Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - Hannover 96

Sieg im Pokal zeigte Wirkung

Hatte endlich einmal wieder Grund zur Freude: Michael ThurkHatte endlich einmal wieder Grund zur Freude: Michael Thurk

Dem 3:0-Erfolg über Offenbach im Viertelfinale des DFB-Pokals ließ Frankfurt den ersten Dreier in der Rückrunde folgen. Die 96er, die im Pokal am 1. FC Nürnberg gescheitert waren, konnten dagegen nicht an die zuletzt starken Bundesliga-Leistungen anknüpfen.

Trotz einer engagierten Herangehensweise beider Mannschaften waren in der Anfangsphase der Begegnung keine berauschenden Offensivaktionen auszumachen. Die Ausnahme bildete ein feiner Heber des Hannoveraners Stajner, der jedoch lediglich auf der Latte endete (22.). Im weiteren Verlauf wurden die Hessen zielstrebiger und hatten in der 27. Minute durch Naohiro Takahara, dessen Schuss von 96-Torhüter Enke gerade noch entschärft wurde, die erste gute Chance zur Führung. Wenig später bot sich die nächste Gelegenheit, doch sowohl Meier als auch Takahara kamen innerhalb des Strafraums bei einer Hereingabe einen Schritt zu spät (32.). Da die Gäste zu passiv agierten und nur selten für Entlastung sorgen konnten, hatten die Funkel-Schützlinge das Heft bis zur Pause weiter in der Hand. Die logische Konsequenz waren Möglichkeiten durch einen Kopfball des bereits nach 21 Minuten für den verletzten Amanatidis eingewechselten Thurk und durch Takahara, der das Ziel mit einem sehenswerten Fallrückzieher um zwei Meter verfehlte (45.). Die Eintracht-Anhänger unter den gut 40.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena mussten sich somit weiter gedulden.

Das erste Ausrufezeichen des zweiten Durchgangs setzte Hannover in Person von Arnold Bruggink in der 52. Minute. Allerdings landete der Schuss des Niederländers nur am Außennetz des von Nikolov gehüteten Kastens. Im Anschluss an diesen Wachmacher übernahmen wieder mehr und mehr die Hausherren die Kontrolle und hatten durch Meier, der aus bester Position eine Flanke von Streit per Kopf zu hoch ansetzte, die bis dahin hochprozentigste Chance zum 1:0 (56.). Nur 120 Sekunden später dann aber doch der längst überfällige Frankfurter Führungstreffer: Nach einem Querschläger von 96-Kapitän Lala bediente Ochs den mitgelaufenen Takahara, der aus kurzer Distanz nur noch zu seinem bereits neunten Saisontor einschieben musste. Bis auf einen von Nikolov parierten Versuch Cherundolos blieb die Trotzreaktion der in den letzten Wochen so gefestigt wirkenden Niedersachsen seltsamerweise aus. Stattdessen leistete sich Bruggink im Mittelfeld einen katastrophalen Fehlpass, den Michael Thurk zu einem Solo mit anschließendem 20-Meter-Kracher unter den Querbalken nutzte (75.). Damit war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen und die Partie verdientermaßen zu Gunsten der Eintracht entschieden.

Christian Brackhagen

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - Hannover 96

Eintracht Frankfurt

-

Hannover 96

2:0 (0:0)

Bundesliga 2006/2007, 24. Spieltag
03.03.2007, 15:30 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 40.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Markus Merk (Otterbach)
Tore
1:0 Naohiro Takahara 58. (Rechtsschuss, Ochs)
2:0 Michael Thurk 75. (Rechtsschuss)
Wechsel Hannover
Vahid Hashemian
für Silvio Schröter
(―)
(67.)
Gunnar Thorvaldsson
für Chavdar Yankov
(―)
(67.)
Erik Jendrisek
für Jan Rosenthal
(―)
(80.)
Karten Frankfurt
keine
Karten Hannover
Gelb für Frank Fahrenhorst