Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Bayer Leverkusen

Hertha weiter im Aufschwung

Flott am linken Flügel - eiskalt beim 1:0: GilbertoFlott am linken Flügel - eiskalt beim 1:0: Gilberto

Schneller als erwartet änderten sich die Vorzeichen für die Berliner. Mit dem zweiten Sieg in Folge katapultierte sich das Team auf Platz sieben, während sich Leverkusen nach der dritten Auswärtsschlappe hintereinander einen Platz dahinter festsetzte.

Selbstbewusst gingen die Gastgeber die ersten Spielminuten an, nutzten die überraschend häufig auftretenden technischen Unzulänglichkeiten der Werkself allerdings erst nach 39 Minuten zählbar aus. Zuvor hatten Gilberto und Marx gute Chancen noch gute Chancen sein gelassen, doch als Bobic Gilberto steil schickte, kickte der Linksfuß die Kugel humorlos ins lange Eck. Bayer war es vor dem Treffer gelungen, die Anfangsnervosität etwas abzustreifen und die Partie ausgeglichener zu gestalten. Das Rezept, mit Fernschüssen zum Erfolg zu kommen (Ramelow, Freier), ging jedoch nicht auf. Zudem hemmten die Ungenauigkeiten im Spielaufbau die Kombinationen der Gäste erheblich. Hertha spielte dagegen wesentlich flüssiger und ballsicherer, hatte sich somit den knappen Vorsprung zur Pause verdient, auch wenn die Augenthaler-Truppe in den letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel etwas aufkam. Fiedler meisterte dabei in der 41. Minute einen Ramelow-Kopfball, dem etwas die Genauigkeit fehlte.

Fehlpässe bestimmten das Bayer-Spiel auch zu Beginn des zweiten Durchgangs. Hertha legte dagegen nach. Spielgestalter Marcelinho bediente Marx ca. 20 Meter vor dem Tor, der aus halbrechter Position abzog und satt ins rechte obere Dreieck des Bayer-Kastens traf (52.). Von diesem Treffer aufgeschreckt, klappte in den Folgeminuten plötzlich das Kurzpassspiel der Gäste wie in besten Zeiten. Das Resultat war das Anschlusstor durch Schneider, der nach der Auswechselung Pontes hinter den Spitzen agierte und nach einem Doppelpass die Lücke fand und Fiedler das Nachsehen gab (54.). Die Berliner konzentrierten sich danach vermehrt auf ihre verstärkte Defensivarbeit und hatten Erfolg damit, den Spielfluss der Werkself, die wieder in den Trott der ersten Hälfte zurückfiel, zu unterbinden. Nach einem Abspielfehler von Balitsch nutzten sie zudem die Gunst des Augenblicks. Marx spielte zu Bobic, der als einzige Hertha-Spitze die Bayer-Abwehr gut beschäftigte, über dessen Weitergabe Marcelinho in Ballbesitz kam. Der Flachschuss des Brasilianers entschied das Spiel endgültig (77.). Resolutes Dagegenhalten und Aufbäumen konnte in der Schlussphase bei der Bayer-Truppe nicht mehr registriert werden, so dass die Berliner das 3:1 problemlos über die Zeit spielten.

Spielstatistik Hertha BSC - Bayer Leverkusen

Hertha BSC

-

Bayer Leverkusen

3:1 (1:0)

Bundesliga 2004/2005, 8. Spieltag
16.10.2004, 15:30 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 47.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore
1:0 Gilberto 39. (Linksschuss, Bobic)
2:0 Thorben Marx 52. (Rechtsschuss, Friedrich)
2:1 Bernd Schneider 54. (Linksschuss, Freier)
3:1 Marcelinho 77. (Linksschuss, Bobic)
Wechsel Hertha BSC
Christian Müller
für Yildiray Bastürk
(―)
(73.)
Nando Rafael
für Fredi Bobic
(―)
(80.)
Andreas Neuendorf
für Marcelinho
(―)
(90.)
Wechsel Leverkusen
Hanno Balitsch
für Robson Ponte
(4,5)
(46.)
Andrej Voronin
für Franca
(5,0)
(59.)
Marko Babic
für Paul Freier
(―)
(69.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Niko Kovac
Gelb für Arne Friedrich
Gelb für Thorben Marx
Gelb für Josip Simunic
Karten Leverkusen
Gelb für José Roque Junior
Gelb für Jens Nowotny