Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Olympiastadion (Berlin) · Zuschauer: 37.200 · Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees

» Rückspiel: 5:0

1:0 Pantelic (20.)
2:0 Dardai (31.)
3:0 Pantelic (63.)
4:0 Ebert (76.)
4:0
(2:0)

Von alter Dame überrollt

Kam wie ein Unwetter über Hannover: Yildiray Bastürk
Hannover musste schon nach zwei Spielen seine Ziele neu ausrichten. Hatte es beim 2:4 gegen Bremen noch passable Ansätze gegeben, so lagen die Niedersachsen in Berlin nun völlig neben der Spur. Hertha kontrollierte zu jeder Zeit das Spiel und zeigte längst verloren geglaubte Spielfreude. Sogar ein höherer Sieg war möglich.

Hannover war nicht gerade Herthas Lieblingsgegner. Nicht nur hatte es drei Jahre lang keinen Heimsieg gegeben, auch die Erinnerung an das fürchterliche 0:0 am letzten Spieltag der vorletzten Saison schmerzte noch immer. Es hatte die Berliner die Champions League gekostet. Diesmal aber ging die Hertha von Anfang an entschlossen zur Sache. Gute 15 Minuten dauerte die Abtastphase, danach drehten die Gastgeber auf. Ein kluger Flankenwechsel Gilbertos brachte Cairo an den Ball, der kurz in die Mitte schaute und direkt in den Lauf von Pantelic passte. Der Serbe schloss sicher ab, und Hertha führte mit 1:0 (20.). Das lockte Hannover etwas aus der Reserve, doch die drei Spitzen hatten überhaupt keinen Plan, wie dem Berliner Abwehrbollwerk beizukommen wäre. Statt dessen klingelte es wieder auf der anderen Seite, nachdem Bastürk bereits mehrere schnelle Konter initiiert hatte. Diesmal war es Gimenez, der zunächst Cherundolo nass machte, dann aus 18 Metern abzog und den Pfosten traf. Dardai nahm die Kugel auf und legte sie flach ins Eck (31.). Neururer reagierte und brachte Brdaric für den desolaten Yankov. Auch die Abwehr hätte aber eine Verstärkung vertragen. Nur Robert Enke war es zu verdanken, dass es zur Pause nur 2:0 hieß; mit dem Halbzeitpfiff vereitelte er eine Riesenchance von Pantelic.

Kurz nach Wiederbeginn war die Partie dann entschieden, denn Michael Tarnat holzte Cairo so übel um, dass Schiri Drees in vom Platz stellte (50.). Der Routinier war bereits gelb belastet, doch das war egal. Drees zeigte direkt Rot. Immerhin, Hannover gab sich nicht auf und mühte sich redlich, weiteren Schaden zu verhindern. Berlin allerdings war viel zu stark, um es beim 2:0 zu belassen, zumal eine so leichte Beute nicht alle Tage in die Hauptstadt kam. Wieder Pantelic erhöhte nach einer Stunde auf 3:0, wobei auch hier der umtriebige Bastürk seine Finger im Spiel hatte. Nun ging es nur noch in eine Richtung und Hannover drohte ein Debakel, denn auch die anfangs gut stehende Abwehr war der Aufgabe nicht mehr gewachsen. Als der eingewechselte Ebert den vierten Treffer drauflegte (76.), drückte das die Verhältnisse noch immer nicht korrekt aus. Die Chance dazu hatte dann der beste Mann auf dem Feld, doch Yildiray Bastürk vergab den Elfmeter, den ihm Frank Fahrenhorst einfach so geschenkt hatte (87.).

Maik Großmann
Spieltag

2. Spieltag

Freitag, 18.08.2006 Nürnberg1:0M´gladbach
Samstag, 19.08.2006 Bremen2:1Leverkusen
Samstag, 19.08.2006 Hertha BSC4:0Hannover
Samstag, 19.08.2006 Dortmund1:1Mainz
Samstag, 19.08.2006 Frankfurt0:0Wolfsburg
Samstag, 19.08.2006 Aachen0:1Schalke
Samstag, 19.08.2006 Cottbus2:2Hamburg
Sonntag, 20.08.2006 Bielefeld2:3Stuttgart
Sonntag, 20.08.2006 Bochum1:2B. München

„Mach et, Otze !”

— Erich Rutemöller