Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt

Ungewohnt erfreuliches Ende für Frankfurt

Nervenstarker Auftritt des Frankfurter Topscorers: Ionnis AmanatidisNervenstarker Auftritt des Frankfurter Topscorers: Ionnis Amanatidis

Eigentlich war es wie immer: Die Eintracht erspielte sich einen soliden und verdienten Vorsprung in der Fremde, den in diesem Fall Bielefeld erst in der Schlussphase ins Wanken brachte. Doch diesmal hatten die Hessen das bessere Ende für sich.

Eintracht-Coach Funkel hatte im Vorfeld des brisanten Kellerduells sein Personal verletzungs- und leistungsbedingt kräftig rotieren lassen. Doch trotz der zahlreichen Umstellungen nahmen die Frankfurter das Heft selbstbewusst in die Hand. Bielefeld wirkte unerwartet fahrig und sah sich bereits in der sechsten Minute einem Kopfball von Russ ausgesetzt, den Hain im letzten Moment über den Querbalken wischte. Die Gäste-Führung war damit jedoch nur aufgeschoben, denn nur wenig später vollstreckte Amanatidis ein Zuspiel in die Tiefe aus elf Metern gegen den diesmal machtlosen DSC-Torhüter (10.). Den Arminen steckte der Schock des frühen Rückstandes noch länger in den Kleidern, ehe Kucera (21.) und Kobylik (24.) nach gut 20 Minuten erste Akzente in der Offensive setzten. Der schönste Spielzug der Gastgeber führte schließlich zum Ausgleich. Über Wichniarek kam der Ball auf die linke Seite zu Böhme, dessen scharfe Hereingabe Kucera aus kurzer Distanz kontrolliert in die lange Ecke grätschte (28.). Nun waren die Middendorp-Schützlinge am Drücker. Doch die kalte Dusche folgte prompt, als Vasoski einen Freistoß von Köhler fulminant einköpfte (33.). Das neuerliche Gegentor war Gift für das Nervenkostüm der Bielefelder, die für lange Zeit wieder in die Unsicherheit der Anfangsphase verfielen.

Auf die aufmunternde Wirkung der Pausenerfrischungen hofften die Heimfans zunächst vergeblich. Genau das Gegenteil war der Fall: Gabriel hielt Amanatidis im Strafraum fest, der anschließend den Strafstoß sicher zum 3:1 versenkte (47.). Fast hätten die Arminen postwendend geantwortet, doch das Durcheinander vor dem Gehäuse der Eintracht vermochten weder Zuma noch Kucera für eine Veränderung des Spielstandes zu nutzen (50.). So konnten sich die Hessen in der Folgezeit auf ihre stabile Defensive konzentrieren, gegen die Bielefeld zumeist kopflos anrannte. Die Spannung kehrte erst zurück, als Zuma am zweiten Pfosten eine Böhme-Flanke in die Mitte verlängerte, wo Eigler zum Anschlusstreffer zur Stelle war (81.). Die Frankfurter schienen drauf und dran, zum wiederholten Mal einen sicheren Vorsprung in der Fremde kurz vor Schluss noch aus der Hand zu geben. Doch statt dem üblichen Ausgleich, sorgte Heller mit einer Einzelaktion in der Nachspielzeit für die Entscheidung zugunsten der Hessen, die sich mit den Big Points auf der Alm etwas Luft im Abstiegskampf verschafften. Dagegen standen die Arminen mehr denn je mit dem Rücken zur Wand.

Kai Endres

Spielstatistik Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt

Arminia Bielefeld

-

Eintracht Frankfurt

2:4 (1:2)

Bundesliga 2006/2007, 29. Spieltag
14.04.2007, 15:30 Uhr
Schüco-Arena (Bielefeld), 24.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer (Ulm)
Tore
0:1 Ioannis Amanatidis 10. (Rechtsschuss, Huggel)
1:1 Radim Kucera 28. (Rechtsschuss, Böhme)
1:2 Aleksandar Vasoski 33. (Kopfball, Köhler)
1:3 Ioannis Amanatidis 47. (Foulelfmeter, Gabriel an Amanatidis)
2:3 Christian Eigler 81. (Kopfball, Zuma)
2:4 Marcel Heller 90. (Linksschuss, Chris)
Wechsel Bielefeld
Jonas Kamper
für Petr Gabriel
(4,0)
(60.)
Ioannis Masmanidis
für David Kobylik
(―)
(69.)
Christian Eigler
für Artur Wichniarek
(―)
(71.)
Wechsel Frankfurt
Marcel Heller
für Ioannis Amanatidis
(―)
(69.)
Chris
für Alexander Meier
(―)
(84.)
Karten Bielefeld
Gelb für Artur Wichniarek
Gelb für Petr Gabriel
Gelb für Christian Eigler
Karten Frankfurt
keine