Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Arminia Bielefeld - Hannover 96

Hannover so nicht Uefa-Cup-tauglich

War als Vorbereiter und Torschütze der Schlüsselspieler zum Sieg: Vatmir VataWar als Vorbereiter und Torschütze der Schlüsselspieler zum Sieg: Vatmir Vata

Mit drei Siegen in Folge avancierten sowohl Bielefeld als auch Hannover neben Stuttgart zu Mannschaften der Stunde. Doch nur die Arminen setzten diesen Lauf fort, während die 96er ihre europäische Reifeprüfung vorerst nicht bestanden.

Bielefeld-Retter Ernst Middendorp bewies schon im Vorfeld der Begegnung mit der Nominierung von Vata für Masmanidis sein glückliches Händchen. Denn genau dieser Schachzug sollte am Ende entscheidend sein. Von der „Nie mehr 2. Liga“-Stimmung auf den Rängen ließ sich zunächst auch nur die Arminia anstecken, die nach einigen Halbchancen ihre erste dicke Möglichkeit durch Wichniarek hatte, dessen Kopfball sein Ziel knapp verfehlte (13.). Hannover fand in der Anfangsphase kaum statt. Folglich waren es die Hausherren, die in Person von Eigler erneut die Führung auf dem Schlappen hatten. Doch im Duell mit Torhüter Enke erwies sich der Abstand zwischen den Torpfosten für den Stürmer als zu schmal (18.). Dies änderte sich vier Minuten später: Vata hatte Wichniarek auf die Reise geschickt, der den Ball überlegt an Enke vorbei in die Maschen legte. Zwar wirkten die Niedersachsen nach dem Rückstand spürbar wacher, dennoch kam der Ausgleich praktisch aus dem Nichts. Bruggink hatte für Rosenthal aufgelegt, der aus halblinker Position von der Strafraumgrenze unbedrängt vollstreckte (30.). Von Schockzustand beim DSC konnte angesichts des überraschenden Spielstandes allerdings keine Rede sein. Die prompte Antwort auf den Gegentreffer lieferte Böhme nur drei Minuten später. Nach Zuspiel von Wichniarek streichelte der Routinier das Spielgerät über den zum wiederholten Mal von allen Abwehrspielern verlassenen Enke hinweg ins Netz (33.). Bielefeld blieb auch in der Schlussphase der ersten Hälfte die bessere Mannschaft, weil sich die 96er nach wie vor zu viele Fehler im Zusammenspiel leisteten. Aber es war mangelnder Zielstrebigkeit auf beiden Seiten geschuldet, dass die Arminen den verdienten 2:1-Vorsprung in die Pause transportierten.

Mit der Hereinnahme von Stajner für Yankov wollte 96-Trainer Dieter Hecking seinem Team neuen Schwung verleihen, was nach verhaltenem Beginn zumindest in Ansätzen gelang. Doch an Matthias Hain im Kasten der Bielefelder war trotz aller Bemühungen kein Vorbeikommen mehr. Erst vereitelte er die Großchancen von Balitsch (53.) und Bruggink (54.), ehe sich seine Kollegen zu ersten Konterattacken aufrafften. Der letzte Pass kam jedoch zunächst nicht an, bis Ernst Middendorp erneut seinem Wechselglück vertrauen durfte. Nach einer gute Stunde brachte er für Wichniarek den schussstarken Dänen Kamper, der unmittelbar darauf als Vorbereiter in Aktion trat. Nutznießer war Vata, der seine überraschende Aufstellung mit dem 3:1-Endstand krönte (65.). In der Schlussphase war es dann der bereits erwähnte Schlussmann und Kapitän Hain, der mit Glanzparaden gegen Hashemian (73.) sowie den eingewechselten Brdaric (79., 82.) den Sieg festhielt. Hannover wachte zu spät auf, um sich wirklich etwas Zählbares auf der Alm zu verdienen.

Kai Endres

Spielstatistik Arminia Bielefeld - Hannover 96

Arminia Bielefeld

-

Hannover 96

3:1 (2:1)

Bundesliga 2006/2007, 33. Spieltag
12.05.2007, 15:30 Uhr
Schüco-Arena (Bielefeld), 26.600 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)
Tore
1:0 Artur Wichniarek 22. (Rechtsschuss, Vata)
1:1 Jan Rosenthal 30. (Linksschuss, Huszti)
2:1 Jörg Böhme 33. (Linksschuss, Wichniarek)
3:1 Fatmir Vata 65. (Rechtsschuss, Kamper)
Wechsel Bielefeld
Jonas Kamper
für Artur Wichniarek
(3,0)
(63.)
Thorben Marx
für Jörg Böhme
(―)
(66.)
Markus Schuler
für Fatmir Vata
(―)
(74.)
Wechsel Hannover
Jirí Stajner
für Chavdar Yankov
(3,5)
(46.)
Thomas Brdaric
für Jan Rosenthal
(―)
(72.)
Silvio Schröter
für Steven Cherundolo
(―)
(73.)
Karten Bielefeld
Gelb für Jonas Kamper
Karten Hannover
Gelb für Szabolcs Huszti
Gelb für Jirí Stajner