Senste Bastürk einfach um: Collin BenjaminIm Duell der Europacup-Müden gab die Hertha überraschend die bessere Visitenkarte ab und zeigte dem HSV über weite Phasen im eigenen Wohnzimmer die Grenzen auf. Hamburg überzeugte nur zu Beginn und musste den Gästen dann das Feld überlassen. In der hektischen Schlussphase schadeten sich aber beide nur noch selbst.
Neuzugang Mathijsen und Benjamin ersetzten den verletzten Kompany sowie den gesperrten Demel bei den Hamburgern. Herthas Trainer Falko Götz tauschte Neuendorf durch Ebert und Gimenez spielte für Lakic. Von Beginn an schien es, als würde die Hertha den Hanseaten das Zepter überlassen wollen, ohne dass Hamburg dabei zwingende Möglichkeiten entwickeln konnte. Einzig van der Vaarts Versuche aus der Distanz und ein weiterer Fernschuss von Lauth versprachen Gefahr. In der 18. Spielminute kamen die Spieler von Thomas Doll doch zur verdienten Führung. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Benjamin an der rechten Strafraumgrenze vor das Tor, und der aus Kaiserslautern gekommene Sanogo verwandelte problemlos aus kurzer Distanz. Danach überließ der HSV den Herthanern deutlich mehr Platz. Doch weder Ebert noch Pantelic, der die Latte traf, konnten ihre guten Möglichkeiten nutzen, so ging es mit einem knappen 1:0 in die Pause.
Der zweite Durchgang begann mit einer Oberschenkelverletzung van der Vaarts. Der Ausfall ihres Regisseurs bewirkte bei den Hamburgern einen Bruch im Spiel. Die Hertha witterte ihre Chance und setzte die Hausherren in dieser Phase konsequent unter Druck. Dem Ausgleichstreffer gingen auch hier eine Standardsituation sowie die anschließende Konfusion in der Hamburger Hintermannschaft voraus. Gimenez profitierte. Er schob aus kurzer Distanz zu seinem ersten Bundesligatreffer ein (64.). Die Schlussphase wurde hektisch und brachte mit Torchancen und zwei Platzverweisen auf beiden Seiten noch einmal Spannung und Emotion ins Spiel. Erst traf es den Berliner Chahed, der bereits verwarnt war und sich bei einem viel versprechenden Hamburger Angriff opferte (85.). Und wenig später musste auch Benjamin gehen, dessen Attacke gegen Bastürk zu Recht mit glattem Rot geahndet wurde (89.). Am Spielstand änderte sich allerdings nichts mehr.
Robert Mucha
Hamburger SV
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Boubacar Sanogo | 18. | (Kopfball, Benjamin) |
| 1:1 | Christian Gimenez | 64. | (Linksschuss, Boateng) |
Aufstellung Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Sascha Kirschstein | (1,5) |
| Mehdi Mahdavikia | (4,5) |
| Joris Mathijsen | (4,0) |
| Bastian Reinhardt | (4,0) |
| Collin Benjamin | (3,5) |
| David Jarolim | (3,5) |
| Nigel de Jong | (3,0) |
| Raphael Wicky | (4,5) |
| Rafael van der Vaart | (3,0) |
| Benjamin Lauth | (4,5) |
| Boubacar Sanogo | (3,0) |
Aufstellung Hertha BSC |
|
|---|---|
| Christian Fiedler | (2,5) |
| Sofian Chahed | (3,5) |
| Dick van Burik | (3,5) |
| Josip Simunic | (2,5) |
| Malik Fathi | (4,0) |
| Patrick Ebert | (2,5) |
| Pal Dardai | (3,0) |
| Yildiray Bastürk | (3,5) |
| Gilberto | (4,0) |
| Marko Pantelic | (3,5) |
| Christian Gimenez | (3,0) |
Wechsel Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Piotr Trochowski für Rafael van der Vaart |
(4,0) (53.) |
| Paolo Guerrero für David Jarolim |
(―) (68.) |
| Besart Berisha für Raphael Wicky |
(―) (87.) |
Wechsel Hertha BSC |
|
|---|---|
| Kevin-Prince Boateng für Malik Fathi |
(3,0) (46.) |
| Solomon Okoronkwo für Christian Gimenez |
(―) (82.) |
| Christopher Samba für Marko Pantelic |
(―) (87.) |
Karten Hamburg![]() |
||
|---|---|---|
| Gelb für | David Jarolim | |
| Gelb für | Raphael Wicky | |
| Gelb für | Nigel de Jong | |
| Rot für | Collin Benjamin | (89.) |
Karten Hertha BSC |
||
|---|---|---|
| Gelb für | Marko Pantelic | |
| Gelb für | Kevin-Prince Boateng | |
| Gelb-Rot für | Sofian Chahed | (85.) |
| Gelb für | Pal Dardai | |
Trainer Hamburg![]() |
|---|
| Thomas Doll |
Trainer Hertha BSC |
|---|
| Falko Götz |