Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Alemannia Aachen - Hannover 96

Heckings Tormaschine

Der "Hubschrauber" glänzte als Vorlagengeber: Vahid HashemianDer "Hubschrauber" glänzte als Vorlagengeber: Vahid Hashemian

Ein knappes halbes Jahr nach seinem Wechsel zu Hannover kehrte Dieter Hecking mit seinem neuen Team an den Tivoli zurück. Seine alte Mannschaft wollte ihm wohl ein Geschenk machen und stellte deswegen die Arbeit weitgehend ein.

Die Hecking-Schützlinge machten da weiter, wo sie im Spiel gegen Hertha BSC aufgehört hatten. Schon nach fünf Minuten musste Aachens Schlussmann Straub zum ersten Mal hinter sich greifen. Einen Einwurf von Tarnat legte Hashemian per Kopf ab zu Yankov, dessen Aufsetzer den Weg ins Tor fand. Knapp zwanzig Minuten vergingen, bis der Ball wieder im Netz der Hausherren zappelte. Nach Kopfballverlängerung von Hashemian setzte sich Rosenthal im Laufduell gegen Sichone durch und überwand den unentschlossen herauslaufenden Straub mit einem gefühlvollen Heber (23.). Die Rheinländer fanden nur behäbig ins Spiel und waren zu diesem Zeitpunkt meilenweit vom Ausgleich entfernt. Erst eine Ringereinlage von Vinicius sorgte für Hoffnung. Der Innenverteidiger klammerte Rösler im Strafraum etwas zu lange, was Schiedsrichter Perl zu einem Pfiff motivierte. Reghecampf ließ sich bei der Ausführung von „Elfmetertöter“ Enke nicht beeindrucken und verwandelte trocken und sicher (26.). Drei Minuten nach dem Anschlusstreffer durften sich die Hausherren kurzzeitig sogar über den Ausgleich freuen. Doch der Unparteiische verwehrte dem Kopfballtor von Fiel die Anerkennung, da zuvor ein Foulspiel von Klitzpera vorlag. Im direkten Gegenzug stellten die Gäste aus Niedersachsen den alten Abstand wieder her. Ebbers unterzog Fahrenhorsts Trikot am eigenen Fünfer einem Reißtest ­ den fälligen Elfmeter brachte Hustzi wuchtig im gegnerischen Gehäuse unter (31.). In der Schlusssequenz der ersten Hälfte erholten sich beide Teams von den Anstrengungen der ersten halben Stunde.

Nach der Pause wechselte Alemannia-Trainer Frontzeck mit Kapitän Plaßhenrich und Schlaudraff zwei Stützen der Gelb-Schwarzen ein. Diese sollten dem Spiel der Aachener Mannschaft mehr Stabilität und Schwung verleihen. Obgleich die Heimmannschaft in der zweiten Hälfte mehr Spielanteile besaß, brachten sie allerdings kaum gefährliche Aktionen zustande. Kurz vor dem Ende hätte Robert Enke fast unfreiwillig Schützenhilfe für den Gegner geleistet. Aber sein missglückter Abschlag, der Ibisevic am Kopf traf, trudelte letztendlich am Tor vorbei (79.). Statt den Anschlusstreffer zu bejubeln, fingen sich die Schützlinge von Michael Frontzeck in der Nachspielzeit einen weiteren Gegentreffer ein. Bruggink lief alleine auf das Tor zu und legte uneigennützig quer zu Stajner, der mühelos vollendete. Nach zwei Niederlagen zum Rückrundenauftakt gegen Leverkusen (2:3) und Schalke (1:2) blieben die Kicker vom Tivoli an diesem Tag weit unter ihren Möglichkeiten und rutschten tiefer in den Abstiegssumpf. Dagegen lief die Tormaschine der 96er weiterhin auf vollen Touren.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Alemannia Aachen - Hannover 96

Alemannia Aachen

-

Hannover 96

1:4 (1:3)

Bundesliga 2006/2007, 20. Spieltag
03.02.2007, 15:30 Uhr
Tivoli (Aachen), 20.800 Zuschauer
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore
0:1 Chavdar Yankov 5. (Rechtsschuss, Hashemian)
0:2 Jan Rosenthal 24. (Rechtsschuss, Hashemian)
1:2 Laurentiu-Aurelian Reghecampf 26. (Foulelfmeter, Vinicius an Rösler)
1:3 Szabolcs Huszti 31. (Foulelfmeter, Ebbers an Fahrenhorst)
1:4 Jirí Stajner 90. (Rechtsschuss, Bruggink)
Wechsel Aachen
Nico Herzig
für Moses Sichone
(4,0)
(32.)
Reiner Plaßhenrich
für Cristian Fiél
(3,5)
(46.)
Jan Schlaudraff
für Sergio Pinto
(4,0)
(46.)
Wechsel Hannover
Jirí Stajner
für Szabolcs Huszti
(―)
(73.)
Arnold Bruggink
für Chavdar Yankov
(―)
(79.)
Gunnar Thorvaldsson
für Vahid Hashemian
(―)
(89.)
Karten Aachen
Gelb für Moses Sichone
Karten Hannover
Gelb für Frank Fahrenhorst
Gelb für Hanno Balitsch