Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - VfL Bochum

Harmlose Gäste

Von ihm ging die größte Torgefahr aus: Marko PantelicVon ihm ging die größte Torgefahr aus: Marko Pantelic

Schwache Bochumer verhalfen Hertha zu einem einfachen Heimerfolg, der leicht noch deutlicher hätte ausfallen können. Über weite Strecken versackte das Spiel in einem trostlosen Gestochere.

Neutralität ist ein Schweizer Markenzeichen, doch die eidgenössischen Übungsleiter Favre (Hertha) und Koller (Bochum) dürften diese durchaus ehrenvolle Einstellung schwerlich als Devise für die Punktkämpfe ihrer Teams ausgegeben haben. Übervorsichtig belauerte man sich bis weit in die erste Hälfte hinein, ohne dass ein Ende dieser Abtastphase erkennbar wäre. Aus dem Nichts plötzlich die Berliner Führung: Gilberto flankte von links einfach mal in den Bochumer Sechzehner hinein, auf VfL-Abwehrspieler Maltritz. Den erwischte das Zuspiel auf dem falschen Fuß - er daddelte das Leder ins eigene Tor (26.). Pfertzels Fehlpass wenige Minuten später wäre um ein Haar zum zweiten verhängnisvollen Blackout der Gäste geworden, den aus der Situation entstandenen Schuss von Pantelic konnte Lastuvka jedoch bravourös abwehren (31.). Herthas serbischer Stürmer sollte vier Minuten später jedoch eine zweite Chance erhalten - und nutzen. Friederich gab die Vorlage, Pantelic legte sich das Leder zurecht und drosch aus halbrechter Position auf Strafraumhöhe, von Yahia nur ungenügend bedrängt, zum 2:0 ein. Die nun völlig verunsicherten Bochumer hätten fast noch einen weiteren Treffer kassiert, aber Eberts Schuss striff knapp am langen Pfosten vorbei (40.).

Bochum hatte bisher nicht zu erkennen gegeben, das man ernsthaft zu einem Punkterfolg fähig wäre, dabei blieb es. Berlin tat auch nicht mehr allzu viel, überließ den Gäste im Verlauf der zweiten Hälfte sogar großzügig die Spielgestaltung - womit der VfL an diesem Tag jedoch überfordert war. Hertha durfte sich nun einiger Konterchancen erfreuen. Die allerbeste verhaspelte Ebert, der den völlig freistehenden Pantelic ignorierte und sich statt dessen in der Bochumer Abwehr festlief (70.). Dieser Lapsus wurde jedoch nicht bestraft weil der VfL sich lediglich eine halbwegs gefährliche Doppelchance erarbeitete, in der Sestaks zweifache Schussversuche abgeblockt wurden (74.). Pantelic scheiterte ein weiteres Mal an Gästekeeper Lastuvka, dem einzigen Bochumer, dem nach diesem Spiel kein Vorwurf zu machen war.

André Schulin

Spielstatistik Hertha BSC - VfL Bochum

Hertha BSC

-

VfL Bochum

2:0 (2:0)

Bundesliga 2007/2008, 11. Spieltag
27.10.2007, 15:30 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 34.600 Zuschauer
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Tore
1:0 Marcel Maltritz 26. (Eigentor, Gilberto)
2:0 Marko Pantelic 35. (Rechtsschuss, Friedrich)
Wechsel Hertha BSC
Lukas Piszczek
für Gilberto
(4,5)
(62.)
Solomon Okoronkwo
für Marko Pantelic
(―)
(90.)
Fabian Lustenberger
für Patrick Ebert
(―)
(90.)
Wechsel Bochum
Tommy Bechmann
für Dennis Grote
(5,0)
(60.)
Marcin Mieciel
für Christoph Dabrowski
(5,0)
(64.)
Benjamin Auer
für Ivo Ilicevic
(―)
(74.)