Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

AOL Arena (Hamburg) · Zuschauer: 57.000 · Schiedsrichter: Lutz Wagner

» Hinspiel: 1:0

Negativlauf durchbrochen

Erfolgreicher Tiefflieger und Torschütze: Mehdi Mahdavikia
Im zweiten Spiel unter der Leitung von Huub Stevens fuhren die Norddeutschen den ersten Heimsieg in dieser Saison ein und schöpften damit neue Hoffnung im Abstiegskampf. Für Dortmund war es die dritte Niederlage hintereinander.

In einer munteren Anfangsphase hatten beide Mannschaften die Möglichkeit zur Führung. Nachdem BVB-Akteur Florian Kringe soeben noch von Atouba gestoppt werden konnte, scheiterte auf der Gegenseite Sorin im Anschluss an eine Reinhardt-Vorarbeit aus Nahdistanz (7.). Dass die Platzherren vier Minuten später das 1:0 markierten, hatten sie Schiedsrichter Wagner zu verdanken, der eine glasklare Schwalbe von Mahdavikia im Duell mit Torwart Weidenfeller mit einem Elfmeter belohnte. Kapitän Rafael van der Vaart ließ sich die Chance nicht entgehen und lochte sicher ein. Im weiteren Verlauf fehlte der Elf von Jürgen Röber die spielerische Klasse, um dem nun auf Konter vertrauenden Tabellenletzten den Gegenschlag zu versetzen. Nach einer halben Stunde wurde das Angriffsspiel der Dortmunder dann aber etwas gefährlicher. Ausdruck für diese Leistungssteigerung war ein Dropkick von Kringe, den HSV-Keeper Rost jedoch parierte (31.). In der 39. Minute wurde der Druck der Gäste plötzlich jäh ausgebremst: Ein abgefälschter Schussversuch van der Vaarts landete bei Collin Benjamin, der das Spielgerät aus fünf Metern mit dem Kopf hinter die Torlinie beförderte. BVB-Spieler Dede sorgte 120 Sekunden darauf für den unrühmlichen Höhepunkt der Begegnung, als er Jarolim rüde von den Beinen holte und dafür berechtigterweise die Rote Karte sah.

Mit der guten Unterhaltung des ersten Durchgangs war es nach dem Seitentausch vorbei. Während sich die Hamburger auf die Verteidigungsarbeit konzentrierten, um nicht erneut einen Vorsprung aus der Hand zu geben (in den letzten vier Partien hatten sie jeweils eine 1:0-Führung verspielt), suchten die dezimierten Westfalen nach dem richtigen Offensivrezept. Die Suche blieb bis zum Schlusspfiff erfolglos, denn auch die für Valdez und den verletzten Frei eingewechselten Ricken (56.) und Tyrala (68.) konnten in keiner Weise für Belebung sorgen. Zur enttäuschenden Darbietung des BVB passte es, dass Roman Weidenfeller kurz vor dem Ende an einem Abschlag vorbei trat und damit Sorin die Möglichkeit zum Ballbesitz gab. Der Argentinier legte ab auf Mahdavikia, der den HSV-Anhängern unter den 57.000 Zuschauern in der ausverkauften AOL Arena das in dieser Saison so ungewohnte Gefühl des Jubels ein drittes Mal in diesem Spiel bescherte (90.).

Christian Brackhagen
Spieltag

21. Spieltag

Freitag, 09.02.2007 Hannover2:2Wolfsburg
Samstag, 10.02.2007 Leverkusen2:2Frankfurt
Samstag, 10.02.2007 M´gladbach0:0Aachen
Samstag, 10.02.2007 Mainz4:1Cottbus
Samstag, 10.02.2007 Stuttgart4:1Bremen
Samstag, 10.02.2007 Schalke2:0Hertha BSC
Samstag, 10.02.2007 Hamburg3:0Dortmund
Sonntag, 11.02.2007 Bochum0:2Nürnberg
Sonntag, 11.02.2007 B. München1:0Bielefeld

„Ab der 60. Minute wird Fußball erst richtig schön. Aber da bin ich immer schon unter der Dusche.”

— Andreas Herzog zu seiner Bayern-Zeit, als er meistens recht früh ausgewechselt wurde