Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Arminia Bielefeld - Hertha BSC

Feines Bundesliga-Entertainment

Durfte sich oft genug auszeichnen: Christian FiedlerDurfte sich oft genug auszeichnen: Christian Fiedler

Die Kontrahenten bewiesen in ihrem Aufeinandertreffen in der Schüco-Arena, dass sie sich zu Recht im oberen Drittel des Klassements festgesetzt hatten. Über 21.000 Zuschauer hatten sich ein richtig unterhaltsames Spiel für ihren Besuch ausgesucht, dass mit einem angemessenen Remis endete.

Selbstbewusst griffen die zuletzt so erfolgreichen Arminen vom Start weg an und hielten die Hertha-Deckung in Atem. Wichniarek, Bollmann, Zuma und Böhme brachten die Kugel bei ihren guten Einschussmöglichkeiten jedoch nicht im Netz des aufmerksamen Fiedler unter. Unter kuriosen Bedingungen fiel in der 28. Minute dann doch der Führungstreffer für die munteren Ostwestfalen. Simunic ließ sich von einem kurzen Wink des Schiedsrichterassistenten irritieren, der eine Abseitsstellung des völlig allein gelassenen Zuma gesehen hatte. Da Schiri Kempter jedoch besser stand und regisitriert hatte, dass der Ball von van Burik zum Südafrikaner weitergeleitet worden war, ließ er das Spiel zu Recht weiterlaufen und Zuma nutzte seine unverhoffte Freiheit vor dem Kasten der Gäste zum überfälligen 1:0. Die zuvor überaus zurückhaltenden Berliner übernahmen wie aufgezogen nach diesem Fauxpas trotzig die Initiative und erspielten sich eine Reihe von prickelnden Strafraumszenen vor dem Arminen-Tor. Zwar sprang zuerst nur ein Pfostenschuss von Pantelic bei den emsigen Bemühungen um den Ausgleich heraus, aber dieser fiel -nicht überraschend- doch noch kurz vor dem Seitenwechsel. Kamper hatte seinem Gegenspieler überhastet im eigenen 16er den Ball in die Füße gespielt und Gilberto zog mit rechts unhaltbar ab und traf ins lange Eck (45.).

Der heftige Regen ärgerte die Akteure auf dem Platz in der ersten Viertelstunde nach der Pause so sehr, dass sich kein Team torreife Vorteile zu verschaffen wusste. Nach einer knappen Stunde Spielzeit jedoch ging der Gast plötzlich in Front. Van Burik hatte mit einem weiten Schlag seinen Angreifer Giminez erreicht, der sich nicht lange bitten ließ und trocken zum 2:1 vollendete. Natürlich rafften sich nun wieder die Bielefelder zu neuen Taten auf, erspielten sich eine Zeit lang jedoch keine hochkarätigen Möglichkeiten. Ein Eckball von Kobylik sprengte dann doch das Hertha-Abwehrgefüge, das erneut auf Nationalspieler Arne Friedrich verzichten musste. Kucera war in die hohe Hereingabe hineingerauscht und rammte die Kugel per Kopf in die Maschen (76.). Die Arminen waren in der Schlussviertelstunde dichter am 3:2 als die Gäste, doch weder Wichniarek noch Kobylik kamen am gut reagierenden Fiedler vorbei, so dass es bei einem Unentschieden der besseren Art blieb. Viele Torszenen, flotte Spielzüge und vier Tore hatten den Besuchern über weite Strecken der Partie feines Bundesliga-Entertainment beschert.

Ulrich Merk

Spielstatistik Arminia Bielefeld - Hertha BSC

Arminia Bielefeld

-

Hertha BSC

2:2 (1:1)

Bundesliga 2006/2007, 11. Spieltag
08.11.2006, 20:00 Uhr
Schüco-Arena (Bielefeld), 21.100 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)
Tore
1:0 Sibusiso Zuma 28. (Rechtsschuss)
1:1 Gilberto 45. (Rechtsschuss)
1:2 Christian Gimenez 58. (Rechtsschuss, van Burik)
2:2 Radim Kucera 76. (Kopfball, Kobylik)
Wechsel Bielefeld
Christian Eigler
für Jonas Kamper
(―)
(68.)
Thorben Marx
für Jörg Böhme
(―)
(76.)
David Kobylik
für Bernd Korzynietz
(―)
(76.)
Wechsel Hertha BSC
Patrick Ebert
für Ashkan Dejagah
(―)
(79.)
Christopher Samba
für Sofian Chahed
(―)
(85.)
Srdjan Lakic
für Christian Gimenez
(―)
(90.)
Karten Bielefeld
Gelb für Bernd Korzynietz
Karten Hertha BSC
Gelb für Kevin-Prince Boateng
Gelb für Dick van Burik
Gelb für Christopher Samba
Gelb für Andreas Neuendorf (auf der Bank.)