Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt

Frankfurt im Glück

Sorgte in einem lahmen Kick für Unterhaltung: Mario GomezSorgte in einem lahmen Kick für Unterhaltung: Mario Gomez

Im dritten Spiel vor eigenem Publikum fuhr Stuttgart zwar endlich Zählbares ein, doch gegen harmlose Gäste hätte die Ausbeute durchaus höher ausfallen können. So sorgte Meier schließlich dafür, dass sich die Eintracht mit einem Punkt auf den Heimweg machte.

Angetrieben durch die Siege vom vergangenen Wochenende legten beide Mannschaften munter los, blieben mit ihren Angriffen aber ein ums andere Mal in der gegnerischen Verteidigung stecken. Lediglich ein Distanzversuch von Daniel Bierofka, den Frankfurts Schlussmann Pröll sicher parierte, ließ die 41.000 Besucher im Gottlieb-Daimler-Stadion aufhorchen (10.). Nach einer Viertelstunde übernahm dann der VfB die Regie und versuchte, über die Außenbahnakteure Boka und Hilbert, in die hessische Gefahrenzone einzudringen. Vor allem der zurzeit gut aufgelegte Mario Gomez ließ dabei einige Male sein Können aufblitzen. Allerdings blieb dem Angreifer der Torjubel (noch) verwehrt: In der 18. Minute scheiterte Gomez nach einem Vorstoß in den Strafraum an Pröll, wenig später verzog der U21-Nationalspieler, von Bierofka bzw. Cacau in Szene gesetzt, um einige Meter (25., 27.). Den Schützlingen von Friedhelm Funkel fehlten dagegen weiterhin die zündenden Ideen. Aber da Ausnahmen ja bekanntlich die Regel bestätigen, hätte Naohiro Takahara im Anschluss an einen Freistoß und einen Fehler von VfB-Torwart Hildebrand die Eintracht um ein Haar in Führung geköpft (36.). Auf der Gegenseite zog sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff Cacau aus der Ferne ab, doch das Leder verfehlte den Kasten um wenige Zentimeter.

Im zweiten Spielabschnitt wurden die Adlerträger ballsicherer und die Aktionen wirkten zielstrebiger. Allerdings nur ein wenig, denn im Angriffszentrum fehlte es trotz der Rückkehr von Ioannis Amanatidis, der in der letzten Partie wegen einer Fußprellung hatte passen müssen, nach wie vor an Durchschlagskraft. Zugleich ließen die Offensivanstrengungen der Schwaben nach, so dass sich die fußballerische Feinkost in dieser Phase der Begegnung arg in Grenzen hielt. Erst nach einer guten Stunde brachte Stuttgarts mexikanischer Neuzugang Pavel Pardo mit einem Freistoß (knapp vorbei) wieder Leben in die Auseinandersetzung. Kurze Zeit später war es abermals Gomez, der auf Flanke von Hilbert am stark reagierenden Markus Pröll scheiterte (65.). In der 73. Minute blieb der Eintracht-Keeper dann jedoch chancenlos, als der unbeachtete Gomez im Anschluss an einen Freistoß von da Silva zu seinem zweiten Saisontor einnickte. Gegen die nun natürlich risikobereiteren Gäste hatten die Hausherren einige Kontergelegenheiten, die aber allesamt leichtfertig vergeben wurden. Vor allem Hitzlsperger hätte den Sack mit einem Kopfball aus elf Metern zumachen müssen (85.). Stattdessen kam Frankfurt doch noch zum glücklichen Punktgewinn: 120 Sekunden vor dem Ende staubte der eingewechselte Alexander Meier nach einer Parade von Hildebrand gegen Takahara eiskalt ab und sorgte so dafür, dass die Hessen weiter ungeschlagen blieben.

Christian Brackhagen

Spielstatistik VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt

VfB Stuttgart

-

Eintracht Frankfurt

1:1 (0:0)

Bundesliga 2006/2007, 5. Spieltag
23.09.2006, 15:30 Uhr
Gottlieb-Daimler-Stadion (Stuttgart), 41.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Tore
1:0 Mario Gomez 73. (Kopfball, da Silva)
1:1 Alexander Meier 88. (Rechtsschuss, Takahara)
Wechsel VfB Stuttgart
Thomas Hitzlsperger
für Daniel Bierofka
(3,0)
(63.)
Christian Gentner
für Ricardo Osorio
(―)
(66.)
Markus Babbel
für Cacau
(―)
(83.)
Wechsel Frankfurt
Benjamin Huggel
für Albert Streit
(―)
(70.)
Alexander Meier
für Marco Russ
(―)
(79.)
Christoph Preuß
für Ioannis Amanatidis
(―)
(90.)
Karten VfB Stuttgart
keine
Karten Frankfurt
Gelb für Marco Russ