Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Borussia Dortmund - 1. FC Kaiserslautern

Knipser gesucht

Sicherte dem BVB einen hochverdienten Dreier: Florian KringeSicherte dem BVB einen hochverdienten Dreier: Florian Kringe

Der BVB verpasste in einem über weite Strecken einseitigen Spiel einen Kantersieg gegen harmlose Lauterer. Die auf dem Platz befindlichen Stürmer der Schwarz-Gelben hatten ihren Namen nicht verdient. Nur die ständig aufrückenden Dedé und Kringe beförderten das Runde ins Eckige.

In der ersten Halbzeit lief das Spiel nur in eine Richtung, da die Hausherren den FCK vom Anpfiff weg gewaltig unter Druck setzten. Doch vor dem Tor offenbarte der BVB die gewohnten Schwächen im Abschluss. Ohne die verletzten Koller und Amoah fehlte weiterhin der entscheidende Knipser. Die Außenstürmer Odonkor und Buckley dribbeln ihren Gegenspielern zwar regelmäßig Knoten in die Beine, ließen aber vor dem Gehäuse die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Ebenso erging es dem seit Wochen glücklosen Smolarek. Neben der schwachen Chancenverwertung verhinderten der Pfosten und ein starker Gäste-Keeper Fromlowitz einen deutlichen Rückstand der Pfälzer in der Anfangsphase. Erst in der 25. Minute brach Dedé den Bann, nachdem Skela den Ball in Höhe des eigenen Strafraums gegen Sahin leichtfertig verlor. Dieser brachte die Kugel geschickt zum brasilianischen Außenverteidiger, der zunächst Hertzsch düpierte und anschließend mit seinem schwachen rechten Fuß aus 12 Metern elegant einschob. Das Spiel blieb auch danach absolut einseitig, weil Lautern nahezu jeden Zweikampf verlor und sich vollkommen desolat präsentierte. Erst mit dem Pausenpfiff stellten die Roten Teufel den Spielverlauf komplett auf den Kopf, als Skela einen Freistoß aus 18 Metern halblinker Position genau in die Torwartecke schlenzte, die Gentenaar bereits verlassen hatte (45.). Mit diesem mehr als schmeichelhaften Remis wurden die Seiten gewechselt.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich nichts an der klaren Dortmunder Überlegenheit. Lediglich die Großchancen stellten sich nicht mehr in der gewohnten Häufigkeit ein, da Kaiserslautern nun besser in die Zweikämpfe fand. So vergingen bis zum erneuten Führungstreffer für die Gastgeber knapp zwanzig Minuten. Dann tankte sich Odonkor erneut auf der rechten Seite durch und flankte auf den zweiten Pfosten, wo Buckley den Ball mit einem artistischen Seitfallzieher wieder in die Mitte beförderte. Dort war Kringe aus sieben Metern per Drop-Kick in die kurze Ecke zur Stelle (64.). Die Wolf-Schützlinge fanden auf den erneuten Rückstand kaum eine Antwort und wurden nur bei den wenigen Standards gefährlich. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich versäumte Sanogo nach einem Skela-Freistoß mit seinem Kopfball an die Latte (69.). Auf der anderen Seite zirkelte Degen das Spielgerät per Außenrist ebenfalls nur ans Aluminium (72.). In der Schlussphase kontrollierten die Borussen das Geschehen, ohne jedoch den entscheidenden Treffer nachzulegen. Dennoch schaukelten sie den knappen Erfolg mühelos über die Zeit und blieben im Dunstkreis des begehrten fünften Platzes. Die Pfälzer präsentierten sich größtenteils nicht bundesligatauglich.

Kai Endres

Spielstatistik Borussia Dortmund - 1. FC Kaiserslautern

Borussia Dortmund

-

1. FC Kaiserslautern

2:1 (1:1)

Bundesliga 2005/2006, 26. Spieltag
18.03.2006, 15:30 Uhr
Signal Iduna Park (Dortmund), 70.100 Zuschauer
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Tore
1:0 Dédé 25. (Rechtsschuss, Sahin)
1:1 Ervin Skela 45. (Freistoß)
2:1 Florian Kringe 64. (Linksschuss, Buckley)
Wechsel Dortmund
Tomas Rosicky
für Nuri Sahin
(―)
(66.)
Salvatore Gambino
für David Odonkor
(―)
(88.)
Wechsel K´lautern
Mihael Mikic
für Balazs Borbely
(5,0)
(38.)
Daniel Halfar
für Sebastian Reinert
(―)
(71.)
Ferydoon Zandi
für Jon Inge Höiland
(―)
(76.)
Karten Dortmund
keine
Karten K´lautern
Gelb für Balazs Borbely
Gelb für Boubacar Sanogo