Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - Hannover 96

Chancen gab es genug

Hätte nur den Ball treffen müssen: Szabolcs HuztiHätte nur den Ball treffen müssen: Szabolcs Huzti

Als Hannover zu seinen ersten Chancen kam, war es bereits mehrfach im Glück gewesen, nicht zurückzuliegen. Trotzdem hätten auch die Gäste durchaus gewinnen können. Am Ende mussten daher beide mit dem Remis zufrieden sein, auch wenn es niemand war.

Nach dem ersten Saisonsieg in Leverkusen ging der HSV ungleich entspannter in die Begegnung, auch wenn die Personallage ob all der Verletzungen und Rot-Sperren nach wie vor grenzwertig war. Ohne Umschweife suchten die Gastgeber den Weg zum Tor, vor allem die rechte Seite mit Rückkehrer Mahdavikia war zu Beginn hoch frequentiert. Ein Lupfer von van der Vaart (12.) blieb dennoch die einzige Großchance vor der Pause, weil etliche Ungenauigkeiten im Passspiel den im Grunde ordentlichen Auftritt verklärten. Hannovers Spiel war eher zurückhaltend, aber defensiv zugleich passabel. Mit mehr Konsequenz hätten Stajner (8.) und Huszti (25.) die Gäste sogar in Führung bringen können; es wäre aber eine zu harte Strafe für die glücklosen Hamburger gewesen.

Der zweite Durchgang hatte erheblich mehr Dampf als der erste. Fast im Minutentakt meldete sich der HSV in Hannovers Hälfte zu Wort und kam auf der Stelle zu guten Chancen. Sorin und Sanogo konnten noch so eben abgeblockt werden (47.), bevor van der Vaart aus kurzer Distanz verfehlte (49.) und dann auch noch Kompany an Enke scheiterte (50.). Als sieben Minuten späte erneut der Abwehrhüne vor dem Tor auftauchte ­ erneut rettete Robert Enke ­ war jederzeit mit dem 1:0 zu rechnen. Hannover aber überstand diese Druckphase mit viel Glück und brachte es fertig, das Spiel wieder zu beruhigen. Andersherum standen sich die Hamburger oft genug selbst im Weg, so dass trotz drückender Überlegenheit das entscheidende Abspiel meist in die Binsen ging. Dass die Gastgeber gleichzeitig auch verwundbar waren, deckte 96 dann Mitte der zweiten Halbzeit auf. Nach Flanke von Cherundolo köpfte zunächst Stajner hauchdünn daneben (69.), drei Minuten später kam Huszti zur klarsten Chance des ganzen Spiels. Brdaric legte eine hohe Flanke mit dem Kopf in die Mitte, wo der Ungar völlig allein stand und sich eine Ecke aussuchen konnte. Vier Meter vor dem Tor aber trat er am Ball vorbei. Jetzt konnte wirklich alles passieren, denn erst schoss Guerrero knapp neben den Pfosten (74.), dann rettete Kirschstein vor Jiri Stajner (81.). Plötzlich war das hohe Tempo wieder zurückgekehrt, doch bevor jemand daraus nutzen ziehen konnte, war das Spiel vorbei. Gemessen an der Chancenzahl war der HSV Verlierer der Punkteteilung. Es hätte allerdings auch schlimmer kommen können.

Maik Großmann

Spielstatistik Hamburger SV - Hannover 96

Hamburger SV

-

Hannover 96

0:0 (0:0)

Bundesliga 2006/2007, 9. Spieltag
28.10.2006, 15:30 Uhr
AOL Arena (Hamburg), 57.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Tore
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Wechsel Hannover
Thomas Brdaric
für Vahid Hashemian
(―)
(68.)
Arnold Bruggink
für Jan Rosenthal
(―)
(78.)
Karten Hamburg
Gelb für Paolo Guerrero
Karten Hannover
keine