Gute Entscheidung, ihn einzusetzen:
Frankfurt riss keine Bäume aus, doch gedenk der kraftsaugenden UEFA-Cup-Schlacht in Istanbul war das Pensum der Gäste erstaunlich. Umso ärmer wirkte in diesem Licht das Spiel der Berliner Hertha. Ein seltener Geistesblitz reichte aber trotzdem zum glücklichen Heimsieg.
Weil nicht nur Chahed gesperrt war, sondern vor allem Bastürk auch verletzt fehlte, hatte man sich in Berlin schon auf einen reizarmen Nachmittag einstellen müssen. Im Vergleich zum Leverkusen-Spiel versuchte es Falko Götz immerhin mit einer zweiten Spitze; Gimenez stürmte neben Pantelic. Wie auch die Angreifer der Gäste waren die beiden zunächst aber überhaupt nicht ins Spiel eingebunden. Frankfurt spielte verhalten, und Hertha fiel nichts ein. Erst nach einer Viertelstunde gefiel Pantelic mal mit einer Einzelaktion und traf aus gut 20 Metern direkt an den Innenpfosten. Der Serbe war es auch, der Herthas zweite Chance einleitete. Nach einem schönen Solo legte er quer auf Gimenez, der sofort abzog, aber an Chaftar hängen blieb (33.). Frankfurt konnte solche Möglichkeiten nicht vorweisen, war zu diesem Zeitpunkt aber keinesfalls unterlegen. Einige viel versprechende Konter versandeten erst spät und beeindruckten zudem mit hohem Tempo. Insofern war das 0:0 zur Pause nicht ungerecht.
Mit Wiederbeginn wurde die Eintracht etwas mutiger und schnürte die Platzelf für eine Weile hinten ein. Wieder aber wollten keine Chancen entstehen, was wiederum der verdienstvollen Berliner Abwehr geschuldet war. Als Huggel dann doch einmal durchkam und Köhler im Nachschuss ins Tor traf, erkannte der Unparteiische auf Abseits. Und damit hatte er Recht. Dann wiederum selbst in Rückstand zu geraten, hatte die Eintracht trotzdem nicht verdient. Erneut war es ein Zusammenspiel von Pantelic und Gimenez, das die Gäste-Abwehr aus den Angeln hob. Der Argentinier befreite sich schließlich mit einer kurzen Finte und schob gekonnt ins rechte Toreck ein (63.). Vielleicht hätte es Hertha sogar gekonnt, aber sie tat einfach nicht mehr, als die Führung stumpf zu verteidigen. Einige Male schienen die Hessen auch imstande, den Ausgleich noch zu schaffen. Doch ihr Schicksal blieb es, vergeblich nach Wegen zum Tor zu suchen, wobei am Ende tatsächlich auch die Kräfte schwanden. Durch die passable Abwehrleistung war Herthas Sieg daher nicht unverdient, im kreativen Bereich blieb allerdings gewaltig viel Luft nach oben.
Maik Großmann
Hertha BSC
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Christian Gimenez | 63. | (Rechtsschuss, Pantelic) |
Aufstellung Hertha BSC![]() |
|
|---|---|
| Christian Fiedler | (3,0) |
| Arne Friedrich | (3,5) |
| Josip Simunic | (3,5) |
| Gilberto | (3,0) |
| Andreas Schmidt | (3,5) |
| Pal Dardai | (3,5) |
| Kevin-Prince Boateng | (3,5) |
| Ashkan Dejagah | (4,0) |
| Chinedu Ede | (4,5) |
| Marko Pantelic | (2,5) |
| Christian Gimenez | (3,0) |
Aufstellung Frankfurt |
|
|---|---|
| Jan Zimmermann | (3,5) |
| Marko Rehmer | (3,5) |
| Sotirios Kyrgiakos | (3,5) |
| Aleksandar Vasoski | (4,5) |
| Mounir Chaftar | (3,0) |
| Patrick Ochs | (4,0) |
| Benjamin Huggel | (3,5) |
| Alexander Meier | (4,0) |
| Markus Weissenberger | (3,0) |
| Benjamin Köhler | (3,5) |
| Naohiro Takahara | (4,5) |
Wechsel Hertha BSC![]() |
|
|---|---|
| Andreas Neuendorf für Chinedu Ede |
(4,0) (61.) |
| Malik Fathi für Ashkan Dejagah |
(―) (77.) |
| Ellery Cairo für Gilberto |
(―) (84.) |
Wechsel Frankfurt |
|
|---|---|
| Michael Thurk für Naohiro Takahara |
(4,0) (62.) |
| Chris für Markus Weissenberger |
(―) (81.) |
Karten Hertha BSC![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Josip Simunic |
| Gelb für | Pal Dardai |
| Gelb für | Malik Fathi |
Karten Frankfurt |
|
|---|---|
| keine |
Trainer Hertha BSC![]() |
|---|
| Falko Götz |
Trainer Frankfurt |
|---|
| Friedhelm Funkel |