Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart

Nürnberger geizten gegen Schwaben nicht mit Toren

Entpuppte sich in seinem ersten Spiel gleich als Verstärkung: Vratislav GreskoEntpuppte sich in seinem ersten Spiel gleich als Verstärkung: Vratislav Gresko

Wie schon im Hinspiel wurde der VfB Stuttgart vom 1.FC Nürnberg regelrecht vorgeführt. Die Nürnberger verzückten mit technisch feinem Fußball und schönen Spielzügen, während die Schwaben nur durch Passivität glänzten.

Vor der Partie stand noch der Nürnberger Schlussmann Raphael Schäfer im Blickpunkt, der erst wenige Tage zuvor seinen baldigen Wechsel zum heutigen Gegner bekannt gegeben hatte. Aber es war sein Gegenüber Timo Hildebrand, der zuerst patzte. Einen Schuss von Vittek ließ der VfB-Goalie abprallen und Saenko sorgte im Nachsetzen für die verdiente Führung der Franken (25.). Vor den Augen von Bundestorwarttrainer Andreas Köpke machte Hildebrand seinen Fehler nur wenige Minuten später wieder gut. Nach Zuspiel von Pinola kam Saenko aus fünf Metern frei zum Schuss, aber der Stuttgarter Keeper war zu Stelle (27.). 33 Minuten vergingen, ehe die Schwaben ­ das einzige Mal in der ersten Halbzeit ­ gefährlich vor dem Kasten ihres zukünftigen Mitspielers auftauchten. Auf dem verschneiten Boden konnte Schäfer einen Diagonalschuss von Gomez nicht festhalten, so dass Cacau mühelos zum Ausgleich abstaubte.

Die zweite Halbzeit begann für die Mehrheit der gut 35.000 Zuschauer im Frankenstadion schon mal gut: Nicht nur, dass der Schnee sein Treiben in Nürnberg vorerst eingestellt hatte, die Heimelf profitierte auch von den besseren Bedingungen. Da Silva verlor den Ball vor dem Strafraum an Vittek. Der Slowake bediente seinen Landsmann Gresko, der mit einem Schuss in die linke untere Torecke Hildebrand keine Abwehrmöglichkeit ließ (50.). Als acht Minuten später der Stuttgarter Serdar Tasci, nach hartem Einsteigen von hinten gegen Pinola, des Feldes verwiesen wurde, schienen die Gäste endgültig auf der Verliererstraße zu sein. Knapp zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff gelang Markus Schroth ­ auf dem wieder verschneiten Parkett ­ das 3:1. Nach Flanke von Pinola köpfte der lange Mittelstürmer den Ball schulmäßig in die Maschen. Fast im Gegenzug hätte Hitzlsperger die Stuttgarter wieder ins Spiel bringen können, aber Wolf klärte in höchster Not auf der Linie. Statt den Anschlusstreffer zu erzielen, mussten die Schützlinge von Armin Veh ein weiteres Gegentor schlucken. Eine Vittek-Vorlage lenkte ausgerechnet der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Magnin unglücklich ins eigene Tor (77.). Der Sieg der Mannschaft von Trainer Hans Meyer ging auch in der Höhe in Ordnung. Selbst der sonst so kritische Übungsleiter war voll des Lobes, ob der Vorstellung seiner Schützlinge.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik 1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart

1. FC Nürnberg

-

VfB Stuttgart

4:1 (1:1)

Bundesliga 2006/2007, 18. Spieltag
27.01.2007, 15:30 Uhr
easyCredit-Stadion (Nürnberg), 35.100 Zuschauer
Schiedsrichter: Herbert Fandel (Kyllburg)
Tore
1:0 Ivan Saenko 25. (Linksschuss, Vittek)
1:1 Cacau 33. (Linksschuss, Gomez)
2:1 Vratislav Gresko 50. (Linksschuss, Vittek)
3:1 Markus Schroth 70. (Kopfball, Pinola)
4:1 Ludovic Magnin 77. (Eigentor, Vittek)
Wechsel Nürnberg
Jan Polak
für Horacio Javier Pinola
(―)
(82.)
Gerald Sibon
für Markus Schroth
(―)
(84.)
Ivica Banovic
für Jawhar Mnari
(―)
(87.)
Karten Nürnberg
Gelb für Robert Vittek
Gelb für Andreas Wolf
Karten VfB Stuttgart
Rot für Serdar Tasci (58.)
Gelb für Arthur Boka
Gelb für Pavel Pardo