passieren lassen musste. Die Partie wurde nach diesem Treffer immer einseitiger. Bremen kombinierte wie in besseren Zeiten, ging aber wie so oft fahrlässig mit seinen Torgelegenheiten um. So dauerte es bis zur 78. Minute, bis das längst überfällige 3:0 fiel. Klasnic hatte dem neben Magnin besten Bremer, Miroslav Klose, perfekt von links aufgelegt. Der Nationalspieler stoppte die Kugel gekonnt mit der Brust, legte sich den Ball auf links und wuchtete ihn in die Maschen. Bielefeld hatte nach dem 0:2 nichts mehr zuzulegen und musste demzufolge zuletzt selbst mit der Dreitoreklatsche zufrieden sein

Spielstatistik SV Werder Bremen - Arminia Bielefeld

SV Werder Bremen

-

Arminia Bielefeld

3:0 (1:0)

Bundesliga 2004/2005, 31. Spieltag
30.04.2005, 15:30 Uhr
40.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Herbert Fandel (Kyllburg)
Tore
1:0 Ludovic Magnin 43. (Linksschuss, Borowski)
2:0 Tim Borowski 53. (Linksschuss, Klasnic)
3:0 Miroslav Klose 78. (Linksschuss, Klasnic)
Wechsel Bremen
Nelson Valdez
für Miroslav Klose
(―)
(81.)
Mohamed Zidan
für Ivan Klasnic
(―)
(87.)
Christian Schulz
für Ludovic Magnin
(―)
(89.)
Wechsel Bielefeld
Diego Leon
für Fatmir Vata
(4,5)
(57.)
Ervin Skela
für Detlev Dammeier
(4,0)
(65.)
Radomir Djalovic
für Isaac Boakye
(4,0)
(65.)
Karten Bremen
keine
Karten Bielefeld
Gelb für Fatmir Vata