Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfB Stuttgart - Hertha BSC

Unterhaltsamer Schlagabtausch

Sein 2:1 war besonders sehenswert: CacauSein 2:1 war besonders sehenswert: Cacau

In einer abwechslungsreichen Partie mit sechs unterhaltsamen Toren lohnte sich der Aufwand im Ergebnis für beide Teams nur bedingt, denn das eine Pünktchen auf der Habenseite half keinem der Kontrahenten so richtig weiter.

Schon in den ersten Minuten wurde gradlinig der Weg zum Tor gesucht. Tiffert scheiterte nach drei Unrzeigerumdrehungen an Fiedler und Cairo war auf der Gegenseite mit einem deftigen Knaller erfolgreich, den Ersatztormann Heinen allerdings hätte abwehren müssen, anstatt ihn ins Toreck abprallen zu lassen (8.). Hertha blieb im Vorwärtsgang und hatte die verunsicherten Schwaben sicher im Griff. Allerdings taten die Berliner insgesamt zu wenig nach vorne, ließen den Ball im ersten Durchgang jedoch geschickt durch die eigenen Reihen laufen. Von einem guten Schussversuch Marx' abgesehen, fehlte es an wirklich guten Aktionen vor den Toren. Die Führung der Hauptstädter zur Pause entsprach dem Spielverlauf.

Stuttgart kam mit frischem Personal (Grönkjaer und Cacau) und wie verwandelt aus den Kabinen. Nach zwei guten Chancen für den Dänen und Magnin fiel der nunmehr verdiente Ausgleich. Cacaus Flanke hatte Delpierre auf Ljuboja weitergeleitet, der nur noch abstauben brauchte (52.). Hertha hatte den Faden verloren, der VfB setzte weiter nach und ging in der 66. Minute in Front. Cacau war ein tolles Geschoss aus 16 Metern ins Dreieck gelungen. Doch die Götz-Elf schlug nach dem Anstoß umgehend zurück. Marcelinho riss mit einem Flachpass in die Mittelstürmerposition die VfB-Deckung auf und Rafael vollendete (67.). Die Herthaner fanden damit wieder zu ihrer Sicherheit zurück und vollendeten die nächste Wende dieser Partie in der 76. Minute: Marcelinho drückte eine Fahti-Flanke über die Torlinie. Mit Gomez brachte Trapattoni für die Schlussphase einen weiteren Angreifer und machte alles richtig. Der Stuttgarter wurde an der Strafraumgrenze von Tiffert mit dem Rücken zum Tor angespielt, drehte sich geschickt um Simunic herum und pfundete die Kugel in herrlicher Art zum 3:3 in die Maschen (83.). Beide Teams mühten sich in den Schlussminuten noch in Richtung Siegtreffer, doch es blieb beim Gleichstand in einem Spiel, das sein Eintrittsgeld allemal wert war.

Ulrich Merk

Spielstatistik VfB Stuttgart - Hertha BSC

VfB Stuttgart

-

Hertha BSC

3:3 (0:1)

Bundesliga 2005/2006, 11. Spieltag
29.10.2005, 15:30 Uhr
Gottlieb-Daimler-Stadion (Stuttgart), 40.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)
Tore
0:1 Ellery Cairo 8. (Rechtsschuss)
1:1 Danijel Ljuboja 52. (Linksschuss, Delpierre)
2:1 Cacau 66. (Rechtsschuss)
2:2 Nando Rafael 67. (Rechtsschuss, Marcelinho)
2:3 Marcelinho 76. (Linksschuss, Fathi)
3:3 Mario Gomez 83. (Linksschuss, Tiffert)
Wechsel VfB Stuttgart
Jesper Grönkjaer
für Zvonimir Soldo
(3,0)
(46.)
Cacau
für Marco Streller
(3,0)
(46.)
Mario Gomez
für Christian Gentner
(―)
(78.)
Wechsel Hertha BSC
Nando Rafael
für Marko Pantelic
(3,0)
(64.)
Andreas Neuendorf
für Oliver Schröder
(―)
(69.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Ellery Cairo
Gelb für Josip Simunic