Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Borussia-Park (Mönchengladbach) · Zuschauer: 33.100 · Schiedsrichter: Babak Rafati

» Hinspiel: Nürnberg - M'Gladbach 1:0

Bedingt bundesligatauglich

Einer der wenigen Lichtblicke: <br>Marcel Jansen
Jupp Heynckes wollte in der Lausitz gute Ansätze gesehen haben, die es gegen Nürnberg in einen Sieg zu münzen galt. Doch Gladbach enttäuschte wieder. Einer sehr fehlerhaften ersten folgte eine zumindest kämpferisch gehobene zweite Halbzeit. Zu keiner Zeit aber war die Platzelf in der Lage, den wahrlich schwachen Franken ein Spiel aufzuzwingen; und es stellte sich unweigerlich die Frage, wen die Borussen denn überhaupt noch besiegen wollten.

Nürnberg kam dem VfL nicht gerade zum besten Zeitpunkt vor die Flinte. Nach der schlimmen Pleite in Cottbus war der Druck auf einen Heimerfolg groß, allein in punkto Selbstvertrauen stellten die Gäste aber das weit stärkere Team. Schon der erste Durchgang jedoch musste Gladbachs Fans traurig machen. Selbst nach einer halben Stunde war nicht mehr als leichtes Bemühen zu sehen, das aber derart von Fehlern durchlöchert wurde, dass die Nürnberger überhaupt nicht in Bedrängnis kamen. Das einzige, was überhaupt als Torchance gelten konnte, war eine Aktion von Jansen, der ausgerechnet per Fallrückzieher erfolgreich sein wollte (40.); faktisch aber bekam Raphael Schäfer keinen einzigen Ball zu halten. Den verstörten und ungenauen Fohlen stand ein Club gegenüber, der technisch mit allem ausgestattet war, was Gladbach sich wünschte. Auch die Franken enttäuschten insofern, blieben sie doch nicht nur unter ihren eigenen Möglichkeiten, sondern auch unter denen, die Gladbach ihnen bot. Schroths Kopfball über die Latte war eine seltene Ausnahme, sonst hielten sich auch die Gäste in ihrer Risikobereitschaft arg zurück. Allerdings wurde Nürnberg schon früh im Spiel um ein Tor betrogen. Saenko nämlich stand vor seinem Schuss vom Strafraum zwar im Abseits (15.), der Pass aber war von einem Gladbacher gekommen, was ein weiteres Indiz für Gladbachs gruselige Vorstellung in Durchgang eins war.

Wenn man die Zuschauer nicht verlieren wollte, dann musste sich zumindest eine Mannschaft steigern. Und das taten dann die Gastgeber. Wenigstens bis zum Strafraum waren nun mehr Einsatzbereitschaft und ein gewisser Wille zu erkennen, der eine schwache Abwehr durchaus hätte aushebeln mögen. Nürnberg hatte eine solche aber nicht. Nur weil Schäfer eine Flanke unterlief, bekam der Däne Thygesen eine gute Kopfballmöglichkeit (48.); ein Schuss von Compper auf Zuspiel des agilen Jansen brachte schon etwas mehr Gefahr, doch ein Nürnberger rutschte noch dazwischen (56.). Überlegen war der VfL nun, doch er spielte nicht überlegt. Weder Insua noch Degen oder Polanski waren imstande, das Spiel der Fohlen derart zu prägen, dass eine Linie zu erkennen wäre. Svenssons große Chance zum 1:0 entstand aus einem Freistoß. Frei vor dem Tor köpfte der Däne aber daneben und vergab damit die letzte Möglichkeit zum Sieg (71.). Nürnberg hatte sich seine einzige Chance des zweiten Durchgangs noch aufgehoben, allerdings entsprang Nikls Flachschuss auch eher einer Verlegenheit (78.). Was die Franken nach dem Wechsel spielten, gab ohnehin Rätsel auf, zumal man nach dem Feuerwerk gegen Stuttgart doch einiges mehr hatte erwarten dürfen. Dass sie in diesem zähen Spiel weit unter ihren Möglichkeiten blieben, lag auf der Hand. Bei Gladbach hingegen war man nicht so sicher.

Maik Großmann
Spieltag

19. Spieltag

Dienstag, 30.01.2007 M'Gladbach0:0Nürnberg
Dienstag, 30.01.2007 Stuttgart3:2Bielefeld
Dienstag, 30.01.2007 Wolfsburg2:2Frankfurt
Dienstag, 30.01.2007 FC Bayern0:0Bochum
Mittwoch, 31.01.2007 Hannover5:0Hertha BSC
Mittwoch, 31.01.2007 Mainz1:0Dortmund
Mittwoch, 31.01.2007 Schalke2:1Aachen
Mittwoch, 31.01.2007 Hamburg1:1Cottbus
Mittwoch, 31.01.2007 Leverkusen0:2Bremen

„Die Eintracht ist vom Pech begünstigt.”

— Karl-Heinz Körbel