Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart

Stuttgart zum neunten Mal Remis

Erzielte den sehenswerten Ausgleich: Danijel LjubojaErzielte den sehenswerten Ausgleich: Danijel Ljuboja

Ein launiges Fußballspiel in Frankfurt, das beide Teams hätten gewinnen können. Stuttgart suchte lange nach dem Roten Faden im Spielaufbau, konnte aber immer wieder kleinere Angriffswellen entwickeln. Die Hausherren hingegen hätten zur Halbzeit höher führen müssen, wirkten am Ende zu kraftlos, um beharrlicher auf Sieg zu spielen.

Zum allerersten Mal vertraute Trapattoni der gleichen Elf wie im Spiel zuvor. Kollege Funkel hingegen musste den verletzten Ochs ersetzen. Für ihn spielte Chris, außerdem wurde Köhler durch Huggel ersetzt. Es ging eigentlich munter los auf dem Rasen. Stuttgart merkte man etwas Aufwind an, nachdem unter der Woche ein wichtiger Sieg im UEFA-Cup gelungen war. Der Ball lief geschmeidig durch die eigenen Reihen, allerdings ließ die kompakte Frankfurter Truppe keine großen Chancen zu. Nach einer Viertelstunde übernahmen die Hausherren dann auch das Zepter und gingen prompt in Führung. Ein Copado-Freistoß von der rechten Außenbahn wurde von Hitzlsperger leicht abgefälscht. Dadurch ließ sich Magnin irritieren und Amanatidis durfte am Fünfmeterraum relativ unbedrängt hochsteigen. Unhaltbar für Hildebrand nickte ausgerechnet der Ex-Stuttgarter zur Frankfurter Führung ein (19.). Das nahm den Gästen sichtlich den Wind aus den Segeln. Viel zu umständlich spielten sie in die Spitze, immer weniger Pässe kamen an und wie so oft wurde eine Schaltzentrale im Mittelfeld schmerzlich vermisst. Dennoch kam der VfB fast zum Ausgleich, als der Ball nach einer Magnin-Flanke irgendwie bei Tomasson landete und dieser das Leder sehenswert per Fallrückzieher am Kasten vorbeisetzte (29.). Gefährlicher aber blieb Frankfurt. Wieder Amanatidis mit einem Kopfball (32.) sowie auch Meier per Fuß hätten durchaus das 2:0 erzielen können. Als auch noch Rehmer frei stehend daneben köpfte (44.), durfte sich Stuttgart zur Pause gut bedient fühlen.

Nach dem Wechsel hing sich der VfB ein wenig mehr rein und kam zumindest zu mehr Ballkontakten. Für echte Torchancen allerdings fehlte es dann doch am nötigen Spielwitz. Und doch stand es dann urplötzlich 1:1. Hitzlsperger spielte einen schönen Ball auf den stark abseitsverdächtigen Ljuboja. Sehr gekonnt nahm der Serbe den Ball mit der Brust an und hob ihn im Fallen über den herauseilenden Nikolov ins Tor (63.). Etwas glücklich der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt, doch plötzlich mochten die Schwaben sogar auf drei Punkte spielen, drängten jetzt ihrerseits die Hausherren hinten rein. Die größte Chance vereitelte Nikolov, als Ljuboja völlig unbedrängt aus zwölf Metern zum Schuss kam (80.). Aber auch Frankfurt blieb durch Konter gefährlich, suchte immer wieder den flinken Amanatidis, bis dieser dann verletzt raus musste. Beide hätten das Spiel noch gewinnen können, insofern konnte die Punkteteilung letztlich niemand unverdient nennen.

Maik Großmann

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart

Eintracht Frankfurt

-

VfB Stuttgart

1:1 (1:0)

Bundesliga 2005/2006, 14. Spieltag
27.11.2005, 17:30 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 41.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Tore
1:0 Ioannis Amanatidis 19. (Kopfball, Copado)
1:1 Danijel Ljuboja 63. (Linksschuss, Hitzlsperger)
Wechsel Frankfurt
Daniyel Cimen
für Christoph Preuß
(4,0)
(46.)
Du-Ri Cha
für Marko Rehmer
(―)
(76.)
Arie van Lent
für Ioannis Amanatidis
(―)
(82.)
Wechsel VfB Stuttgart
Mario Carevic
für Silvio Meißner
(3,0)
(46.)
Mario Gomez
für Martin Stranzl
(4,0)
(56.)
Karten Frankfurt
Gelb für Jermaine Jones
Gelb für Alexander Meier
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Zvonimir Soldo