Ließ seine neuen Farben erstmals jubeln: Martin AmedickWie hätte es anders sein sollen!? Drei der letzten vier Aufeinandertreffen zwischen dem BVB und Mainz endeten mit einem 1:1. Und auch diesmal trennten sich die beiden Klubs mit diesem Ergebnis.
Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis die Gastgeber in Person von Alexander Frei, der nach einem Zuspiel des agilen Pienaar aus kurzer Entfernung deutlich verzog, erstmals gefährlich vor dem Tor von Dimo Wache auftauchten. Dass die Borussen zunächst solch arge Probleme mit dem Spielaufbau hatten, lag vor allem an der guten Organisation und dem vorbildlichen Zweikampfverhalten der Klopp-Truppe, die durch einen 15-Meter-Schuss von Feulner früh die Möglichkeit zur Führung hatte (4.). Nachdem abermals der ehemalige Kölner mit einem Distanzfreistoß an BVB-Keeper Weidenfeller gescheitert war (30.), übernahmen die Westfalen zunehmend das Kommando und brachten die gegnerische Hintermannschaft einige Male in die Bredouille. Ein Treffer wollte dabei allerdings nicht gelingen: Der von Kringe bediente Nelson Valdez scheiterte aus Nahdistanz mit einem Absatzkick an Wache (35.) und Sturmpartner Frei konnte eine Pienaar-Ecke wenige Minuten vor dem Pausenpfiff per Kopf ebenfalls nicht im Zielgebiet unterbringen.
Beste Unterhaltung bekamen die 70.100 Zuschauer im Signal Iduna Park zu Beginn des zweiten Durchgangs geboten. Nachdem Valdez nur den Pfosten getroffen hatte (47.), traten die 05er in Aktion. Allerdings blieb auch ihnen der Torjubel verwehrt, denn weder Diakite mit einem Heber innerhalb des Strafraums noch Damm, der eine Hereingabe von Azaouagh um Haaresbreite verpasste (51.), brachten Zählbares zustande. Fast im Gegenzug scheiterte Frei mit einem Versuch aus 17 Metern. Im Anschluss an diese Turbulenzen ließ die Intensität der Partie nach, wobei die van Marwijk-Elf weiterhin die größeren Spielanteile besaß. Eine Viertelstunde vor dem Ende läutete dann der eingewechselte Mainzer Edu mit einem knapp am Kasten vorbeifliegenden Schuss von der Strafraumgrenze die Schlussoffensive ein. Für die erhöhte Aktivität wurde zunächst die Borussia belohnt: In der 76. Minute krönte die Braunschweiger Neuverpflichtung und Bundesliga-Debütant Martin Amedick seinen gelungenen Auftritt mit einem Kopfballtreffer nach Flanke von Pienaar. Da wollte der Ex-Bochumer Edu, der ebenfalls erstmalig für seinen neuen Arbeitgeber auf dem Rasen stand, nicht zurückstehen und schloss 60 Sekunden später eine Einzelleistung mit dem Ausgleich ab. Trotz weiterer Bemühungen beider Seiten blieb es beim leistungsgerechten Remis.
Christian Brackhagen
Borussia Dortmund
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Martin Amedick | 76. | (Kopfball, Pienaar) |
| 1:1 | Edu | 77. | (Rechtsschuss, Amri) |
Aufstellung Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Roman Weidenfeller | (2,0) |
| Philipp Degen | (3,5) |
| Martin Amedick | (3,0) |
| Markus Brzenska | (4,0) |
| Dédé | (4,0) |
| David Odonkor | (4,5) |
| Marc-André Kruska | (3,0) |
| Steven Pienaar | (2,5) |
| Florian Kringe | (4,0) |
| Alexander Frei | (4,0) |
| Nelson Valdez | (3,5) |
Aufstellung Mainz |
|
|---|---|
| Dimo Wache | (3,0) |
| Du-Ri Cha | (4,0) |
| Manuel Friedrich | (2,5) |
| Nikolce Noveski | (4,0) |
| Marco Rose | (3,0) |
| Fabian Gerber | (3,5) |
| Milorad Pekovic | (4,0) |
| Markus Feulner | (2,5) |
| Mimoun Azaouagh | (3,5) |
| Tobias Damm | (4,0) |
| Bakary Diakité | (4,0) |
Wechsel Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Euzebiusz Smolarek für Alexander Frei |
(4,0) (64.) |
| Lars Ricken für Florian Kringe |
(―) (83.) |
Wechsel Mainz |
|
|---|---|
| Edu für Tobias Damm |
(2,5) (54.) |
| Chadlj Amri für Bakary Diakité |
(―) (70.) |
| Ranisav Jovanovic für Mimoun Azaouagh |
(―) (90.) |
Karten Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Euzebiusz Smolarek |
| Gelb für | Nelson Valdez |
Karten Mainz |
|
|---|---|
| Gelb für | Markus Feulner |
Trainer Dortmund![]() |
|---|
| Bert van Marwijk |
Trainer Mainz |
|---|
| Jürgen Klopp |