Schoss ein wunderschönes Freistoßtor: Rafael van der VaartAuf überraschend wenig Widerstand traf der HSV im Frankenland. Ein Doppelschlag vor der Pause reichte aus, um den harmlosen Club zu bezwingen, der nicht ansatzweise an das Gros der bisherigen Saisonleistungen herankam.
Von einigen Distanzschüssen abgesehen, mit denen sich vor allem Pinola (9.) und van der Vaart (12.) versuchten, fehlte es in der ersten halben Stunde der Partie auf beiden Seiten an Torszenen. Dabei spielten die Kontrahenten gar nicht einmal sonderlich zurückhaltend, doch in der Regel waren sie am Sechzehner mit ihrem Latein am Ende. Im Mittelfeld wurde zwar teilweise flott kombiniert, die Zuschauer mussten sich allerdings bis zur 29. Minute gedulden, ehe es wieder brenzlig vor einem Tor wurde. So verpassten Benjamin und de Jong eine Freistoßflanke van der Vaarts nur knapp. Nürnberg antwortete sieben Minuten später mit einer Großchance für Saenko, doch Rost reagierte glänzend gegen dessen Direktabnahme. Es folgten die entscheidenden Minuten der Partie. Zuerst präsentierte van der Vaart in der 39. Minute seine Freistoßkünste mit einem wunderschönen Geschoss aus 28 Metern, dem Schäfer vergeblich hinterher hechtete, dann vollendete Jarolim eine vorzügliche Vorarbeit von Olic zum 2:0 für die Gäste (41.).
An die noch recht ansehnlichen Spielzüge des ersten Durchgangs konnten beide Teams nach dem Seitenwechsel nur noch selten anschließen. Die Fehlpässe häuften sich vor allem in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte eklatant. Zwischen der 59. und 75. Minute gab es dann doch noch einige interessante Szenen vor den zu verteidigenden Torkästen zu beobachten. Pinola, Sorin, van der Vaart und Demel hatten in dieser Phase weitere Treffer auf den Füßen, doch fast alle Versuche endeten neben den Gehäusen. In der letzten Viertelstunde verflachte das Spiel dann wieder, denn Nürnberg ließ zuletzt jeglichen Biss vermissen, während die Hamburger den beruhigenden Vorsprung sicher über die Zeit schaukelten. Der HSV rückte damit in die Reichweite der UI-Cup-Ränge, aber auch der Club konnte zufrieden sein. Trotz der Niederlage buchte das Team einen Platz im internationalen Geschäft, denn Pokal-Final-Gegner Stuttgart sicherte die feste Champions League-Teilnahme und der Club qualifizierte sich somit automatisch als Endspielpartner für den Uefa-Cup-Wettbewerb.
Ulrich Merk
1. FC Nürnberg
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Rafael van der Vaart | 39. | (Freistoß) |
| 0:2 | David Jarolim | 41. | (Rechtsschuss, Olic) |
Aufstellung Nürnberg![]() |
|
|---|---|
| Raphael Schäfer | (3,5) |
| Dominik Reinhardt | (4,0) |
| Andreas Wolf | (3,0) |
| Glauber | (4,5) |
| Horacio Javier Pinola | (3,5) |
| Jan Polak | (4,0) |
| Jan Kristiansen | (4,0) |
| Marek Mintál | (4,0) |
| Marco Engelhardt | (5,0) |
| Markus Schroth | (5,0) |
| Ivan Saenko | (4,0) |
Aufstellung Hamburg |
|
|---|---|
| Frank Rost | (2,5) |
| Guy Demel | (4,0) |
| Bastian Reinhardt | (3,0) |
| Joris Mathijsen | (2,5) |
| Thimothee Atouba | (3,5) |
| Collin Benjamin | (4,0) |
| David Jarolim | (2,0) |
| Nigel de Jong | (3,5) |
| Juan Pablo Sorin | (3,0) |
| Ivica Olic | (3,0) |
| Rafael van der Vaart | (2,0) |
Wechsel Nürnberg![]() |
|
|---|---|
| Chhunly Pagenburg für Ivan Saenko |
(4,0) (46.) |
| Gerald Sibon für Marco Engelhardt |
(4,0) (60.) |
| Jawhar Mnari für Jan Polak |
(4,0) (65.) |
Wechsel Hamburg |
|
|---|---|
| Mehdi Mahdavikia für Guy Demel |
(―) (75.) |
| Boubacar Sanogo für Ivica Olic |
(―) (80.) |
| Paolo Guerrero für Rafael van der Vaart |
(―) (90.) |
Karten Nürnberg![]() |
|
|---|---|
| keine |
Karten Hamburg |
|
|---|---|
| Gelb für | Guy Demel |
| Gelb für | Juan Pablo Sorin |
| Gelb für | Thimothee Atouba |
Trainer Nürnberg![]() |
|---|
| Hans Meyer |
Trainer Hamburg |
|---|
| Huub Stevens |