Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld

Gegenzüge von Format

Reihte sich in das wirkungsvolle DSC-Konterspiel erfolgreich ein: Marcel NdjengReihte sich in das wirkungsvolle DSC-Konterspiel erfolgreich ein: Marcel Ndjeng

Ein erneutes Ausrufezeichen setzten die vor der Saison zu den Abstiegskandidaten gezählten Bielefelder auch in Frankfurt, blieben im siebten Spiel hintereinander ohne Niederlage und zeigten erstmals und ausgiebig flotten, effektiven Konterfußball.

Eine knappe halbe Stunde lang mussten sich die Zuschauer im Frankfurter Stadionrund allerdings mit zaghaftem Fußball abfinden, der ohne wirkliche Torchancen über die Bühne ging. Im Aufbauspiel fehlte es an der erforderlichen Präzision und die Schussversuche, meist aus der zweiten Reihe abgegeben, waren das Eintrittsgeld nicht wert. Insgesamt aber hatte sich bereits in diesem Zeitraum angedeutet, dass der Ball etwas flüssiger durch die Arminen-Reihen lief. Flugs waren die Gäste dann auch durch Kamper zur Stelle, als Alex Meier in der Mitte der eigenen Hälfte ein fataler Fehlpass unterlief. Das präzise Abspiel des Dänen auf der rechten Außenbahn landete beim zeitig gestarteten Artur Wichniarek, der seinen guten Lauf einmal mehr bestätigte und über den Innenpfosten zum 1:0 traf (26.). Das Forechecking der Ostwestfalen blieb weiterhin die wirkungsvollste Waffe der Gästekicker auf dem Platz. Wichniareks nächster Schuss fegte allerdings über den Kasten der Hausherren. Frankfurt hatte einzig kurz vor dem Pausenpfiff durch einen Kyrgiakos-Kopfball nach einem Eckball die Chance zum Ausgleich, doch ein Bielefelder stand dem Einschlag abblockend im Weg.

Zehn Minuten lang sah es zu Beginn der zweiten Halbzeit so aus, als könnte die Eintracht endlich wirkungsvollen Angriffdruck beibehalten. Heraus kam dabei indes nur ein Kopfball von Meier, den Hain im DSC-Tor sicher entschärfte (46.). Bielefeld hatte selbst in dieser Phase immer wieder schnelle Gegenzüge parat, wurde, nachdem die Gastgeber wieder etwas nachließen, umgehend dreister. Als über Ndjeng auf Zuma ein trefflicher Konter lief und der Südafrikaner glänzend zum 2:0 abgeschlossen hatte (63.), war offensichtlich wer hier als Sieger vom Platz gehen würde. Schließlich stand die Arminen-Abwehr gewohnt stabil und die flinken Entlastungsangriffe des Teams hatten nahezu durchweg ansehbares Format. Dabei wäre es Zuma und Wichniarek möglich gewesen, das Ergebnis bereits locker hochzuschrauben, doch erst in der 84. Minute fiel das völlig verdiente 3:0 durch Ndjeng, dem sein Kollege Eigler aufgelegt hatte. Die Hessen hatten im zweiten Durchgang zwar auch insgesamt zwei Hochkaräter im Programm, doch Kyrgiakos und Takahara legten nicht die Kaltblütigkeit an den Tag, die nötig gewesen wäre, um die wenig überzeugende Eintracht noch einmal ins Spiel zu bringen. Von Heesens Elf dagegen belegte mit dieser Leistung einmal mehr eindrucksvoll, dass der aktuelle Tabellenplatz absolut gerechtfertigt war.

Ulrich Merk

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld

Eintracht Frankfurt

-

Arminia Bielefeld

0:3 (0:1)

Bundesliga 2006/2007, 12. Spieltag
11.11.2006, 15:30 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 35.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore
0:1 Artur Wichniarek 26. (Rechtsschuss, Kamper)
0:2 Sibusiso Zuma 63. (Rechtsschuss, Ndjeng)
0:3 Marcel Ndjeng 84. (Rechtsschuss, Eigler)
Wechsel Frankfurt
Michael Thurk
für Michael Fink
(4,5)
(46.)
Alexander Huber
für Patrick Ochs
(―)
(73.)
Benjamin Köhler
für Alexander Meier
(―)
(82.)
Wechsel Bielefeld
Marcel Ndjeng
für Jonas Kamper
(2,0)
(58.)
Christian Eigler
für Sibusiso Zuma
(―)
(75.)
Thorben Marx
für Artur Wichniarek
(―)
(87.)
Karten Frankfurt
Gelb für Benjamin Huggel
Gelb für Alexander Meier
Gelb für Albert Streit
Karten Bielefeld
Gelb für Jonas Kamper
Gelb für Bernd Korzynietz
Gelb für David Kobylik