Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Bayern München - Hamburger SV

HSV drehte das Spiel

Bewies auch gegen seine ehemaligen Kameraden Joker-Qualitäten: Paolo GuerreroBewies auch gegen seine ehemaligen Kameraden Joker-Qualitäten: Paolo Guerrero

Nach der Niederlage in Stuttgart steckten die Bayern gegen Hamburg den nächsten Tiefschlag ein. In einer mäßigen Partie ließ der Meister die gewohnte Sicherheit aus den vergangenen Heimspielen vermissen, was der HSV in der Schlussphase ausnutzte.

Die Bayern konnten in der Anfangsphase nicht das gewohnte Tempo aus den letzten Heimspielen vorlegen, da die Gäste zunächst auf Sicherheit bedacht waren und ihr Heil in der Offensive nur mit hohen Bällen suchten. Ein Fehlpass des Hamburgers Benjamin hätte fast für die frühe Führung der Hausherren gesorgt, aber Rost war beim Schuss von Hasan Salihamidzic noch mit dem Fuß zu Stelle (7.). 13 Minuten später grätschte Mathijsen Salihamidzic im Strafraum elfmeterreif um, jedoch blieb die Pfeife von Schiedsrichter Kinhöfer zu Unrecht stumm. Je stärker der Druck der Hamburger wurde, desto klarer offenbarten sich die Schwächen der Münchner in Sachen Zweikampfführung, Spielgestaltung und Kombinationssicherheit. Die Hitzfeld-Schützlinge leisteten sich viele Fehlpässe. Nachdem ein van der Vaart-Freistoß knapp am Tor vorbei zischte (24.) und Demichelis bei den Chancen von Jarolim (21.) und Sorin (32.) klärte, fiel auf der Gegenseite der glückliche Führungstreffer für den amtierenden Meister. Eine Schar von Hamburger Spielern um Torhüter Rost wehrte mit Mühe und Not die Schüsse von Karimi, Makaay und Salihamidzic ab, ehe Claudio Pizarro plötzlich alleine mit dem Ball vor dem leeren Gehäuse stand und nur noch einzuschieben brauchte (36.). Das Gegentor beendete die Drangperiode der Stevens-Elf und die Hausherren schaukelten den Vorsprung in die Pause.

Trotz der Führung stellte sich keine vollkommene Sicherheit im Spiel der Hitzfeld-Truppe ein. Benjamin mit einem Kopfball (56.) sowie Sorin, der mit seinem Nicker Kahn zu einem hervorragenden Reflex zwang (63.), hätten fast für den mittlerweile längst überfälligen Ausgleich der Gäste aus dem Norden gesorgt. Die Bayern tauchten nur noch selten gefährlich vor dem Tor von Frank Rost auf. Wie in der 64.Minute, als der HSV-Keeper einen Schuss von van Bommel aus zehn Metern entschärfte. 18 Minuten vor dem Abpfiff gelang den Hanseaten der Ausgleichstreffer. Ein Sorin-Zuspiel verwandelte van der Vaart per Direktabnahme aus zwanzig Metern (72.). Fünf weitere Minuten verstrichen, bis „die Kicker mit der Raute auf dem Herzen“ sogar in Führung gingen. Nach Befreiungsschlag von Rost entwischte Guerrero seinem ehemaligen Münchner Mannschaftskollegen Lucio und schoss den Ball aus 14 Metern in die Maschen. Die Münchner stemmten sich zwar gegen die Niederlage, aber wie so oft in dieser Saison fehlte den Angriffen die entscheidende Portion Durchschlagskraft. Hamburgs Schlussmann Frank Rost musste nur noch in der letzten Minute der Nachspielzeit sein Können zeigen. Einen Santa Cruz-Kopfball drehte der Ex-Schalker noch um den Pfosten (90+3.). Zuvor sah Atouba nach einem harmlosen Foul an Santa Cruz die Gelb-Rote Karte (90.).

Senthuran Sivananda

Spielstatistik FC Bayern München - Hamburger SV

FC Bayern München

-

Hamburger SV

1:2 (1:0)

Bundesliga 2006/2007, 31. Spieltag
28.04.2007, 15:30 Uhr
Allianz Arena (München), 69.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore
1:0 Claudio Pizarro 36. (Rechtsschuss, Salihamidzic)
1:1 Rafael van der Vaart 72. (Linksschuss, Sorin)
1:2 Paolo Guerrero 77. (Linksschuss, Rost)
Wechsel B. München
Andreas Görlitz
für Ali Karimi
(―)
(67.)
Roque Santa Cruz
für Claudio Pizarro
(―)
(89.)
Wechsel Hamburg
Mehdi Mahdavikia
für Guy Demel
(3,0)
(56.)
Paolo Guerrero
für Nigel de Jong
(―)
(68.)
Alexander Laas
für Rafael van der Vaart
(―)
(82.)
Karten B. München
Gelb für Mark van Bommel
Gelb für Hasan Salihamidzic
Karten Hamburg
Gelb-Rot für Thimothee Atouba (90.)