Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Bochum - Hansa Rostock

Hansas Serie in Bochum hielt

Erfolgreich mit einem "Flatterball": Rade PricaErfolgreich mit einem "Flatterball": Rade Prica

Das Bochumer Ruhrstadion erwies sich für Hansa Rostock auch in der laufenden Saison als gutes Umfeld, um die allergröbsten Sorgen bzw. untersten Tabellenränge hinter sich zu lassen. Seit nunmehr acht Spielzeiten wurde nicht mehr beim VfL verloren.

Die ersten Tormöglichkeiten der Partie hatte zwar die Neururer-Truppe, doch weder Zdebel (10.) noch Wosz (20.) wussten diese zu nutzen. Diese beiden Chancen blieben im ersten Durchgang auch die einzigen Highlights der Gastgeber, die sich ansonsten regelmäßig in der dicht gestaffelten Abwehr der Mecklenburger verrannten. Wesentlich flüssiger liefen die Gegenaktionen der Gäste ab, die mit drei Angreifern aufliefen und unverkennbar den Sieg im Visier hatten. Vor allem im zweiten Abschnitt der ersten Hälfte dominierten sie die Partie und erspielten sich einige brisante Szenen vor dem Tor von van Duijnhoven. David Rasmussen (38.), di Salvo (42.) und Prica (44.) gingen allerdings recht fahrlässig mit ihren guten Chancen um, zeigten aber die Schwächen der Bochumer Defensive, in der Knavs verletzungsbedingt fehlte, deutlich auf.

Das gesteigerte Engagement der Hausherren nach dem Pausentee war unübersehbar. Kreativität schien den VfL-Angreifern jedoch ein Fremdwort zu sein, denn vor größere Aufgaben wurde die Abwehrarbeit der Rostocker nicht gestellt, auch wenn zweimal Lokvenc und einmal Bechmann in Tornähe waren, aber wenig Durchschlagendes zustande brachten. Hansas Angriffe hatten dagegen weitaus mehr Drive. Das entscheidende Tor sollte somit auch den Gästen gelingen. Von Allbäck per Querpass eingesetzt, zog Prica mit dem Ball unbedrängt bis auf ca. 25 Meter Torentfernung davon und wuchtete einen so genannten "Flatterball" in Richtung VfL-Tor. Dieses Geschoss überraschte van Duijnhoven total, der wie angewurzelt den wahrlich nicht unhaltbaren Ball passieren ließ (75.). Umständlich blieb das Bochumer Angriffsspiel auch in der Schlussphase und nachdem Madsen per Kopfstoß in der vorletzten Spielminute das leere Tor verfehlt hatte, waren die Rostocker in der Tabelle am Revier-Club, der sich dadurch mitten in der Abstiegszone platzierte, vorbeigezogen.

Spielstatistik VfL Bochum - Hansa Rostock

VfL Bochum

-

Hansa Rostock

0:1 (0:0)

Bundesliga 2004/2005, 8. Spieltag
16.10.2004, 15:30 Uhr
Ruhrstadion (Bochum), 24.900 Zuschauer
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Tore
0:1 Rade Prica 75. (Rechtsschuss, Allbäck)
Wechsel Bochum
Christoph Preuß
für Tomasz Zdebel
(4,5)
(60.)
Zvjezdan Misimovic
für Dariusz Wosz
(―)
(69.)
Filip Trojan
für Philipp Bönig
(―)
(79.)
Wechsel Rostock
Delano Hill
für Marcus Allbäck
(―)
(80.)
René Rydlewicz
für David Rasmussen
(―)
(86.)
Thomas Meggle
für Thomas Rasmussen
(―)
(90.)
Karten Bochum
Gelb für Raymond Kalla
Gelb für Martin Meichelbeck
Karten Rostock
Gelb für Denis Lapaczinski
Gelb für Marcus Allbäck
Gelb für Rade Prica