Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

easyCredit-Stadion (Nürnberg) · Zuschauer: 47.000 · Schiedsrichter: Lutz Wagner

» Rückspiel: M´gladbach - Nürnberg 0:0

Die Trends setzten sich fort

Nahm die Borussia früh aufs Korn: Markus Schroth
Mit einem knappen Sieg bauten die Nürnberger ihre Erfolgsbilanz aus der vergangenen Saison auf nunmehr acht Heimsiege in Folge aus. Gladbach wartet nach der mageren Ausbeute bei seinen Gastspielen in der Vorsaison weiter auf die Wende in der Fremde.

Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Vittek starteten die Nürnberger verheißungsvoll. Die Phase des Abtastens dauerte jedenfalls keine fünf Minuten. Nach einem Foul von Jansen an Polak brachte Kristiansen einen Freistoß aus halbrechter Position in den Sechzehner. Glauber gewann den Luftkampf am zweiten Pfosten gegen Delura und legte für Schroth auf, der per Kopf aus kurzer Distanz einhechtete (5.). Die frühe Führung verlieh den Franken zusätzlichen Rückenwind, während die Borussia bereits im Spielaufbau erhebliche Mängel offenbarte. Ausdruck dieser ungleich verteilten Kräfteverhältnisse waren Einschussgelegenheiten von Schroth, dem der Ball im letzten Moment versprang (10.), und Saenko, dessen Freistoß Gladbachs Keeper Keller erst im Nachfassen entschärfte (13.). Doch praktisch im Gegenzug offenbarten auch die Hausherren erste Schwächen in der Defensive. Ein grober Schnitzer von Wolf ermöglichte Neuville die Chance zum Ausgleich, der jedoch aus 14 Metern frei vor Schäfer etwas zu hoch zielte (15.). Ähnliches widerfuhr Insúa nur wenig später, als er eine flache Hereingabe von Jansen am langen Pfosten nicht verwertete. Der Bruch im Spiel folgte nach einem hohen Bein von Delura im Zweikampf mit Galásek. Der Tscheche zog sich dabei eine blutende Platzwunde am Kopf zu, die ein Weiterspielen letztlich nicht mehr möglich machte. Für ihn kam Pinola (27.). Die Meyer-Schützlinge richteten sich in der Folgezeit deutlich defensiver aus, entfachten aber über den quirligen Saenko immer noch deutlich mehr Gefahr als die ideenlosen Gladbacher.

Für den mit dem Gelben Karton vorbelasteten Delura kam nach dem Wechsel Kahé ins Spiel. Die damit etwas offensivere Ausrichtung der Gäste zeigte sich erstmals bei einer Volleyabnahme von Kirch, die Torhüter Schäfer gekonnt entschärfte (50.). Die nächste gute Gelegenheit bot sich nach einem Flankenlauf von Jansen, der jedoch nur in einen abgeblockten Schuss von Neuville mündete (60.). Darüber hinaus blieben die Höhepunkte in Strafraumnähe Mangelware. Da war die Einwechslung von Marek Mintal für die Zuschauer schon eine willkommene Abwechslung (63.). Das Phantom feierte nach seinem doppelten Fußbruch ein gelungenes Comeback, auch wenn der Slowake an den spannenden Szenen der Schlussphase nicht entscheidend beteiligt war. Zunächst hatte Ze Antonio für die optisch überlegenen Westdeutschen das Remis auf dem Kopf, zielte aber aus kurzer Distanz knapp daneben (75.). Sein Teamkollege Polanski hatte auf der Gegenseite die dickste Möglichkeit der Gastgeber, als er einen Pinola-Freistoß an den Pfosten des eigenen Tores lenkte (77.). Dass späte Drängen der Borussia auf einen Punkt an der Noris wurde nicht belohnt. Nürnberg brachte den hauchdünnen Vorsprung glücklich über die Zeit.

Kai Endres
Spieltag

2. Spieltag

Freitag, 18.08.2006 Nürnberg1:0M´gladbach
Samstag, 19.08.2006 Bremen2:1Leverkusen
Samstag, 19.08.2006 Hertha BSC4:0Hannover
Samstag, 19.08.2006 Dortmund1:1Mainz
Samstag, 19.08.2006 Frankfurt0:0Wolfsburg
Samstag, 19.08.2006 Aachen0:1Schalke
Samstag, 19.08.2006 Cottbus2:2Hamburg
Sonntag, 20.08.2006 Bielefeld2:3Stuttgart
Sonntag, 20.08.2006 Bochum1:2B. München

„Wer es bei Bayern München vier Jahre lang ausgehalten hat, der kann dem Druck bei jedem Klub der Welt standhalten.”

— Jupp Heynckes