Empfahl sich mit seinem 2:2 nochmals bei seinem neuen Verein: Stefan KießlingNach dem Remis gegen den Club sank die Wahrscheinlichkeit, dass die Werkself Platz 5, den Rang zur direkten Qualifikation für den UEFA-Cup, noch verlieren würde. Immerhin war das Torverhältnis um zehn Zähler besser als das von Verfolger Hertha BSC. Der Club machte auch in Leverkusen eine gute Figur.
Abwechslungsreich startete die Partie und bot feine Torszenen vor beiden Gehäusen. Die besten Möglichkeiten der ersten zwanzig Spielminuten hatten Berbatov (5.), Saenko (9.) und Rolfes (19.), allesamt hochkarätig. Während Leverkusen dann aber seine Offensivbemühungen zeitweise arg zurück fuhr, wurde der Club nach einer knappen halben Stunde immer kecker. Innerhalb weniger Minuten gab es mehrere Einschusschancen, doch erst als der Ball nach einem Eckstoß zwischen Freund und Feind hin und her pendelte, letztlich auf dem Schlappen von Mnari landete, klingelte es, denn der Tunesier traf die Kugel optimal und jagte sie aus gut 20 Metern in den rechten oberen Giebel (36.). Bayer wirkte paralysiert, kam vor der Pause nicht mehr in die Gänge und verteidigte nur noch den knappen Rückstand.
Davon war nach der Pause kaum mehr etwas zu spüren. Die Werkself stürmte wie besessen und kam prompt in der 49. Minute zum Ausgleich. Schneiders Eckball war von Juan per Kopf zu Berbatov weitergeleitet worden, der sich nicht zweimal bitten ließ und flach einschoss. Danach bestimmte Leverkusen zwar deutlich das Geschehen, ließ kaum noch Gegenzüge der Gäste zu, hatte im personell überbelegten Strafraum des Clubs aber arge Schwierigkeiten, den entscheidenden Abschluss zu finden. Erspähte die Werkself selten genug doch einmal eine Lücke, war Schlussmann Schäfer auf der Hut. Gegen Ende der Partie aber überschlugen sich die Ereignisse nochmals. Krzynoweks Freistoß köpfte Berbatov zwar noch knapp vorbei (86.), doch als Pinola Voronin unsaft stoppte war der Bulgare vom Elfmeterpunkt erfolgreich (90.). Da Bayer den Club jedoch in der Nachspielzeit noch einmal gewähren ließ, schlugen die Franken erbarmungslos zu. Ausgerechnet Leverkusens Neuzugang für die Folgesaison, Stefan Kießling, schloss einen letzten Gegenzug, über Banovic vorbereitet, trocken aus 16 Metern ab. Zufrieden durften beide Teams dennoch mit dem Punktgewinn sein.
Ulrich Merk
Bayer Leverkusen
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Jawhar Mnari | 36. | (Rechtsschuss, Kristiansen) |
| 1:1 | Dimitar Berbatov | 49. | (Rechtsschuss, Juan) |
| 2:1 | Dimitar Berbatov | 90. | (Foulelfmeter, Pinola an Voronin) |
| 2:2 | Stefan Kießling | 90. | (Rechtsschuss, Banovic) |
Aufstellung Leverkusen![]() |
|
|---|---|
| Jörg Butt | (3,0) |
| Clemens Fritz | (3,0) |
| Jens Nowotny | (2,5) |
| Juan | (2,0) |
| Fredrik Stenman | (3,5) |
| Bernd Schneider | (3,5) |
| Carsten Ramelow | (3,5) |
| Simon Rolfes | (4,0) |
| Jacek Krzynowek | (4,0) |
| Dimitar Berbatov | (1,5) |
| Tranquillo Barnetta | (4,0) |
Aufstellung Nürnberg |
|
|---|---|
| Raphael Schäfer | (2,5) |
| Dominik Reinhardt | (3,0) |
| Mario Cantaluppi | (3,0) |
| Glauber | (3,0) |
| Horacio Javier Pinola | (3,5) |
| Jan Kristiansen | (4,0) |
| Jan Polak | (3,5) |
| Jawhar Mnari | (2,5) |
| Ivan Saenko | (3,5) |
| Stefan Kießling | (3,0) |
| Robert Vittek | (4,0) |
Wechsel Leverkusen![]() |
|
|---|---|
| Andrej Voronin für Tranquillo Barnetta |
(3,5) (46.) |
| Marko Babic für Simon Rolfes |
(―) (72.) |
| Gonzalo Castro für Jens Nowotny |
(―) (90.) |
Wechsel Nürnberg |
|
|---|---|
| Ivica Banovic für Jan Kristiansen |
(―) (78.) |
| Marek Nikl für Glauber |
(―) (78.) |
Karten Leverkusen![]() |
|
|---|---|
| keine |
Karten Nürnberg |
|
|---|---|
| Gelb für | Jawhar Mnari |
| Gelb für | Horacio Javier Pinola |
| Gelb für | Robert Vittek |
Trainer Leverkusen![]() |
|---|
| Michael Skibbe |
Trainer Nürnberg |
|---|
| Hans Meyer |