Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Wolfsburg - 1. FC Kaiserslautern

Tragische Schlussminute für Lautern

Mit einem nicht unhaltbaren Freistoß erfolgreich: Martin PetrovMit einem nicht unhaltbaren Freistoß erfolgreich: Martin Petrov

Der Überraschungsleader der Liga verlängerte sein 2:1-Ergebnis-Abo um eine weitere Last-Minute-Variante, während sich die Pfälzer immerhin als unbequemes Auswärtsteam bestätigten.

In die Gänge kam die Partie nur langsam. Wolfsburgs Dreh- und Angelpunkt D'Alessandro war zwar wieder genesen, doch seine Mitspieler halsten ihm zuviel Verantwortung auf, taten selbst für die Vorwärtsbewegung zuwenig. Da Riedl dem argentinischen Olympiasieger zudem arg auf den Füßen stand, stockte das Aufbauspiel der Gastgeber zu Beginn deutlich. Kaiserslautern versuchte gleichwertig mitzumischen, blieb im Angriff allerdings gleichfalls ohne Esprit. Somit fiel das erste Tor des Spiels überraschend und aus einer Standard-Situation. Petrov zirkelte einen Freistoß aus knapp 25 Metern zwar gekonnt über die Mauer, doch Ersatztorwart Ernst hätte das Ding eigentlich entschärfen müssen. So lenkte er den Schuss ins eigene Netz und sein Team lag zurück (13.). Das Wolfsburger Spiel lief danach wesentlich flüssiger, doch es fehlte im FCK-Strafraum an den nötigen Ideen und der entsprechenden Durchschlagskraft. Eine Viertelstunde vor der Pause wurden die Gäste allerdings stärker, hätten fast einen Elfmeter herausgeholt (38.), verzeichneten ansonsten aber keine echte Torchance. Der VfL musste verletzungsbedingt früh auf seine Achse Thiam (21.) und D'Alessandro (38.) verzichten, was das Lauterer Übergewicht zum Ende des ersten Durchgangs begünstigte.

Temposteigerung war nach dem Seitenwechsel angesagt. Gefahr drohte allerdings nur durch Fernschüsse. So trafen Sarpei (50.) und Altintop (57.) jeweils nur das Gestänge. Schnell gespielt wurde alsbald aber immer seltener. Fehlpässe häuften sich und auf Torchancen musste eine zeitlang gänzlich verzichtet werden. So schien die Partie in Richtung 1:0-Erfolg für die Wölfe dahin zu plätschern. Als eine Flanke von Engelhardt von links jedoch das gesamte Personal im Strafraum hinter sich ließ und am zweiten Pfosten anlandete, war Jancker zur Stelle und hämmerte den Ball unter die Latte (82.). Das Spiel schien gelaufen und die Punkteteilung wäre dem Spielverlauf nach auch angemessen gewesen. Dann landete ein Freistoß jedoch bei den sich um die Kugel bemühenden Topic und Hertzsch. Bei dem unübersichtlichen Zweikampf prallte der Ball (wahrscheinlich) von der Hand des VfL-Stürmers ab und im Torraum quer zur Torlinie auf den einschussbereiten Klimowicz zu, der das Spielgerät zum glücklichen Sieg der Wölfe über die Linie drückte (90.). Die überaus unglückliche Niederlage für die tapferen Pfälzer war somit perfekt.

Spielstatistik VfL Wolfsburg - 1. FC Kaiserslautern

VfL Wolfsburg

-

1. FC Kaiserslautern

2:1 (1:0)

Bundesliga 2004/2005, 6. Spieltag
25.09.2004, 15:30 Uhr
18.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
1:0 Martin Petrov 13. (Freistoß)
1:1 Carsten Jancker 82. (Rechtsschuss, Engelhardt)
2:1 Diego Fernando Klimowicz 90. (Rechtsschuss, Topic)
Wechsel K´lautern
Jochen Seitz
für Selim Teber
(4,0)
(57.)
Jürgen Gjasula
für Thomas Riedl
(―)
(72.)
Kamil Kosowski
für Halil Altintop
(―)
(85.)
Karten Wolfsburg
Gelb für Martin Petrov
Karten K´lautern
Gelb für Dimitrios Grammozis
Gelb für Halil Altintop
Gelb für Jochen Seitz
Gelb für Timo Wenzel
Gelb für Ferydoon Zandi