Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hannover 96 - Hamburger SV

Alles außer Tore

War selten gefordert und wurde trotzdem zum Helden:
Robert EnkeWar selten gefordert und wurde trotzdem zum Helden:
Robert Enke

Auf Treffer mussten die knapp 50.000 zwar verzichten, sonst aber war alles drin in diesem Spiel. Von den vielen guten Chancen hatte Hannover unter dem Strich die besseren, wobei der HSV gleich mehrfach mit der Fortuna verbündet schien und am Ende den Sieg gar selbst noch fast geschafft hätte. Das allerdings verhinderte Robert Enke.

Im ersten Spielabschnitt entwickelte 96 eine gewaltige Angriffslust und drückte den großen Namensbruder oft tief bis vors eigene Tor. Insgesamt zweimal wurden auch die Hanseaten gefährlich, als jeweils van der Vaart einen Konter ausspielte und beim letzten Mal auch sträflich frei vor Enke auftauchte (30.). Sonst aber stürmte nur Hannover. Nach acht Minuten bot sich Thorvaldsson eine gute Möglichkeit, die er nur leicht überhastet in den Sand setzte. Gerade zu Beginn waren die Roten ungeheuer lauffreudig und brachten die Gäste mit ihrem Pressing immer wieder in Nöte. Eine knifflige Entscheidung nach einer Viertelstunde wurde zugunsten des HSV ausgelegt, als Reinhardt im Strafraum am Ball vorbei rutschte und Stajner über seine Beine fiel - ein Elfmeter schien durchaus im Bereich des Möglichen. Hannover aber haderte nicht lange. Nach einem Freistoß von Huszti zwang Zuraw Frank Rost zu einer Teufelstat (32.), kurz vor der Pause dann war es Rosenthal, der eine weitere Riesenchance vergab: Wenige Meter vor dem Tor musste er nur noch einschieben, traf aber allein auf weiter Flur nur den hinteren Torpfosten (41.). Statt 0:0 hätte es zur Pause durchaus auch 3:0 stehen können.

Dass Hannover das Tempo nicht würde halten können, war abzusehen gewesen. Überlegen blieb die Platzelf zwar nach wie vor, allerdings brachte sie die HSV-Defensive nun nicht mehr so sehr ins Schwimmen wie in Durchgang eins. Schröters Schuss von der Strafraumkante war eine seltene Ausnahme, sonst verkeilten sich die Teams eher im Mittelfeld und fuhren die Laufbereitschaft ein wenig zurück. Urplötzlich erspielte sich auch der HSV dann wieder eine Chance. Laas wurde auf der linken Seite angespielt und traf nur ganz knapp neben den rechten Pfosten (69.). Zwölf Minuten später klingelte es dann doch auf der anderen Seite, als Stajner sich in eine Flanke wuchtete und aus kurzer Distanz ins Netz traf. Schiri Sippel aber erkannte zu Recht auf Foulspiel, denn Stajner hatte Rost dabei rüde umgestoßen (81.). Bissiger und zielstrebiger blieben weiter die Hausherren, doch die letzte Chance des Spiels hatte trotzdem der HSV. Gleich drei Leute probierten sich daran, van der Vaarts Traumpass zu verwerten, sowohl gegen Sanogo als auch gegen Mahdavikia und schließlich gegen Trochowski konnte Enke aber heldenhaft retten (87.). Wäre er nicht gewesen, das Team von Huub Stevens hätte einen lachhaft glücklichen Auswärtssieg gelandet.

Maik Großmann

Spielstatistik Hannover 96 - Hamburger SV

Hannover 96

-

Hamburger SV

0:0 (0:0)

Bundesliga 2006/2007, 26. Spieltag
17.03.2007, 15:30 Uhr
AWD-Arena (Hannover), 49.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
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Wechsel Hannover
Silvio Schröter
für Gunnar Thorvaldsson
(3,0)
(59.)
Vahid Hashemian
für Jirí Stajner
(―)
(85.)
Arnold Bruggink
für Jan Rosenthal
(―)
(88.)
Wechsel Hamburg
Piotr Trochowski
für Alexander Laas
(―)
(71.)
Nigel de Jong
für Raphael Wicky
(―)
(74.)
Boubacar Sanogo
für Ivica Olic
(―)
(82.)
Karten Hannover
Gelb für Altin Lala
Karten Hamburg
Gelb für Raphael Wicky
Gelb für Thimothee Atouba
Gelb für David Jarolim
Gelb für Collin Benjamin
Gelb für Nigel de Jong