Glänzte mit zwei schönen Freistoßtreffern: Alexander FreiÜbung macht den Meister. Doppeltorschütze Alexander Frei erzählte nach der Partie von seinen erfolgreichen Freistoß-Trainingseinheiten, die sich im Wettkampf ausgezahlt hätten. Zweimal traf der Schweizer den ruhenden Ball - einmal eher haltbar, einmal unhaltbar - ins Netz der Frankfurter, die nur im ersten Durchgang wirklich auf Augenhöhe mitkickten.
Während die Borussen arge Probleme hatten, ein strukturiertes Spiel nach vorne zu tragen, gingen die Hessen zu Beginn des Abstiegsduells wesentlich risikofreudiger und temperamentvoller ans Werk. Allerdings erarbeiteten sich die Gäste nur in der siebten Spielminute eine wirklich gute Möglichkeit, den Führungstreffer zu markieren, doch Amanatidis zielte nicht genau genug. Selbst als die Dortmunder nach einer guten Viertelstunde konzentrierter agierten, blieb die Eintracht gefährlicher. Speziell ein Amanatidis-Kopfstoß nach Freistoß-Flanke von Streit hätte einschlagen können, doch Weidenfellers Reflex verhinderte das 0:1 (26.). Ein Metzelder-Kopfball (38.) meldete auch die Hausherren im Chancenvergleich an, den Angreifer Frei erfolgreich fortführte. Sein Freistoß aus halblinker Position vor dem Strafraum rauschte über die Mauer und wurde vom überraschten Keeper Nikolov nur noch ins eigene Tor abgeklatscht (39.). Besser reagierte der Frankfurter Schlussmann kurz vor dem Halbzeitpfiff, als ihn Kringe per Kopfball herausforderte.
Gut zwanzig Minuten lang tat sich nach dem Seitenwechsel vor den Toren herzlich wenig. Ohne Ideen versuchten die Teams mit planlos in den 16er getretenen Bällen den Kollegen Zufall zu becircen, doch der spielte nicht mit und keinem Stürmer fiel die Kugel so glücklich vor die Füße, dass daraus eine Chance hätte erwachsen können. Dann holte Frei einen weiteren Freistoß gegen Chris heraus, trat erneut selbst an und platzierte das Spielgerät optimal im oberen Bereich des linken Frankfurter Torecks (66.). Nach dem 2:0 hätte Schiri Dr. Brych die Begegnung auch abpfeifen können. Den Hessen fehlte der Glaube am Erfolg des absoluten Aufbäumens und die Borussen achteten nur noch darauf, hinten nichts mehr anbrennen zu lassen. So torkelte die Partie über die Restspielzeit, in der Meier per Kopf Weidenfeller noch einmal zu einer Parade zwang, ansonsten aber ohne echte Höhepunkte leben musste. Dortmund setzte sich weiter von den Abstiegsrängen ab, während sich die Eintracht weiterhin große Sorgen um den Klassenerhalt machen musste.
Ulrich Merk
Borussia Dortmund
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Alexander Frei | 39. | (Freistoß) |
| 2:0 | Alexander Frei | 66. | (Freistoß) |
Aufstellung Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Roman Weidenfeller | (2,5) |
| Christoph Metzelder | (2,5) |
| Markus Brzenska | (3,0) |
| Christian Wörns | (3,0) |
| Dédé | (2,5) |
| Florian Kringe | (3,5) |
| Marc-André Kruska | (3,0) |
| Tinga | (4,0) |
| Steven Pienaar | (4,0) |
| Alexander Frei | (1,5) |
| Euzebiusz Smolarek | (3,5) |
Aufstellung Frankfurt |
|
|---|---|
| Oka Nikolov | (4,5) |
| Sotirios Kyrgiakos | (3,5) |
| Chris | (3,0) |
| Aleksandar Vasoski | (3,0) |
| Christoph Spycher | (4,0) |
| Albert Streit | (4,0) |
| Michael Fink | (4,0) |
| Benjamin Huggel | (3,5) |
| Markus Weissenberger | (―) |
| Ioannis Amanatidis | (3,0) |
| Naohiro Takahara | (4,5) |
Wechsel Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Nelson Valdez für Euzebiusz Smolarek |
(―) (78.) |
| Nuri Sahin für Alexander Frei |
(―) (86.) |
| Daniel Gordon für Florian Kringe |
(―) (66.) |
Wechsel Frankfurt |
|
|---|---|
| Alexander Meier für Markus Weissenberger |
(3,5) (24.) |
| Marcel Heller für Ioannis Amanatidis |
(―) (81.) |
Karten Dortmund![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Markus Brzenska |
| Gelb für | Nelson Valdez |
Karten Frankfurt |
|
|---|---|
| Gelb für | Michael Fink |
| Gelb für | Chris |
Trainer Dortmund![]() |
|---|
| Thomas Doll |
Trainer Frankfurt |
|---|
| Friedhelm Funkel |