Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Schalke 04 - Alemannia Aachen

Kein normales Tor

Erst kein Glück und dann auch noch Pech:
Moses SichoneErst kein Glück und dann auch noch Pech:
Moses Sichone

Schalkes vierter Sieg in Folge war alles andere als ein Selbstläufer. Aufsteiger Aachen gefiel sich lange als Spielverderber und ging Mitte der ersten Halbzeit sogar in Führung. Zwei glückliche Ereignisse brachten den müden Gastgebern aber doch noch drei Punkte ein. Mit einem Handspiel verhalf Aachens Sichone den Knappen zunächst zum Ausgleich, um dann in der Spätphase des Spiels auch noch ein Eigentor zu schießen.

Zunächst sah es gar nicht danach aus, als sollte Schalke mit den Gästen Probleme bekommen. Eine ganze Weile sah sich Alemannia Aachen ausschließlich in der Defensive, musste gleich nach fünf Minuten einen Rodriguez-Kopfball von der Linie klären und hatte Glück, dass Varela wenig später freistehend daneben köpfte (15.). Völlig überraschend aber fiel dann das 0:1. Eine Flanke von links verpasste zunächst Rösler, doch von seinem Fuß sprang der Ball zu Ibisevic, der sofort abzog und aus zehn Metern wuchtig in die Maschen traf ­ allerdings roch es dabei stark nach Abseits. Insofern ging es wohl in Ordnung, dass auch die Schalker in der Folge etwas Glück hatten. Bei einem der vielen planlosen Angriffe sprang der Ball im Strafraum an Sichones Hand. Schiri Meyer entschied nicht sofort, sondern ließ sich zunächst auf intensive Diskussionen ein. Als er dann aber doch auf den Elfmeterpunkt zeigte, schritt Rafinha sicher zur Tat und besorgte den Ausgleich (23.). Das Spiel begann von neuem, doch Schalke hatte nicht mehr die Leichtigkeit aus dem Sieg in Frankfurt. Müde und behäbig bemühten sich die Gastgeber um Chancen, einzig Kuranyi aber kam überhaupt noch zum Schuss im ersten Durchgang (29.). Schon deutete sich an, dass Aachen sich bis zum Ende hinten reinstellen würde.

Genau das aber geschah nicht. Gerade fünf Minuten waren nach Wiederbeginn vorbei, da musste Neuer schon zweimal den erneuten Rückstand verhindern. In beiden Fällen hieß der Kontrahent Reghecampf, der erst aus der Distanz abzog und direkt danach mit einem Drehschuss Pech hatte (51.). Schalke fand zu keinem Spielfluss. Erst eine Ecke von der linken Seite brachte wieder Aufregung, wobei Bordons Kopfball aber durchaus ein Führungstor wert war ­ von der Unterkante der Latte sprang er wieder heraus (59.). Noch immer versuchten auch die Gäste, mit Gegenangriffen zu antworten, doch Schalke wurde immer dominanter und zeigte nun gelegentlich auch passable Ideen. Schon der eingewechselte Altintop konnte nur im letzten Moment am Schuss gehindert werden (70.), ausgerechnet die Aachener selbst aber sorgten wenig später dann für die Entscheidung. Kevin Kuranyi gönnte sich einen strammen Schuss von der rechten Seite, der das Tor zwar verfehlte, aber so unglücklich an Sichone abprallte, dass er schließlich doch im Netz landete (75.). Als sähen sie das als ihr Schicksal an, versuchten die Gäste nun kein einziges Mal mehr, zurück zum Remis zu gelangen. Aachen resignierte, und Schalke verwaltete. Hübsch war der Sieg am Ende nicht, aber unverdient noch weniger, allein weil Aachens einziges Tor gar nicht hätte zählen dürfen.

Maik Großmann

Spielstatistik FC Schalke 04 - Alemannia Aachen

FC Schalke 04

-

Alemannia Aachen

2:1 (1:1)

Bundesliga 2006/2007, 19. Spieltag
31.01.2007, 20:00 Uhr
Veltins-Arena (Gelsenkirchen), 61.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Tore
0:1 Vedad Ibisevic 17. (Rechtsschuss, Rösler)
1:1 Rafinha 23. (Handelfmeter, Handspiel: Sichone)
2:1 Moses Sichone 74. (Eigentor, Kuranyi)
Wechsel Schalke
Zlatan Bajramovic
für Dario Rodriguez
(4,0)
(46.)
Halil Altintop
für Gustavo Antonio Varela
(4,5)
(61.)
Hamit Altintop
für Lincoln
(―)
(77.)
Wechsel Aachen
Sascha Dum
für Sascha Rösler
(4,5)
(61.)
Marco Quotschalla
für Cristian Fiél
(―)
(79.)
Karten Schalke
Gelb für Rafinha
Karten Aachen
Gelb für Sascha Rösler