Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Kaiserslautern - FC Schalke 04

Slomka feierte gelungenes Debüt

Reihte sich nach überstandener Ladehemmung wieder bei den Torschützen ein: LincolnReihte sich nach überstandener Ladehemmung wieder bei den Torschützen ein: Lincoln

Mit dem 2:0-Erfolg seiner Schalker beim akut abstiegsgefährdeten FCK nahm Mirko Slomka als neuer Trainer der Knappen erst einmal jeder Diskussion um seine umstrittene Berufung den Wind aus den Segeln.

Das Spiel im Lauterer Fritz-Walter-Stadion war von Beginn an hart umkämpft. Schalke wusste sich jedoch besser in Szene zu setzen und kam nach zwölf Minuten zum Führungstreffer. Lincoln verwertete aus fünf Metern eine scharfe Hereingabe von Ernst. Sands Handspiel im Mittelfeld, das dem Tor vorausgegangen war, entging Schiedsrichter Sippel. Lautern kämpfte sich nach dem Rückstand allerdings überzeugend zurück ins Spiel. Der erneut starke Altintop scheiterte aus linker Position im Strafraum an Poulsen, der für den bereits geschlagenen Schalker Keeper Rost rettete. Gerade in der ersten Hälfte war dem FCK der unbedingte Kampfeswille anzumerken, dementsprechend farbenfroh gab sich Schiri Sippel. Poulsen auf Schalker Seite und Lembi bei Kaiserslautern sahen nach einem Handgemenge Gelb, Sand kassierte für ein Handspiel die Gelbe Karte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Schalke den Druck. Lincoln scheiterte an Torwart Jürgen Macho, der den Schuss des Brasilianers aus fünf Metern mustergültig entschärfte. Lautern wusste gegen den inzwischen stabilen Abwehrverband der Schalker kein richtiges Mittel. Erstes Aufblitzen Lauterer Gegenwehr dann in der 54. Minute: Altintop zog aus fünf Metern den Ball jedoch über das Tor. FCK-Trainer Wolf leitete die nächste Phase der Aufholjagd mit der Hereinnahme des erst 18 Jahre alten Sebastian Reinert ein, der für Bellinghausen in die Partie kam (67.) Kurz darauf war es erneut Altintop, der aus 13 Metern den Ball am Kasten von Rost vorbeischoss. Nach 77 Spielminuten entschied ein Strafstoß für die Schalker dann die Partie. Lauterns Neuzugang Höiland hatte Kuranyi im Strafraum zu Boden gezogen, Kobiashvili ließ sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen. Letztlich spielte die Mannschaft von Mirko Slomka den Sieg locker nach Hause und bescherte ihrem Coach damit einen gelungen Einstand. Der Erfolg sollte das zuletzt doch reichlich strapazierte Klima auf Schalke erst einmal beruhigen. Lautern hingegen wankte weiterhin gefährlich und müsste sich deutlich steigern, um dem wie 1996 drohenden Sturz in die Zweite Liga zu entgehen.

Jan-Christoph Poppe

Spielstatistik 1. FC Kaiserslautern - FC Schalke 04

1. FC Kaiserslautern

-

FC Schalke 04

0:2 (0:1)

Bundesliga 2005/2006, 18. Spieltag
29.01.2006, 17:30 Uhr
Fritz-Walter-Stadion (Kaiserslautern), 35.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
0:1 Lincoln 12. (Rechtsschuss, Ernst)
0:2 Levan Kobiashvili 78. (Foulelfmeter, Höiland an Kuranyi)
Wechsel K´lautern
Sebastian Reinert
für Axel Bellinghausen
(―)
(67.)
Daniel Halfar
für Mihael Mikic
(―)
(78.)
Wechsel Schalke
Gerald Asamoah
für Ebbe Sand
(―)
(80.)
Sören Larsen
für Kevin Kuranyi
(―)
(85.)
Thomas Kläsener
für Rafinha
(―)
(90.)
Karten K´lautern
Gelb für Hervé Nzelo Lembi
Gelb für Marco Engelhardt
Karten Schalke
Gelb für Dario Rodriguez
Gelb für Christian Poulsen
Gelb für Ebbe Sand