Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Schauinsland-Reisen-Arena (Duisburg) · Zuschauer: 30.300 · Schiedsrichter: Manuel Gräfe

» Rückspiel: FC Köln - Duisburg 3:1

1:1
(1:1)

Kopf an Kopf

Nach längerer Flaute wieder treffsicher: Lukas Podolski
In einem hektischen, aber auch spannenden Abstiegskampf teilten sich die zwei westdeutschen Kontrahenten die Punkte. Zu Beginn der Durchgänge war der MSV präsent, danach hatten die Kölner meist bessere Szenen, bis sich in der Schlussphase dann nochmals die Gemüter erhitzten.

Abtasten statt Sturmdrang war zu Beginn die Devise beider Teams, dennoch bedeutete die erste gute Torchance das 1:0 für die Gastgeber. Abstimmungsprobleme zwischen Grammozis und Matip ließen Ahanfouf zentral vor dem Tor nach einer Lottner-Flanke an den Ball kommen. Der Goalgetter des MSV reagierte eiskalt und schoss halbhoch ins Netz (5.). Während sich Köln im Spielaufbau durch regelmäßige Abspielfehler hervortat, lief es bei den Zebras flüssiger. Aber nur mit Fernschüssen sorgten beide Teams punktuell für Gefahr, echte Tormöglichkeiten waren indes kaum auszumachen. Der Ausgleichstreffer nach einer knappen halben Stunde kam demzufolge recht überraschend. Rahn hatte die Kugel weit nach vorne gedroschen, Podolski war schneller als Möhrle am Ball, umkurvte Keeper Koch und schob das Runde ins Gehäuse (29.). Zwischen 1:1 und Pausenpfiff zerfaserte die Partie aufgrund mehrerer Fouls und vieler Nickligkeiten und bot keine fußballerischen Höhepunkte mehr.

Erneut starteten die Duisburger etwas besser, hatten durch einer Meyer-Schuss, der knapp vorbei ging (51.) und Lottner, der acht Minuten später ähnlich nahe ans Tor zielte, gute Gelegenheiten, wieder in Front zu gehen. Doch der MSV hielt das Niveau nicht, sondern geriet gegen die sich steigernden Geißböcke alsbald arg ins Schwimmen. Scherz verpasste kurz hintereinander den Einschuss (69., 70.), Streit schoss am Tor vorbei (73.) und erneut Scherz, der einen Fehler von Koch nicht nutzte, da Meyer rechtzeitig klärte (75.), hätten das 2:1 machen müssen. Die letzten zehn Minuten spielten sich dann wieder vorwiegend in der Kölner Spielhälfte ab, doch nur ein Kopfball von Ahanfouf hatte die Qualität, ein Treffer werden zu können, ging jedoch auch knapp vorbei (82.). Zwei Minuten später trafen plötzlich FC-Kicker Albert Streit und MSV-Coach Norbert Meier an der Außenlinie aufeinander, sahen sich Kopf an Kopf tief in die Augen und lagen beide plötzlich nach einem kleinen Stirn-Nicker von Meier auf dem Boden. Der Spieler sah rot und der Trainer verschwand nach einem Schiri-Verweis in den Katakomben. Die letzten Minuten waren nur noch Beiwerk, der eine Punkt für die Abstiegskandidaten zudem wenig hilfreich.

Ulrich Merk
Spieltag

14. Spieltag

Samstag, 26.11.2005 B. München2:1Mainz
Samstag, 26.11.2005 Hannover5:1K´lautern
Samstag, 26.11.2005 Leverkusen0:1Hamburg
Samstag, 26.11.2005 Schalke2:1Bremen
Samstag, 26.11.2005 Wolfsburg0:0Bielefeld
Samstag, 26.11.2005 Nürnberg1:2Dortmund
Sonntag, 27.11.2005 Frankfurt1:1Stuttgart
Sonntag, 27.11.2005 Hertha BSC2:2M´gladbach
Dienstag, 06.12.2005 Duisburg1:1FC Köln

„Ich glaube nicht, daß wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre.”

— Uli Hoeneß