Brachte zusätzlichen Schwung in Werders Spiel: Patrick OwomoyelaMit dem Dreier in Frankfurt festigte Werder seinen Anspruch auf einen Champions League-Platz, während die Hessen ihre Talfahrt in Richtung Abstiegsränge fortsetzten und ihren Anhängern wenig Hoffnung vermittelten, diese in absehbarer Zeit zu beenden.
Fast wäre Amanatidis in der dritten Spielminute ein Paukenschlag gelungen, doch der Grieche setzte die Kugel aus spitzem Winkel nur an den Außenpfosten. Werder sicherte durch sein kontrolliertes Spiel in der eigenen Hälfte in der Folgezeit jedoch den hinteren Bereich konzentrierter ab und nahm der Eintracht somit den ersten Angriffsschwung. Vor dem Gehäuse der Hausherren jedoch hatten die Hanseaten wenig Aufregendes zu bieten, denn Ungenauigkeiten im Abspiel auf die Spitzen wurden zur Regel. Frankfurt verlegte sich aufs Kontern, hatte aber auch nur durch Amanatidis, der den Ball nach 17 Minuten per Kopfstoß übers Tor bugsierte, eine gute Möglichkeit zur Führung. Ansonsten verlegten sich die Hausherren darauf, die Kombinationen des SVW im Mittelfeld durch kampfstarke Einsätze zu unterbinden, was dem Unterhaltungswert des Spieles nur bedingt gut tat. Drei Aktionen fielen vor der Pause noch auf: Zuerst musste Wiese nach einer Kollision mit Huggel rückenverletzt seinen Platz für Vander freimachen (29.). Wenig später durfte Frankfurts Torwart Nikolov einen abgefälschten Naldo-Freistoß entschärfen. In der 43. Minute säbelte zudem Vasovski Valdez radikal um, der im zweiten Durchgang durch Klasnic ersetzt werden musste. Eine wahrlich dürftige fußballerische Ausbeute der Akteure vor dem Seitenwechsel.
Werder setzte nach der Pause die ersten guten Akzente. Mehr als einen Borowski-Schuss, den Nikolov per Fußabwehr meisterte (52.), gab es in Tornähe jedoch nicht zu bewundern. Der Schütze beherrschte gemeinsam mit Micoud jedoch immer deutlicher das Mittelfeld, während Frankfurt kaum noch etwas für den konzentrierten Spielaufbau zuwege brachte. Mit Owomoyela wechselte Werder-Trainer Schaaf einen weiteren Aktivposten ein, der seine Kollegen mit einem Außenpfostenschuss begrüßte (67.). Drei Minuten später die Vorentscheidung: Rehmer hatte Klose per Trikotzupfer daran gehindert, einen Nachschuss anzusetzen und der Führende der Torjägerliste erzielte vom Punkt aus seinen 20. Saisontreffer. Auch in der Schlussphase waren die Bremer näher am 2:0 als die Gäste am Ausgleich, den Vander in der 78. Minute verhinderte, indem er Köhlers Freistoß aus dem Giebel fischte. Werders weitere Chancen verteilten sich auf Klose (72.), Owomoyela (82.) und Borowski (87.). Das 1:0 für den CL-Aspiraten ging unterm Strich in Ordnung.
Ulrich Merk
Eintracht Frankfurt
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Miroslav Klose | 70. | (Foulelfmeter, Rehmer an Klose) |
Aufstellung Frankfurt![]() |
|
|---|---|
| Oka Nikolov | (2,0) |
| Daniyel Cimen | (3,0) |
| Aleksandar Vasoski | (3,0) |
| Marko Rehmer | (4,5) |
| Marco Russ | (3,5) |
| Patrick Ochs | (4,0) |
| Benjamin Huggel | (3,0) |
| Christoph Spycher | (4,0) |
| Alexander Meier | (5,0) |
| Ioannis Amanatidis | (3,5) |
| Benjamin Köhler | (3,5) |
Aufstellung Bremen |
|
|---|---|
| Tim Wiese | (3,0) |
| Petri Pasanen | (4,0) |
| Naldo | (3,0) |
| Frank Fahrenhorst | (3,0) |
| Christian Schulz | (3,0) |
| Daniel Jensen | (4,5) |
| Jurica Vranjes | (3,0) |
| Tim Borowski | (4,0) |
| Johan Micoud | (3,5) |
| Miroslav Klose | (3,0) |
| Nelson Valdez | (4,0) |
Wechsel Frankfurt![]() |
|
|---|---|
| Stefan Lexa für Patrick Ochs |
(―) (75.) |
| Francisco Copado für Christoph Spycher |
(―) (84.) |
Wechsel Bremen |
|
|---|---|
| Christian Vander für Tim Wiese |
(2,5) (29.) |
| Ivan Klasnic für Nelson Valdez |
(4,0) (46.) |
| Patrick Owomoyela für Daniel Jensen |
(3,5) (64.) |
Karten Frankfurt![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Aleksandar Vasoski |
| Gelb für | Marco Russ |
Karten Bremen |
|
|---|---|
| Gelb für | Jurica Vranjes |
| Gelb für | Miroslav Klose |
| Gelb für | Frank Fahrenhorst |
| Gelb für | Christian Schulz |
Trainer Frankfurt![]() |
|---|
| Friedhelm Funkel |
Trainer Bremen |
|---|
| Thomas Schaaf |