Vergab die erste und die letzte Chance des Spiels: Alexander FreiMit viel Glück hätte Dortmund das erste Spiel mit neuem Trainer auch gewinnen können, doch reichten eine schwache erste und eine bessere zweite Hälfte in der Summe nicht zu einem Tor. Nürnberg dagegen wurde Opfer des eigenen Sicherheitsfußballs. Nach der Pause igelten sich die Franken ohne Not hinten ein.
Mit Frei und Pienaar lotste Thomas Doll zwar nur zwei neue Spieler in die Startelf, doch er stellte auch das System um, ließ ein eher defensives 4-4-2 ohne klassischen Regisseur spielen. Nach sechs Minuten wäre der Kessel schon fast explodiert, als sich Frei am Strafraum löste und völlig ungehindert auf halblinks zum Schuss kam. Sein Versuch aus zehn Metern strich aber hauchdünn am rechten Pfosten vorbei. Ein Befreiungsschlag des BVB, er schien absolut möglich bis zu diesem Zeitpunkt. Zumindest wirkten Kampf und Einstellung stark verbessert, und auch das Publikum hielt der Mannschaft wieder spürbar die Stange. Ein kleiner Rückschlag aber reichte schon, um die Borussen aus der Bahn zu werfen. Christoph Metzelder verletzte sich bei einem Zusammenprall am Kopf und musste schon nach elf Minuten ausgewechselt werden. Obwohl Nürnberg bis dahin noch gar nicht angegriffen hatte, war die Platzelf davon so geschockt, dass nichts mehr zusammenlief; nur noch die Franken waren plötzlich am Ball und erspielten sich durchaus verwertbare Chancen. Saenko, Schroth und Engelhardt vergaben aber durch die Bank alle.
Die Pause tat den Dortmundern gut, denn wie zu Beginn des Spiels gelang erneut ein konzentrierter Auftakt. Mehr als einmal fehlte nur noch der letzte Pass für eine gute Möglichkeit, doch mit Geschick und Glück konnte Nürnberg das zumeist verhindern. Kringe und Smolarek bekamen dennoch jeweils das 1:0 auf den Fuß, um das die Gäste zeitweise richtig bettelten, weil sie nur noch auf Konter lauerten und diese dann auch noch fahrlässig vertändelten. Zweimal insgesamt mussten Dortmunds Verteidiger tatsächlich höllisch aufpassen, Dede und Brenska waren aber rechtzeitig zur Stelle. Die letzte Chance versiebte dann erneut Alex Frei mit einem Kopfball in der Schlussminute. Doch insgesamt war Dortmunds Spiel nicht feurig und präzise genug, um guten Gewissens drei Punkte einzufahren. Dass Nürnberg sein Potential nicht tiefer ausschöpfte, war obendrein ein glücklicher Umstand für die Borussia.
Maik Großmann
Borussia Dortmund
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| --- |
Aufstellung Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Roman Weidenfeller | (3,0) |
| Philipp Degen | (3,0) |
| Christian Wörns | (3,0) |
| Christoph Metzelder | (―) |
| Dédé | (2,5) |
| Tinga | (4,0) |
| Sebastian Kehl | (4,5) |
| Steven Pienaar | (4,5) |
| Florian Kringe | (3,0) |
| Alexander Frei | (3,5) |
| Euzebiusz Smolarek | (4,5) |
Aufstellung Nürnberg |
|
|---|---|
| Raphael Schäfer | (3,5) |
| Dominik Reinhardt | (3,5) |
| Andreas Wolf | (2,5) |
| Michael Beauchamp | (3,5) |
| Horacio Javier Pinola | (3,0) |
| Tomás Galásek | (2,5) |
| Jan Polak | (4,0) |
| Marco Engelhardt | (3,5) |
| Robert Vittek | (4,0) |
| Markus Schroth | (4,0) |
| Ivan Saenko | (4,0) |
Wechsel Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Markus Brzenska für Christoph Metzelder |
(3,0) (12.) |
| Marc-André Kruska für Sebastian Kehl |
(3,5) (54.) |
| Nelson Valdez für Steven Pienaar |
(―) (71.) |
Wechsel Nürnberg |
|
|---|---|
| Chhunly Pagenburg für Markus Schroth |
(―) (70.) |
| Vratislav Gresko für Michael Beauchamp |
(―) (78.) |
Karten Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Markus Brzenska |
| Gelb für | Marc-André Kruska |
Karten Nürnberg |
|
|---|---|
| Gelb für | Horacio Javier Pinola |
| Gelb für | Robert Vittek |
| Gelb für | Andreas Wolf |
Trainer Dortmund![]() |
|---|
| Thomas Doll |
Trainer Nürnberg |
|---|
| Hans Meyer |