Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Rewirpower-Stadion (Bochum) · Zuschauer: 18.500 · Schiedsrichter: Lutz Wagner

» Rückspiel: 1:4

1:3
(0:2)
0:1 Barbarez (7.)
0:2 Voronin (32.)
1:3 Barnetta (71.)

Nutzlose Überzahl

Torschütze, Vorlagengeber und überhaupt bester Mann auf dem Platz: Andrej Voronin
Der VfL Bochum konnte vor eigener Kulisse den erhofften Aufwärtstrend nicht bestätigen und übernahm die Rote Laterne. In einem an Fehlern reichen Spiel blieb Bayer Leverkusen die kaltschnäuzigere Mannschaft und verbesserte sich mit dem 3:1 auf Tabellenplatz neun. Einer fortgesetzten Trainerdebatte in Bochum stand nun nichts mehr im Wege.

Von Beginn an diktierte Bayer das Spielgeschehen und hatte schon nach zwei Minuten die große Möglichkeit zur Führung. Rolfes kam ungehindert zum Kopfball, scheiterte aber aus knapp fünf Metern am Bochumer Schlussmann Bade. Gegen eine verunsicherte Reviertruppe, die zu keiner Zeit ihren Gelb-gesperrten Kapitän Zdebel ersetzen konnte, blieb Bayer am Drücker und erspielte sich weitere Chancen. Nur konsequent also, als der Ball nach einer Ecke von Schneider im Netz des Gastgebers zappelte – Barbarez hatte ins linke obere Toreck geköpft (7.). Frustration machte sich nun breit in Bochum. Nach 30 Minuten musste der VfL Drsek verletzungsbedingt gegen Iliceviv tauschen. Die offensichtliche Verwirrung nutze Voronin nach Zuspiel von Babic mit einem strammen Schuss zum verdienten 2:0 (32.).

Nach dem Wechsel brachte VfL-Trainer Koller Trojan für Grote, der, nur wenige Minuten im Spiel, von Freier umgehauen wurde. Den sehenswerten Freistoß verwandelte Ilicevic zum 1:2 (48.). Hoffnung witterte der Bochumer Anhang, als nur vier Minuten später erneut Freier unglücklich in seinen Gegenspieler rutschte. Diese eher harmlose Aktion bewertete der Schiedsrichter mit der zweiten Gelben. Eine halbe Stunde blieb dem VfL noch, um die numerische Überzahl zu nutzen. Doch immer wieder unterliefen der Elf haarsträubende Fehler im Aufbauspiel, zu nervös wirkten sie, während sich Bayer in der Folge auf gelegentliche, aber zielstrebige Konter verlegte. Nach einer schönen Kombination über den linken Flügel vollstreckte schließlich Barnetta zum finalen 3:1 (71.). Eine Antwort blieben die Bochumer indes schuldig und ergaben sich ihrem Schicksal. Der kurze Höhenflug der Bochumer mit dem Auswärtssieg in Hannover nahm ein jähes Ende. „Koller raus“, skandierte der enttäuschte Anhang nach Abpfiff und machte dem Ärger über die aktuelle Tabellensituation und die erneute Heimniederlage Luft – der VfL rutschte auf den letzten Platz. Bei Bayer hingegen schöpfte man Mut für die kommende Aufgabe. Um den Anschluss an die UEFA-Cup-Plätze zu halten, wäre ein Dreier gegen die Bayern von Vorteil. Bitter nur, dass der wieder erstarkte Freier nicht zur Verfügung stehen würde.

Paul Linke

Reservebank


14Ivo Ilicevic   (3,5)

21Filip Trojan  (4)

11Joris van Hout  (–)

 


(–) Stefan Kießling11

(–) Pierre De Wit32

Spieltag

11. Spieltag

Dienstag, 07.11.2006 Dortmund0:0Aachen
Dienstag, 07.11.2006 Nürnberg1:2Bremen
Dienstag, 07.11.2006 Stuttgart2:0Hamburg
Dienstag, 07.11.2006 Mainz1:2Wolfsburg
Mittwoch, 08.11.2006 B. München0:1Hannover
Mittwoch, 08.11.2006 M´gladbach0:2Schalke
Mittwoch, 08.11.2006 Bielefeld2:2Hertha BSC
Mittwoch, 08.11.2006 Bochum1:3Leverkusen
Mittwoch, 08.11.2006 Cottbus0:1Frankfurt

„Eine Katastrophe, eine einzige Peinlichkeit. Alle verstecken sich, keiner setzt ein Zeichen, tritt mal die Kabinentür ein. Am liebsten würde ich die Spieler würgen, aber wir brauchen sie ja noch.”

— Karl-Heinz Wildmoser nach dem 0:6 von 1860 München bei Hertha BSC