Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

Ein Tor und viel Dahingeplätscher

Für das einzige Highlight dieser Partie verantwortlich: Diego Fernando KlimowiczFür das einzige Highlight dieser Partie verantwortlich: Diego Fernando Klimowicz

Weder ein Punkt, noch ein Tor war den Frankfurtern bislang in Wolfsburg gelungen. Auch der Auftritt in dieser Saison änderte nichts an dieser Negativserie. Allerdings bekleckerten sich die Wölfe gegen die harmlosen Hessen auch nicht gerade mit Ruhm.

Kurz vor dem Spiel entschied sich, dass Frankfurt erstmals seinen dritten Tormann Zimmermann zwischen die Pfosten stellen musste. Der Keeper bekam jedoch kaum eine Gelegenheit, sein Können zu präsentieren. Wolfsburg erspielte sich zwar zu Beginn ein optisches Übergewicht, doch einzig ein Thiam-Kopfball nach einer guten Viertelstunde, der keinen Meter am Gästetor vorbei strich, deutete echte Gefahr an. Kurz darauf wurde die Eintracht etwas frecher. Lexa setzte Amanatidis ein, der bereits an Jentzsch vorbei war, doch Nezeri klärte auf der Torlinie (20.). Diese Möglichkeit sollte indes die einzige für das vorne überaus harmlose Funkel-Team bleiben. Obwohl vom Gastgeber auch wenig Sturmkraft entwickelt wurde, ging er in Front. Jentzsch hatte das Runde per Abschlag tief in die Eintracht-Hälfte befördert. Rehmer irrte unschlüssig zum Ball, Klimowicz packte sich das Spielgerät umso gradliniger, preschte einige Schritte über halbrechts gen Tor und zog flach aufs linke Eck ab. Zimmermann streckte sich vergeblich und der VfL führte überraschend (35.). Vier Minuten später hätte Hanke per Kopf erhöhen können, doch sein Abnicker glich eher einer Rückgabe für den jungen Frankfurter Schlussmann. Frankfurt blieb derweil konsterniert, bekam vor der Pause kaum mehr etwas auf die Reihe.

Zu loben war nach dem Wiederanpfiff vor allem die Defensive der Hessen, denn Wolfsburg fand keine Mittel und Wege, um das Tor von Zimmermann zu gefährden. Da auch für die Gäste nicht ein Gegenzug bis zum Torabschluss führte, muss man von einer ganz ganz dürftigen zweiten Halbzeit sprechen, die sich in unergiebigem Mittelfeldspiel verlor. Dass die Wölfe vorne nichts gebacken bekamen, lag vorwiegend an der guten Arbeit von D'Alessandro-Sonderbewacher Ochs, der dem Argentinier wirkungsvoll die Kreise beschnitt. Weil zudem die Frei- und Eckstöße ebensowenig Brisanz hervorriefen, plätscherte die Partie ohne Highlights bis zum Abpfiff dahin. Manch ein Zuschauer mag vielleicht sogar das einzige Tor vergessen haben als er aus seinem kurzen Nickerchen erwachte...

Ulrich Merk

Spielstatistik VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

VfL Wolfsburg

-

Eintracht Frankfurt

1:0 (1:0)

Bundesliga 2005/2006, 7. Spieltag
24.09.2005, 15:30 Uhr
17.100 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Mainz)
Tore
1:0 Diego Fernando Klimowicz 35. (Rechtsschuss, Jentzsch)
Wechsel Wolfsburg
Juan Carlos Menseguez
für Levan Tskitishvili
(4,0)
(45.)
Hans Sarpei
für Alex
(―)
(66.)
Stefan Schnoor
für Pablo Thiam
(―)
(79.)
Wechsel Frankfurt
Daniyel Cimen
für Marko Rehmer
(3,5)
(46.)
Alexander Meier
für Benjamin Huggel
(―)
(71.)
Arie van Lent
für Stefan Lexa
(―)
(80.)
Karten Wolfsburg
Gelb für Alex
Karten Frankfurt
keine