Musste lange warten, war dann aber sogleich erfolgreich: Clint MathisWährend Hannover unbedingt den ersten Dreier unter Dach und Fach bringen wollte, versuchten die Schalker ihre Erfolgsgeschichte unter Interimscoach Eddy Achterberg fortzusetzen. Eines der beiden Vorhaben misslang gründlich.
Es schien ein temporeiches Spiel zu werden, wenn man die ersten Spielminuten als Maßstab heranzog. Jedes Team hatte einen Hochkaräter vorzuweisen, doch die Torleute Enke und Rost waren bei den Möglichkeiten für Lincoln und Christiansen auf der Hut. Was so schwungvoll begann, sollte aber nach einer Viertelstunde in die Untiefen belanglosen Ballgeschiebes abgleiten. Die Risikofreudigkeit in der Vorwärtsbewegung tendierte immer extremer gegen Null, so dass nicht nur übernächtigte Zuschauer arge Probleme hatten, ihre Augen offen zu halten. Zuspiele endeten im Nichts oder beim Gegner bzw. gingen zurück, um diese beiden scheinbar einzigen Alternativen nach vorne auszuschalten.
Auch der zweite Durchgang lebte von der Stärke der gut positionierten Abwehrreihen, die sich keine Blöße gaben. Die "BamS" hielt dazu berechtigter Weise fest, dass es in 41 Jahren Bundesligageschichte wohl kaum ein Spiel gab, in dem weniger Tormöglichkeiten zu sehen waren. Und: Es sei ein real gewordener Lehrfilm für den Titel "So langweilig kann Fußball sein". Gut siebzig Minuten hatten sich die Zuschauer mehr mit sich selbst beschäftigen müssen, da kamen die Schalker dann doch noch gefährlich vor das Tor der Niedersachsen. Zuerst kratzte Christiansen (!) einen Bordon-Kopfball von der Torlinie, dann nickte Asamoah eine weitere Böhme-Ecke an die Querlatte. Zwei Einwechslungen entschieden die Partie. Schalkes Vermant verlor ein Mittelfeldduell, Christiansen kam am linken Flügel zu einer feinen Flanke und der seit einer Minute auf dem Platz befindliche Mathis kickte die Kugel humorlos ins lange Eck (83.). Als die Gäste dann alles nach vorne warfen, sah man zwar ihr Engagement, aber keine wirklich gefährliche Szene vor dem Tor von 96-Keeper Enke. Hannover freute sich somit über den ersten Saisonerfolg, während sich die Schalker Fans in die Zeit vor der Gute-Laune-Eddy-Ära zurückversetzt fühlten.
Hannover 96
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Clint Mathis | 83. | (Rechtsschuss, Christiansen) |
Aufstellung Hannover![]() |
|
|---|---|
| Robert Enke | (3,0) |
| Steven Cherundolo | (3,5) |
| Per Mertesacker | (3,0) |
| Vinicius Bergantin | (2,5) |
| Altin Lala | (3,5) |
| Christoph Dabrowski | (4,0) |
| Ricardo Sousa | (5,0) |
| Julian de Guzman | (3,5) |
| Jirí Stajner | (5,0) |
| Thomas Christiansen | (2,5) |
| Mohamadou Idrissou | (3,5) |
Aufstellung Schalke |
|
|---|---|
| Frank Rost | (3,0) |
| Christian Poulsen | (3,0) |
| Marcelo José Bordon | (4,0) |
| Mladen Krstajic | (3,5) |
| Christian Pander | (4,0) |
| Gustavo Antonio Varela | (5,0) |
| Niels Oude Kamphuis | (4,0) |
| Levan Kobiashvili | (4,0) |
| Lincoln | (4,0) |
| Gerald Asamoah | (3,5) |
| Ebbe Sand | (5,0) |
Wechsel Hannover![]() |
|
|---|---|
| Roman Wallner für Ricardo Sousa |
(―) (67.) |
| Clint Mathis für Jirí Stajner |
(―) (82.) |
| Daniel Stendel für Thomas Christiansen |
(―) (90.) |
Wechsel Schalke |
|
|---|---|
| Jörg Böhme für Christian Pander |
(4,5) (46.) |
| Sven Vermant für Gerald Asamoah |
(―) (81.) |
Karten Hannover![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Julian de Guzman |
Karten Schalke |
|
|---|---|
| keine |
Trainer Hannover![]() |
|---|
| Ewald Lienen |
Trainer Schalke |
|---|
| Eddy Achterberg |