Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 44.700 · Schiedsrichter: Dr. Markus Merk

» Hinspiel: 3:1

1:0 Daun (21.)
2:0 Mintál (85.)
2:1
(1:0)

Big Points für den Club

Erstmals in dieser Saison erfolgreich: Markus Daun
Mit dem knappen Erfolg über Abstiegskonkurrent Bochum sicherten sich die Nürnberger vor eigenem Publikum endgültig den Platz für die nächste Saison im Oberhaus. Dem VfL verblieb nur noch eine geringe theoretische Chance auf den Klassenerhalt.

Was wäre gewesen, wenn Edu nach zwei Spielminuten die erste Großchance der Partie nicht frei vor Schäfer vergeben hätte? Doch der VfLer traf nicht und Nervosität bestimmte die ersten zwanzig Minuten einer Partie, in der für beide Teams so viel auf dem Spiel stand. Überdeutlich wurde in dieser Phase allerdings auch, warum sich die Kontrahenten in den unteren Tabellenregionen abquälen mussten. Technische Mängel, fehlendes Spielverständnis und Fehlpässe zuhauf machten selbst wohl gesonnenen Beobachtern das Zuschauen zur Qual. Als Colding in der 21. Minute vergeblich auf Abseits spielte, seinen Gegenspieler Daun nach einem Larsen-Pass und der Mintal-Kopfballverlängerung durchstoßen ließ, lag der Club überraschend in Führung. Daun hatte die Kugel gerade noch an dem herauslaufen Torwart Skov-Jensen vorbeigespitzelt und über den Innenpfosten seinen ersten Saisontreffer markiert. Sicherheit brachte die Führung allerdings nicht ins Nürnberger Spiel. Bochum dominierte, hatte aber im Abschluss kein Glück. Lokvenc köpfte über den Kasten (26.) und Hajto verlängerte mit dem Schädel eine Edu-Flanke an den Innpfosten, doch der Ball sprang ins Feld zurück und wurde aus der Gefahrenzone befördert (29., übrigens der 18. VfL-Alutreffer in der laufenden Saison). Der Club hatte bei seinen wenigen Gegenstößen drei mittelprächtige Möglichkeiten: Mintals Schuss wurde von Skov-Jensen abgewehrt; Wagefeld jagte einen Freistoß übers Tor und Daun scheiterte ebenfalls am VfL-Schlussmann. Spielerisch stärker war vor der Pause aber der Gast.

Für den vorne unglücklich operierenden Bechmann brachte Neururer nach der Pause Diabang, doch der VfL wusste auch im zweiten Durchgang wenig mit seinem Übergewicht anzufangen, denn die Club-Abwehr stand inzwischen recht sicher. Das Spiel blieb insgesamt aber auf einem äußerst bescheidenen Niveau. Nürnberg konzentrierte sich auf das Halten der knappen Führung und den Westdeutschen fehlten über weite Strecken die Mittel, tatsächliche Torgefahr aufzubauen. In der 72. (Edu), 74. (Misimovic) und 83. Minute (Diabang) hätte der VfL den Ausgleich jedoch machen müssen. Vor allem Edus Großchance - er traf drei Meter vor dem Tor nur Torwart Schäfer - hätte die Wende einleiten können. Nachdem Diabang vergeben hatte, fiel im Gegenzug die Vorentscheidung durch Toptorjäger Mintal. Lagerblom und Kießling hatten über rechts vorbereitet, der Slowake Preuß ausgetrickst und humorlos per Flachschuss vollendet (84.). Bochums verzweifeltes Anrennen setzte sich zwar bis zum Abpfiff fort und ein Kopfballtor von Meichelbeck in der Nachspielzeit brachte den VfL noch auf 1:2 heran, doch am Sieg des keineswegs überzeugenden Clubs gab es nichts mehr zu rütteln.
Spieltag

32. Spieltag

Samstag, 07.05.2005 Stuttgart1:0Hannover
Samstag, 07.05.2005 Hertha BSC3:1Wolfsburg
Samstag, 07.05.2005 Leverkusen3:0Rostock
Samstag, 07.05.2005 Bielefeld0:2Schalke
Samstag, 07.05.2005 Freiburg1:2K´lautern
Samstag, 07.05.2005 Mainz2:4B. München
Samstag, 07.05.2005 Nürnberg2:1Bochum
Sonntag, 08.05.2005 Hamburg0:0M´gladbach
Sonntag, 08.05.2005 Dortmund1:0Bremen

„Ich kann nicht viel falsch machen. Ich hole den Würfelbecher raus und ermittele so die Spieler, die ich in der Abwehr aufbiete.”

— Klaus Toppmöller angesichts der Verletzungsprobleme in Leverkusen