Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 23.400 · Schiedsrichter: Hyang-Ok Ri

» Rückspiel: 3:2

Viel Leerlauf

Lief mit Gänsehaut auf, wurde gleich getunnelt, aber dann immer stärker: Nuri Sahin
Die beiden UI-Cup-Loser gierten nach Wiedergutmachung im Bundesligageschäft. Über weite Teile der Partie boten die Kontrahenten allerdings Fußball-Magerkost. Bestenfalls die Anfangs- und Schlussphase hatten Oberklassenformat.

Der VfL schien die Borussen zu Beginn an die Wand spielen zu wollen. Wuchtige Angriffswellen schlugen gegen die BVB-Deckung und prägten das Geschehen in den ersten Spielminuten. Ein Abseitstor von Klimowicz (3.) und eine Großchance für Neuzugang Hanke (7.) machten Geschmack auf mehr. Das 1:0 durch Klimowicz fiel demzufolge wie eingeplant: D´Alessandro hatte einen Eckstoß von rechts auf den bedrängten Hanke gezogen, dessen Kopfballweiterleitung vom Argentinier mit etwas Glück über die Torlinie gestochert wurde (9.). Ein Koller-Kopfball, der knapp vorbei strich (13.), ließ vermuten, dass sich ein viel versprechendes Hin und Her entwickeln könnte, doch nach dieser BVB-Chance tat sich vor beiden Toren bis zum Pausenpfiff kaum mehr Bemerkenswertes. Zu sicher standen die Abwehrreichen; zu einfallslos agierten die Angreifer auf beiden Seiten. Das müde Fehlpassfestival konnte die gut 23.000 Besucher zu Recht nicht begeistern. Vor allem der 16jährige Sahin bekam den anfangs allgegenwärtigen D´Alessandro immer besser in den Griff.

Während Wolfsburg auch nach der Pause im gleichen Trott fort fuhr, kam Dortmund mutiger aus der Kabine. Nach ersten Versuchen von Kringe und Buckley war es der von Arminia Bielefeld zu den Borussen gewechselte Südafrikaner, der ein sehenswertes Dreiecksspiel einleitete, das über Koller und Smolarek zum Ausgleich führte (55.). Dieser Treffer war jedoch nicht der Startschuss für einen besseren Spielabschnitt. Die Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten in der Vorwärtsbewegung dominierten und hätte nicht D´Alessandro mit einer Direktabnahme geglänzt, die knapp ihr Ziel verfehlte (73.), wäre manch Zuschauer kläglich eingenickt. In der 81. Minute änderte sich der beklagenswerte Zustand der Partie dramatisch. Buckley setzte Rosicky am linken Flügel ein, der per Außenrist mit rechts auf den langen Koller flankte, gegen dessen Kopfball Jentzsch ohne Abwehrchance blieb. Ehe sich Dortmund versah, war aber auch Weidenfeller erneut geschlagen. D´Alessandro zirkelte einen Freistoß von rechts auf den zweiten Pfosten und Hofland nickte, von Metzelder ungenügend betreut, humorlos zum 2:2 ein (82.). Auch die letzten Minuten blieben spannend, doch das Ergebnis veränderte sich nicht mehr.

Ulrich Merk
Spieltag

 

1. Spieltag

Freitag, 05.08.2005 B. München3:0M´gladbach
Samstag, 06.08.2005 Hannover2:2Hertha BSC
Samstag, 06.08.2005 FC Köln1:0Mainz
Samstag, 06.08.2005 Duisburg1:1Stuttgart
Samstag, 06.08.2005 Hamburg3:0Nürnberg
Samstag, 06.08.2005 Wolfsburg2:2Dortmund
Samstag, 06.08.2005 Bremen5:2Bielefeld
Sonntag, 07.08.2005 Frankfurt1:4Leverkusen
Sonntag, 07.08.2005 Schalke2:1K´lautern

„Wissen Sie, wer mir am meisten Leid tat? Der Ball.”

— Franz Beckenbauer zum Niveau der deutschen Nationalmannschaft