Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Bayern München - Eintracht Frankfurt

Bayern wieder in Fahrt

An beiden Toren entscheidend beteiligt: Roy MakaayAn beiden Toren entscheidend beteiligt: Roy Makaay

Der Rekordmeister rehabilitierte sich mit einer überzeugenden Vorstellung für die zuletzt schwachen Auftritte. Die Hessen boten nur zu Beginn Paroli, verhinderten damit aber nicht ihre erste Saisonniederlage.

Funkels Taktik ging zunächst auf: Die Frankfurter zogen sich bei Ballverlust schnell zurück, standen diszipliniert und machten so dem Favoriten von der Isar das Leben enorm schwer. Außer einem Demichelis-Kopfball war von den Bayern in den Anfangsminuten kaum etwas zu sehen. Dagegen hatten die Gäste die eine oder andere Möglichkeit zur Führung. Bei Takaharas Kopfball packte Kahn sicher zu (9.). Beim Distanzschuss von Amanatidis aus knapp 30 Metern hatte der Schlussmann schon mehr Mühe (19.). Gleich danach schloss wieder Takahara aus kürzester Distanz zu unplatziert ab. Nach 24 Minuten war es dann soweit: Der Ball zappelte zum ersten Mal im Netz. Völlig überraschend musste jedoch Pröll-Vertreter Nikolov hinter sich greifen. Der Mazedonier wehrte einen harmlosen Versuch von Santa Cruz direkt vor die Füße von Makaay ab, der eiskalt abstaubte. Weitere fünf Minuten später sorgte dann eine holländische Co-Produktion für das 2:0. Makaay tanzte Fink auf der rechten Seite aus, passte intelligent in den Rücken der Abwehr und fand dort seinen Landsmann van Bommel, der aus 16 Metern überlegt vollendete. Die Münchner waren fortan klar Herr im eigenen Haus und versäumten bis zur Pause ein deutlich höheres Resultat. Schiri Meyer trug ebenfalls seinen Teil zur Unterhaltung bei, als er zunächst ein Foul von Kyrgiakos an van Bommel im Strafraum übersah. Wenig später zeigte er doch auf den Punkt, nachdem Pizarro zum Sinkflug angesetzt hatte. Makaay unterrichtete Pizarro vor dem Strafstoß von der alten Fußballweisheit, dass der Gefoulte nicht selber schießen sollte, aber der Peruaner hörte nicht auf seinen Sturmkollegen und trat an. Nikolov, der beim ersten Gegentor noch eine unglückliche Figur abgab, machte seinen Lapsus wieder gut und tauchte reaktionsschnell ab (43.).

Der Pausentee schmeckte den Bayern wohl besonders gut, denn sie machten dort weiter, wo sie zum Ende der ersten Hälfte aufgehört hatten. Allerdings nur gut 20 Minuten lang. Der sehr agile Makaay zielte in dieser Phase bei einem Freistoß (61., Pfosten) und einer Volleyabnahme nach Vorlage van Bommels (66., knapp vorbei) etwas zu genau. Dazwischen war der Niederländer von Vasoski regelwidrig am Trikot gehalten worden, was dem Frankfurter Innenverteidiger die Gelb-Rote Karte einbrachte (64.). Da die Offensive der Hessen über Schussversuche von Ochs (57.) und Amanatidis (63.) nicht hinauskam, war die erste Saisonniederlage in Unterzahl nur noch eine Frage der Höhe. Doch der Meister verschonte den angeschlagenen Gegner und beschränkte sich in der Schlussphase auf die Verwaltung des ungefährdeten Vorsprungs. Felix Magath zeigte sich von dieser laxen Einstellung seiner Schützlinge in den letzten Minuten nur wenig angetan und nahm daher den Dreier leicht mürrisch zur Kenntnis.
Senthuran Sivananda

Spielstatistik FC Bayern München - Eintracht Frankfurt

FC Bayern München

-

Eintracht Frankfurt

2:0 (2:0)

Bundesliga 2006/2007, 9. Spieltag
28.10.2006, 15:30 Uhr
Allianz Arena (München), 69.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Tore
1:0 Roy Makaay 24. (Rechtsschuss, Santa Cruz)
2:0 Mark van Bommel 29. (Rechtsschuss, Makaay)
Wechsel B. München
Hasan Salihamidzic
für Philipp Lahm
(3,5)
(63.)
Ali Karimi
für Roque Santa Cruz
(―)
(75.)
Stefan Maierhofer
für Claudio Pizarro
(―)
(88.)
Karten B. München
keine
Karten Frankfurt
Gelb-Rot für Aleksandar Vasoski (64.)
Besondere Vorkommnisse: Pizarro verschießt Foulelfmeter (44.) - Nikolov hält (Kyrgiakos an Pizarro)