Traf erstmals für den BVB in der Bundesliga: Nelson ValdezNach der Heimpleite gegen die nunmehr am sicheren Ligaufer angelandeten Borussen fühlten sich die geplagten Wolfsburger Zuschauer in die Schlussphase der letzten Spielzeit zurückversetzt. Kräftiges Zittern um den Klassenverbleib inbegriffen.
Die Augenthaler-Elf hatte bereits nach wenigen Minuten den angekündigten Sturmlauf begonnen, prallte allerdings immer wieder von der Dortmunder Deckungswand ab. Als die Gäste dann auch noch mit ihrem ersten vernünftigen Konter in Führung gingen, saß der Schock in Wolfsburg tief. Tinga hatte den flinken Smolarek bedient, der Madlung austanzte und Keeper Jentzsch keine Chance ließ (12.). Noch zweimal hätte die Borussen vor dem Seitenwechsel das Ergebnis höher schrauben können. Zuerst vergab Frei (24.), dann machte es ihm Kringe (42.) nach. Die Wölfe bissen sich auf der Gegenseite, trotz deutlicher Überlegenheit und unverkennbarem Willen, am BVB-Abwehrbollwerk die Zähne aus und erspielten sich vor dem Seitenwechsel nur eine Großchance: Boakye wusste jedoch wenig damit anzufangen, als Weidenfeller eine Flanke verpasste und ihm der Ball vor die Füße sprang (28.). Die Dortmunder Führung zur Halbzeit ging deshalb in Ordnung.
Im zweiten Durchgang wurden die Hausherren mit ihren Angriffsbemühungen aber zwingender. Nun durften sich die Dortmunder glücklich schätzen, mit Weidenfeller einen Klassetormann zwischen den Pfosten zu haben. Die erste Kostprobe seines Könnens lieferte er bei einem Marcelinho-Geschoss ab (56.), wehrte danach Möglichkeiten von Boakye (60.) und Krzynowek (70.) ab, hatte aber auch das Glück des Tüchtigen, als Boakye in der 63. Minute knapp vorbei zielte. Je länger das Spiel-auf-ein-Tor andauerte, umso weniger Chancen ergaben sich für die sichtlich nachlassenden, immer mehr verzweifelnden Gastgeber. Als Valdez sein erstes Tor für die Borussen in der Nachspielzeit erzielte wurden die Gesichter der VfL-Fans noch länger. Während die Doll-Truppe den Klassenerhalt feierte, hatten die Wolfsburger nun das vielleicht wichtigste Saisonspiel vor Augen. Beim direkten Konkurrenten in Aachen konnte nämlich bereits eine Vorentscheidung fallen - allerdings nur bei einem VfL-Sieg...
Ulrich Merk
VfL Wolfsburg
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Euzebiusz Smolarek | 12. | (Rechtsschuss, Tinga) |
| 0:2 | Nelson Valdez | 90. | (Linksschuss, Degen) |
Aufstellung Wolfsburg![]() |
|
|---|---|
| Simon Jentzsch | (3,0) |
| Facundo Hernan Quiroga | (4,0) |
| Alexander Madlung | (4,5) |
| Kevin Hofland | (3,5) |
| Peter van der Heyden | (4,5) |
| Cedric Makiadi | (4,5) |
| Tommie van der Leegte | (4,0) |
| Marcelinho | (4,0) |
| Jacek Krzynowek | (4,5) |
| Isaac Boakye | (5,0) |
| Diego Fernando Klimowicz | (4,5) |
Aufstellung Dortmund |
|
|---|---|
| Roman Weidenfeller | (2,5) |
| Philipp Degen | (3,5) |
| Markus Brzenska | (3,0) |
| Christoph Metzelder | (4,0) |
| Dédé | (3,0) |
| Florian Kringe | (3,5) |
| Marc-André Kruska | (2,5) |
| Tinga | (3,0) |
| Steven Pienaar | (2,5) |
| Euzebiusz Smolarek | (2,5) |
| Alexander Frei | (4,5) |
Wechsel Wolfsburg![]() |
|
|---|---|
| Kamani Hill für Isaac Boakye |
(4,0) (64.) |
| Hans Sarpei für Jacek Krzynowek |
(―) (72.) |
| Christopher Lamprecht für Peter van der Heyden |
(―) (82.) |
Wechsel Dortmund |
|
|---|---|
| Daniel Gordon für Florian Kringe |
(―) (66.) |
| Nelson Valdez für Alexander Frei |
(―) (79.) |
| Sebastian Kehl für Euzebiusz Smolarek |
(―) (90.) |
Trainer Wolfsburg![]() |
|---|
| Klaus Augenthaler |
Trainer Dortmund |
|---|
| Thomas Doll |