Traf erstmals seit Mai 2004: Hamit AltintopBielefelds Defensivtaktik machte den Königsblauen über weite Strecken der Partie schwer zu schaffen. Zwei Unsicherheiten des ansonsten sicheren DSC-Torhüters Hain aber verhalfen der Slomka-Truppe noch zu einem Zwei-Tore-Vorsprung.
Die über 60.000 Besucher in der Veltins-Arena sahen zwar einen offensiv ausgerichteten Tabellenvierten, doch bis auf einige Halbchancen ließ die kompakte Arminen-Deckung kaum etwas anbrennen. Fehler und Ungenauigkeiten beim Spiel auf die Angriffsspitzen ließen den Schalker Ansturm immer wieder verpuffen. Allerdings hatten die Gäste nicht einmal ansatzweise aussichtsreiche Konter im Programm, nimmt man einen Masmanidis-Schuss aus, der genau in den Armen des mittig im Tor stehenden Rost landete (4.). Als die Hausherren nach einer halben Stunde etwas druckvoller agierten, wäre ein Gegenzug, den Fink per Flugkopfball abschloss, jedoch fast eingeschlagen, verfehlte nämlich sein Ziel nur hauchdünn (38.). Zwei Minuten später lag der Ball doch noch im Netz der Betonabwehr aus Ostwestfalen. Eine Lincoln-Freistoß-Flanke landete auf Bordons Kopf, Hain wehrte zu kurz ab und Asamoah beförderte die aufprallende Kugel am zweiten Pfosten in die Maschen.
Schalkes Freude über den zarten Vorsprung verflog jedoch bereits fünf Minuten nach dem Seitenwechsel. Gabriel hatte ein Kopfballduell im Strafraum gewonnen, auf Mitspieler Küntzel weitergeleitet, der, vor dem Torraum postiert, optimal ins gegnerische Gehäuse verlängerte. Zwar traf Varela im Gegenzug den Pfosten, doch Schalke tat sich danach wieder ähnlich schwer wie in der ersten halben Stunde. Zeitweise sah die nun über eine längere Phase langweilige Partie so aus, als würde Bielefeld bei seinen Kontern einen Tick mehr Gefahr ausstrahlen. Masmanidis war nach 81 Minuten dann auch dicht vor dem 2:1 für den DSC, jagte das Spielgerät aber in guter Position weit über den Kasten. Besser machte es der eingewechselte Larsen auf der Gegenseite. Der Däne erreichte einen langen Ball von Bordon vor dem unmotiviert herauslaufenden Hain und hob ihn per Bogenlampe ins verwaiste Tor (80.). Den Arminen fehlten danach die Mittel, noch einmal zurückzukommen. Den Schlusspunkt setzte Hamit Altintop, der aus halbrechter Position, knapp 20 Meter vor dem Tor, abzog und Hain mit einem haltbaren Aufsetzer düpierte (88.). Während aufgrund des Werder-Sieges Schalke den CL-Platz entschwinden sah, feierten die Arminen den endgültigen Klassenerhalt, der, trotz der Niederlage, durch das Remis der Lauterer gesichert war.
Ulrich Merk
FC Schalke 04
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Gerald Asamoah | 40. | (Rechtsschuss, Bordon) |
| 1:1 | Marco Küntzel | 50. | (Kopfball, Gabriel) |
| 2:1 | Sören Larsen | 80. | (Linksschuss, Bordon) |
| 3:1 | Hamit Altintop | 88. | (Rechtsschuss) |
Aufstellung Schalke![]() |
|
|---|---|
| Frank Rost | (3,0) |
| Rafinha | (3,5) |
| Marcelo José Bordon | (4,0) |
| Dario Rodriguez | (3,0) |
| Levan Kobiashvili | (4,0) |
| Gustavo Antonio Varela | (3,5) |
| Lincoln | (3,5) |
| Fabian Ernst | (3,5) |
| Gerald Asamoah | (3,5) |
| Kevin Kuranyi | (4,0) |
| Ebbe Sand | (3,5) |
Aufstellung Bielefeld |
|
|---|---|
| Mathias Hain | (5,0) |
| Bernd Korzynietz | (3,0) |
| Petr Gabriel | (3,5) |
| Heiko Westermann | (3,0) |
| Markus Schuler | (3,5) |
| Rüdiger Kauf | (3,5) |
| Michael Fink | (4,0) |
| Radim Kucera | (4,0) |
| Ioannis Masmanidis | (4,5) |
| Marco Küntzel | (3,0) |
| Radomir Djalovic | (4,0) |
Wechsel Schalke![]() |
|
|---|---|
| Sören Larsen für Ebbe Sand |
(―) (72.) |
| Hamit Altintop für Gerald Asamoah |
(―) (76.) |
| Zlatan Bajramovic für Gustavo Antonio Varela |
(―) (82.) |
Wechsel Bielefeld |
|
|---|---|
| Tobias Rau für Markus Schuler |
(4,0) (46.) |
| Fatmir Vata für Radim Kucera |
(4,5) (46.) |
| Roberto Pinto für Marco Küntzel |
(―) (78.) |
Karten Schalke![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Kevin Kuranyi |
| Gelb für | Rafinha |
Karten Bielefeld |
|
|---|---|
| Gelb für | Marco Küntzel |
| Gelb für | Ioannis Masmanidis |
| Gelb für | Markus Schuler |
Trainer Schalke![]() |
|---|
| Mirko Slomka |
Trainer Bielefeld |
|---|
| Thomas von Heesen |