Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Alemannia Aachen - VfL Bochum

Glücklicher Erfolg

Der angehende Nationalspieler leitete die Wende ein: Jan SchlaudraffDer angehende Nationalspieler leitete die Wende ein: Jan Schlaudraff

Im Duell der Aufsteiger setzte sich Alemannia Aachen mit viel Dusel gegen den VfL Bochum durch. Gäste-Trainer Koller zeigte sich nach dem Abpfiff über die Leistungen der Unparteiischen und die Chancenverwertung seiner Schützlinge erzürnt.

Aachens Coach Michael Frontzeck veränderte die Anfangsformation gegenüber den zuletzt überzeugenden Partien gegen Mönchengladbach und in München nicht. Dagegen nahm sein Kontrahent Marcel Koller einen Wechsel vor: Für Imhof, der gegen Cottbus noch von Beginn an ran durfte, stand Dabrowski in der Anfangself. Vor dem Spiel entschuldigte sich Alemannia Aachen für die rassistischen Vorfälle im vergangenen Heimspiel. Und auch im Spiel zeigten sich die Hausherren zunächst äußerst gastfreundlich. Aber den Gästen gelang es lange Zeit nicht, die Aachener Passivität auszunutzen. Erst nach 36 Minuten zappelte der Ball im Gehäuse der Schwarz-Gelben. Ein Freistoß von Misimovic war schon abgewehrt, doch das Leder kam zum Bosnier zurück und dessen Schuss, noch leicht berührt von Gekas, ging ins Tor. Zuvor hatten schon Fabio Junior (5.) und Gekas (8.) jeweils mit einem Kopfball die Möglichkeit, den bis dato Bundesliga-Tabellensechzehnten in Front zu bringen. Die einzige Möglichkeit der Gastgeber hatte Ebbers (43.), aber sein Kopfball ­ nach Fehler von Torhüter Skov-Jensen ­ landete nicht im, sondern lediglich auf dem Zielgebiet. Mit einem Pfeifkonzert verabschiedete das Publikum am Tivoli seine Lieblinge in die Pause.

Diese heftige Reaktion zeigte bei den Akteuren auf dem Spielfeld Wirkung. Innerhalb von wenigen Minuten verwandelten die Alemannen den 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung. Vor den Augen von Löw-Assistent Hansi Flick fand Reghecampfs Flanke zunächst den Kopf des angehenden Nationalspielers Jan Schlaudraff und von dort den Weg über die Torlinie (48.). Gerade erst hatte der Bochumer Schlussmann Skov-Jensen das Leder aus dem Netz gefischt, als es erneut hinter ihm einschlug. Nach Vorlage von Dum sorgte Rösler mit einem Flachschuss aus knapp 15 Metern in die rechte Ecke für die Führung der Heimelf. Der VfL zeigte sich vom Doppelschlag geschockt. Erst mit der Hereinnahme von Ivo Ilicevic (71.) fanden die Gäste wieder ins Spiel zurück. Nur Sekunden nach seiner Einwechslung prüfte der 19Jährige Aachens Keeper Nicht. Unmittelbar darauf war es ein Distanzschuss von Zdebel, den der Keeper parierte. In der 88. Minute bugsierte Nico Herzig das Spielgerät zwar in die Maschen, aber der Schiedsrichterassistent erkannte eine Abseitsstellung und verwehrte dem Treffer zu Unrecht die Anerkennung. Eine ähnliche Ungerechtigkeit war den Aachenern in der Vorwoche bei den Bayern widerfahren. Den Punkt am Tivoli hätten sich die Bochumer mindestens verdient gehabt.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Alemannia Aachen - VfL Bochum

Alemannia Aachen

-

VfL Bochum

2:1 (0:1)

Bundesliga 2006/2007, 6. Spieltag
30.09.2006, 15:30 Uhr
Tivoli (Aachen), 20.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Lutz Wagner (Kriftel)
Tore
0:1 Zvjezdan Misimovic 36. (Linksschuss, Drsek)
1:1 Jan Schlaudraff 48. (Kopfball, Reghecampf)
2:1 Sascha Rösler 49. (Linksschuss, Dum)
Wechsel Aachen
Cristian Fiél
für Sascha Dum
(―)
(74.)
Emil Noll
für Laurentiu-Aurelian Reghecampf
(―)
(87.)
Szilárd Nemeth
für Jan Schlaudraff
(―)
(90.)
Wechsel Bochum
Ivo Ilicevic
für Filip Trojan
(―)
(71.)
Thomas Rathgeber
für Fabio Junior
(―)
(80.)
Heiko Butscher
für Christoph Dabrowski
(―)
(84.)
Karten Aachen
Gelb für Moses Sichone
Gelb für Sascha Dum
Gelb für Jan Schlaudraff
Karten Bochum
Gelb für Zvjezdan Misimovic
Gelb für Tomasz Zdebel